ee. –
Verkehr außerordentlich rasch abwickell. Die
Burter wird grundsätzlich nur in ½-Pfund-Stucken
abgegeben. Die Ware wird vor der
Abgabe gewogen und hergerichtet. Das ½
Pfund Butter kostet 1 Mark, es wird also auch
mit dem Herausgeben nicht viel Zeit vergeudek.
Nach Annahme der Händler wickelt sich das
ganze Geschäft in etwa 112 Stunden ab. Schließlich
muß auch vom Publikum erwartet werden,
daß es durch Ruhe und taktvolles Verhalten
dem Berkäufer die Abgabe erleichtert und namnientlich
Belästigungen und Beleidigungen vermeidet.
Die Verkäuser sind perpflichtet, bei
Belästigung und Beleidigung namentlich von
Anstehenden dem Täter rücksichtslos die Butlerabgabe
zu verweigern.
kotalunculck
Rosenheim, 2. Oit.
Auf dem Felde der Ehre gesallen:
Joseph Erber, Säger aus Rosenheim. Soldat im
1. Res. Jäger Bat.; Paul Gabriel, Annerl
sohn aus Gschwendt bei Bernau, Soldat im 3.
Inf. Reg.
Das König. Ludwig. Kreuz wurde ver
lieben dem siellv. Laz., Inspektor Wilhelm Kolb
der Sanierungsanstalt Rosenheim, serner im
Bereiche des bayr. Landeskomitees für freiw.
Krankenpflege im Kriege dem appr. Bader
Simon Loserer in Rosenheim, Bezirks-Oberlehrer
Max Lorenz in Bad AMibling, Bürgermeister
Silvester Mertl in Großlarolinenjeld,
Gastwirt Pbilipp Rohleder in Bad Aibling,
Steuerverwalter Anton Stoppel in Prien, oer
Hauptlehrersgattin Anna Angerer in Frasdorf,
Amtsgerichtsralsgattin Karoline Aurbach in
Bad Aibling, Bezirksarztsgattin Walli Krebs
in Bad Aibling, Amtsgerichtsratsgattin Anna
Kreiner in Prien, Hauptlehrerstochter Marie
Lanzhammer in Oderaudorf, Privatiere Anna
Pfaffinger in Aschau, Regierungsratsgattin
Marie Popp in Bad Aibling, Arztstochter Klothilde
Rilter in Oberaudorf, Professorstochter
Barbara Wimmer in Oberaudorf.
Obetbayer. Schuldienst. Neu ernannt
wurden der Kandidat des Volksschuldienstes H.
Wolfs von Kolbermoor, BA. Aibling, zurzeit
im Hcere, ab 1. August zum Hilfslehrer m Emmering,
BA. Ebersberg, die Kandidatin des
Volksschuldienstes Katharina Seitel ab 1. Sept.
zur Hilfelehrerin in Eisenärzt, BA. Traunstein.
Ein hochgeschätzter Lehrer der Kgl.
Realschule, Herr Professor Georg Ehrenwirth,
hat am Sonntag unsere Stadt verlassen,
um seinen neuen lehramtlichen Posten an
der K. Realschule in Landshut anzutreten. Fast
17 Jahre hal Herr Prosessor Ehrenwirth als
Religionslehrer an der hiesigen K. Realschule
mit geradezu vorbildlicher Gewissenhaftigkeit u.
Hingebung gewirkt. Auch für seine langjährige
Tätigleit als Religionslehrer der hiesigen Fortbildungsschule
und namentlich als Ofsfiziator dieser
Anstalt hat er sich unvergänglichen Dank
auch weiterer Kreise der Einwohnerschaft Rosenheims
in reichem Maße verdient. Wir dürsen
hoffen, daß die überaus ersprießliche Tätigleit
Ehrenwirths in den jungen Herzen nachwirkt
und reiche Früchte trägt. Nie vergessen
und schwer vermissen werden wir auch die meisterhaften
Leistungen Ehrenwirths als Dirigert
des Chorgesanges an der Realschule Rosenheim.
In dankbarer Würdigung seiner großen PVerdienste
senden wir Herrn Professor Ehrenwitth
die wärmsten Segenswünsche für seinen neuen
Wirkungzkreis.
Wieder genesen von schwerer
Krankheit ist ein allbeliebter Arzt unserer
Stadt. Während langen Wochen war Herr Dr.
Anton Lechleuthner an das Krankenbett ge
sesselt, lange Zeit weilte er in München in Spezialbehandlung,
um Heilung von seinem schweren
Deiden zu suchen. Gar oft trasen in dieser
Zeit Nochrichten ein, welche Schlimmes für
sein Leben befürchten ließen. Wir freuen uns
daher umsomehr, ihn heute wieder als genesen
in unierer Mitte begrüßen zu können. Dieser
Freude werden sicherlich auch die vielen in Rosenheim
und Umgebung Ausdruck verleihen, denen
Herr Dr. A. Lechleuthner in den langen
Jahren ärztlicher Berater und Helfer war. Nach
einem langeren Erholungsaufenthalt am Tegernlee
hat seine Gesundung erfreulicherweise jo
große Jortschritte gemacht, daß Herr Dr. A.
Techleuthner seine Praxis setzt wieder aufnehmen
lann. Daß diese Gesundung von Dauer sein
möge. ist sicherlich der Wunsch aller.
Dienstjubiläum. Herr Natsbote Karl
Nußramer konnte am 1. Oktober auf eine 257
jahrige Tätigkeit im Dienste der Stadt Rosenheim
zurückblicken. Seinen Dienst begann er als
Schutmann und Polizeslergeenl. Als dann zum
1. April 1897 die Ratsbotenstelle neu errichr
tet wurde, wurde sie Herrn Nußrainer übertragen.
Im kommenden Hria sind also bereits
20 Jahre verstrichen, seitdem Herr Nußrainer
diesen Posten bekleidet. In all diesen
Jahren zelchnete er sich durch treue Pflichtersüllung
und äußerste Gewissenhaftigleit aus,
die ihm die Anerkemmung seiner Vorgesetzten
und aller, mit denen er dienstlich in Verkehr
kom, sicherten. Herr Nuhrainer erfreut sich allgemeiner
Beliebtheit. Das äußert sich auch in
der Tatsache, daß er bereits seit dem Jahre
1910 als Vorsstzender an der Spitze des
Kamupsgenossen= und Veteranenverel# steht.
In diesem großen Aerein hat er stels den militärischen
Geist zu sördern und wahre Kameradschaftlichkeit
zu üben und hochzuhalten verstanden.
Mit besonderer Begeilslerung widmete er
sich seit Kriegebeginn der militärischen Jugenderziehung;
die militärische Einübung der Jugend
des kath. Gesellen= und Vehrlingsvereins
ist sein Werk. Daß er erspriepliche Arbeit leitsiete,
bezeugt die Verleihung des König-Ludwig-Kreuzes,
mit dem er jüngst ausgezeichnet
wurde. Herr Nußrainer ist jetzt 51 Jahre alt.
Einer seiner Söhne steht im Felde als tapferer
Mitkämpser. Wir beglückwünschen ihn zu seinem
Jubeltage und hegen die Hoffnung, daß er sein
Amt noch lange wird versehen lönnen. Zum
Jubeltag bereiteten ihm seine Kollegen und
Freunde des Stadtmagistrats in der Weinwirt
schaft Wendl am 30. Sext. eine kleine Feier, someit
der Ernst der Zeit sie zuließ. Der Dienstalteste.
Herr Rathausverwalter Franz Winter,
gedachte des Jubellages seines Kollegen in ehrenden
Worten, die besonders seiner Leislungen
im Dienste der Stadtgemeinde und die segensreiche
Arbeit auf militärischem Gebiete hervorhoben.
Als Angebinde überreichte Herr Winter
dem Jubilar einen prächtigen Krug mit eingravierter
Widmung. Herr Nußrainer dankie
in bewegten Worten für die ihn ehrende Feier.
Schweren Mißbräuchen mit Landesbrotmarken
ist der Magistrat auf die-Spur
gekommen. In einem Falle mußte die
Zumeisung von Mehl an eie Bäckerei gesperrt
werden; gleichzeitig wurde Strafanzeige bei der
Staatsanwaltschaft erstatiet. Näheres ist in
dem Bericht über die letzte Magistratssitzung
zu lesen, den wir an anderer Stelle dieser
Nummer veröffentlichen.
Der Marine Tag nahm in Rosenheim
einen schönen würdigen Verlauf. Der Konzert.
abend am Samstag erfreute sich bei sehr guten
Darbietungen eines ftarlen Besuches. Die
Haus- und Fkrapensamonlung hatte ein Ergebnie
von 2.108 Mark, eine Summe, welche der
Opferwilligkeit unserer Einwohnerschaft abermals
ein schönes Zeugnis ausstellt. Das Erträgnis
des Konzertabends ist in diesen Betrag
nicht eingerechnet. Auch nachträglich sind noch
Spenden für den Marinc. Opfertag bei uns ein.
gelaufen, so von M. F. 5 Mark und von den
Angestellten und Kindern des Gutes Innleiten
33.58 Mark. Da es nicht möglich war, den
ganzen Bericht über die Veranstaltung in der
heutigen Nummer noch unterzubringen, wußten
wit einen Tcil für morgen zurückstellen. ·
Lamon-lex
Shuugdustadtmagksttafessofenheim
22. September 1916.
Der gelegentlich des Augustmarktes abgehaltene
Glückshafen schließt bei 811,43 Mark Einnahmen
und 384,30 Mark Ausgaben mit einem
Aktiorest von 426,63 Mark ab, der der Angehörigenfürsorge
zugewendet wird.
In der Rechnung der städt. Schlachthöfe mit
Industriebahn für das Jahr 191 stehen Mk.
58.756,76 Einnahmen und Mk. 66.458,97 Ausgaben,
sodaß sich ein Passivrest von 7.702,21
Mark ergiebt. Das Reinvermögen stellt sich
auf 110.316,94 Mark. Der Schlachthof. Reservesonds
schließt für 1914 in Einnahmen und Ausgaben
mit 188,64 Mark ab; er hat ein Reinvermögen
von 2.286,78 Mark.
Auf die Bekanntgabe der Mitteilung der
Bauer. Lebenemittelstelte, wonach demnächst
größere Mengen Maisgries zur Verteilung gebracht
werden können, beschließt der Magistrat
10 Waggon davon zu bestellen. Der Stadtmagistrat
stimmte auch der Bestellung pon
500 Kisten Magermilch zu.
AuhPßerdem wird einstimmig beschlossen, dem
Herrn Pfarrer Dürnegger in Töwang, dem
Herrn Bürgermeister von Eßbaum und dem
Herrn Gemeindebevollmächtigten Schmidt für
ihre Bemühungen um die Beschaffung von
Milch aus den Gemeinden des Samerbergs den
verbinolichsten Dank des Stadtmagistrats auszusprechen.
Gleicher Dank soll dem Herrn Le.
derermeister Stechl für die unentgeltliche Ueberlassung
seines Ladens als Verkaufsstelle des
Kommunalverbands, sowie Herrn Gemeindebe.
vollmächtigten Schmidt für die Leitung des
Verkaufsgeschäfts erstattet werden.
Dem Maschinenfabrikanten Martin Beilhack
bier, wird für seine Person und seine Besitzund
Rechtsnachfolger die Genehmigung erteilt,
auf der im Eigentum der Stadtgemeinde Rosenheim
befindlichen Mühlbachstrecke nach Maßgabe
des von ihm eingereichten Planes einen
Fabrikerweiterungsanbau zu errichten.
Konzession wurde erteilt dem Gastwirt Josef
Huber, zum Betriebe der Gastwirtschaft zum
Aman in der Kaiserstraße und dem Gastwirt
Fritz Wiedenbauer zum Betriebe der Wirtschaft
zum Milchhäusl in der Kastenau.
Es dient zur Kenntnis, daß in der Zeit vom
1. bis 20. September 164788 Landesbrotmarken
von den Bäckern bei der Mehlverteilungsttelle
eingeliefert wurden. Diese Massenanlieferung
läßt erkennen, daß mit Landesbrotmarken
offensichtlich Mihbräuche getrieben werden und
doß eine gröhere Anzahl von Bäckern zum
Schaden der Rosenheimer Bevölkerung sich nicht
an oie Vorschriften hält und namentlich Weißbrot
vergeudet. Es wird darum angeordnet,
daß im Ladengeschäft auf Landesbrotmarken
weder Mehl noch Weißbrot abgegeben werden
darf. Ferner dient der Bericht der släotischen
Melllverteilungsstelle zur Kenntnis, wonach der
Bäckermeister Schierghofer in der Zeit vom 10.
bis 20. September 8 Pakete Brotmarken mit
einem angeblichen Inhalt von 28000 Stück
Landesbrotmarken abgegeben hat, bei deren
Oeffnung sich ergab, dah in jedem Palet statt
3500 bloß 7. 300 Brotmarlen enthalten waren.
Dadurch hat Schierghofer widerrechtlich zu
erreichen versucht und erreicht, daß er für etwa
20 000 Landesbrolmarken mehr Mehl angewiesen
erhielt, als er nach den bestehenden Vorschriften
zu beanspruchen hat. Der Magistrat
beschloß daher: 1. Es darf an Schierghofer wegen
Unzuverlässigleit bie auf Weiteres überhaupt
lein Mehl angewiesen werden. 2. Diese Anordnung
ist öfsemlich belanntzugeben. 3. Gegen
Schiergboser ist bei der Staatsanwaltschaft
Strafanzeige wegen Betrugs bezw. Vergchens
gegen die Vorschriften über Brotgetreide und
Mehl zu erstatten.
Der Marsne-Tag in Nosenheim.
Rosenheim, 2. Oktbr.
Der Krieg hat uns das Opfern schon zur zweiten
Natur gemacht. Immer wieder kommen
Tage und Wochen, in denen Oufer von uns
verlangt und gebracht werden. Wir geben immer
gern, weil wir wissen, was auf dem Spiele
sieht und wie viel größer die Opfer find, die
unsere Feldgrauen dauseen nun schon seit mehr
wie zwei Jahren zu ertragen haben, um uns
zu Hause zu schützen. Deshalb hat das beutt
sche Voll für viele gule Zuece schon sein
Scherflein gegeben. Wenig noch wurde aber
unserer Marine gedacht, die nicht minder wie das
Landheer Deutschlands Kraft und Todesmut
vor aller Welt bekundet. Deshalb entsprach
der Gedanle, in einem grohen Liebeswerk sich
der Waderen der Marine anzunehmen, sichen
lich dem Empfinden des ganzen Volkes. Sollte
doch das Opsern diesmal den waderen Blaujacken
gelten, die ein Schrecken der Engländer
wurden, seitdem ihnen die Niederlage am Skagerrak
in alle Glieder gefahren ist.
Rosenheim wollte an diesem Opfertag nicht
zurüdbleiben. Er wurde von den Herren des
Flottenvereins hier vorzüglich vorbereilet, die
durch einen Konzertabend am Samstag eine
würdige Einleitung dazu zu schaffen wußten.
Aus allen Kreisen der Bevölkerung war man
gekommen. um den Saal im „Deutschen Kaiser“
zu füllen, der durch Flaggenqgala und
Blumen= und Pflanzenschmuck festlich geziert
war. Herr Dr. Rothdauscher, der an der Spitze
des Flottenvereins hier steht, eröffnete den
Abend mit einer wirkungsvollen Begrükungsansprache,
in der er der herrlicken Taten unserer
Flotte gedachte und den Zweck des Tages
darlegte. Seine begeisternden Worte schufen
einen guten Grundton für den Abend.
am begann unsere Militärkapelle unter
Herrn Kapellmeister Bertrams ihre Darbielungen,
die dem valterländischen Charakter der
Veranstaltung Rechnung teugen und glänzende
Perlen aus unserer Kon:ertmusik brachten. Wir
erinnern nur an die Phantasie „Edelweiß vom
Seinmering“. in der sich Herr Pröll von neuem
als „Trompeter von Rosenheim“ bewährte, wie
ihn Kufslein beim rorigen Konzert der Kapelle
dort nannte; wir erwähnen auch das Marine-Tongemälde
von Thiele und das vaterländische
Potpourri „Wir müssen siegen“ von Urbach.
Die Kapelle leistete in all diesen Nummern
ihr Bestes und fand in lautem Beifall
reichlich Anerkennung. Gute Stimmung löste
auch ein Prolog aus, der, in heimischer Mundart
versaßt, Herrn Oberbaurat Vogel zum Verfasser
hat und durch Frl. Gleißner eine pakkende
Vermittlung fand. Die Begeisterung für
das große Werk, um das jetzt gerungen wird,
wurde noch gehoben durch die zündenden Worte,
mit denen Herr K. Oberregierungsrat Koch
auf den großen Sieg hinweisen konnte, den deut
sche, vorab bayerische und österreichisch-ungan
rische Truppen über die Rumänen bei Hermannstadt
errungen haben.
Den zweiten Teil des Abends bestrit in der
Hauptsache Herr Michl Kämpfel, der für seine
Darbietungen diesmal besonders gut bei
Laune war. Sein „Chor der Frauen am Marktplatz"
(„Wander, ach Wander"), Pin „Jeremias
Jammermcier im Krieg oder Der Kriegspessimist“,
sein „Kriegswinter 1916-17“ und
„Der Kare als Diplomat“ werden so schnell
nicht vergessen werden, aug nicht die Ehewerbung
am Schlusse seiner „Kriegsgstanzl“. Herr
Kämpfel hatte damit die beifallsfreudige Versammlung
ganz auf seiner Seite. Endlich bot
er noch bessichene riegelieder, und freudig
stimmte man ein, als um 11,55 Uhr sein Wied
„Die deutsche Sommerzeit“ gesungen wurde.
Seibstverständlich wurde auch, der eigentliche
ienasrag, o. Oroper JAw##
Jweck des Abends nicht vergessen. Jungmödchen
stellten sich in den Dienst der Sache Uno vertauften
eifrig Gedenkzeichen und Postkarten,
welche der Kasse einen hübschen Ertr zuführten.
Der ganze Abend. für den 4 ert
Bach gut gesorgt hatte, hinterließ den schönsten
Eindruck. Der Flottenverein haf rect getan,
den Komerlabend als Einleitung des Opfen
tages zu veranstalten. "
(Schluh folgt.)
Der Weletrieg.
# ##esafs.
WIB. Großes Hauptquartiet, den
2. Oltober, vormittags. Amtlich.
WMestlicher Kriegsschanplag.
Front des Generalfeldmarschalls
Kronprinzen Rupprecht v. Vayern.
Auf dem Schlachtseld nördlich der Somme
wieder ein Großkampftag!
Auj über 20 km breiter Front zwischen Thiepval
und Rancomt brachen die Engländer und
Franzosen nach äußerster Sieigerung ihres Vorlereitungeeuers
zum Angriss vor. Vorstürmend
erfuhren sie bereits durch unser gut geleitete Artillerie
blutige Abweisung. Einzelne Abteilungen
unterlagen in erbitlertem Nahlampfe unserer
unerschütierlichen Infanterie.
Hart nördlich der Somme wurde ein franz.
Te#enzen abdgeschlagen. Die Schlacht dauerie
die Nacht hindurch sort und ist noch in vollem
Gange. Südlich der Somme teilweise lebhafter
Artillerielampf.
Front des deutschen Kronprinzen.
Rördlich von Le Mesnil (Champagne) brachte
eine deutsche Erkundungsabteilung auf einer
gut gelungenen Unternehmung einen Offtzier
und 38 Mann gefangen ein. ·
Militärische Anlagen von Calais wurden von
einem unserer Luftschiffe angegriffen.
Oestlicher Krieg-scanxlan.
Heeresfront des Generalfeldmar-
schalls Prinzen Leopold o. Bayern.
Westlich von Luck nimmt die Feuertätigleit
siändig zu. Anläufe zu feindlichen Angin
erstidten in unserem Sperrfeuer. Auch die Ver ·
suche der russischen Artillerie, die Infanterie
durch ihr auf die eigenen Schützengräben gerlchtetes
Fener vorzutreiden, änderte hieran nichte –1
Bei Woynin entspannen sich kurze Nahlämpfe
Der von Generalleutnant Melior geführte
löernenkag führte zur Wiedereroberung der von
den Russen am 30. September genommenen
Stellung nördlich der Graberka. Der Feind
ließ über 1.500 Gefangene in unserer Hand.
Seine Versuche, uns wieder zurückzuwerfen, sind
ebenso wie seine erneuten Angriffe beiderseits
der Bahn Brody Lemberg gescheitert, wobei über
200 Gefangene eingebracht wurden.
Kront des Generals dar Kavallerio?
Erazberaog Karl.
Der Kampf östlich der Zlota-Lipa um ein,
zelne, von den Russen genommene Stellungen
nimmt seinen Fortgang.
Kriegsschauplatz in Siebenbürgen.
Beiderseits des Or. Kolel haben die Rumäanen
Gelä##b# gewonnen. Bei und nördlich
von Orsova hatten Angriffe unserer Verbündelen
Erfolp. Im Hößinger-(Haszeger-) Gebirge
wurden seindliche Angriffe beiderseits des
Strell. (Strigy.) Tales abgeschlagen. Die Oboroka.
Höhen wurden von österreich-ungarischen
Truppen genommen.
Balkankriegsschauplatz.
Heeresgruppe des General-Feldmarschalls
v. Mackensen.
Südlich von Bukarest haben feindliche Truppen
auf dem rechten Donau-Ufer Fuß gefaßt.
Süowestlich von Tobraisar wurden Ingriffe des
Gegners abgewiesen.
. Mazedonische Front.
Der heftige Kampf am Kaimakala#n dauert
an. Nordwestlich des Tahino.- Sees werden auf
das öflliche Struma-Ufer vorgedrungene englische
Abteilungen angegriffen.
Der erste Genetalquartiermeilster:
Lubendorff.
Its
Die Versprechungen an Rumänien.
Genf, 2. Okt. Im „Journal de Geneve“
enthüllt der Bukarester Deputierte und Universitätsprofessor
Basilesci, daß Rumänien nur
nach Erfüllung von nachstehenden Bedingungen
eingewilligt habe, der Entente beizutreten: 1.
Mußten die Alli#erten den Rumänen garantieren,
daß ihr Territorium unangetastet bleibe u.
daß sie alle Neuerwerbungen behalten dürften.
2. Daß die Entente mit nollen Kräften den
—