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Unterhändler des Erzherzogs wünschten es nicht, dass
von diesen gesonderten Unterhandlungen Kenntniss an
die Gesammtheit der Städte gelange; es sollten eben
solche Sonderunterhandlungen werden, wie sie die kaiserliche
Politik so oft angewendet hat. Und allerdings,
sie blieben nicht erfolglos. Einige der grössten Städte
gerade wurden vollkommen gewonnen. Der Gesandte
Frankfurts, der sich nicht umstimmen liess, meldet mit
Indignation seinem Rathe, dass Nürnberg behaupte, nie--mals
bindende Erklärungen gegen das Regiment abgegeben
zu haben. Ein Jeder suche eben seinen Nutzen,
setzt er bitter hinzu: wahrscheinlich war die Stadt vom
Erzherzog durch Vorstellungen der Ehre und des Nutzens,
den sie durch das Regiment genösse, gewonnen worden.
Auch Ulm zeigte sich widerspänstig in den Städteverhandlungen.
Ebenso wurde Augsburg für Weitererhal- -
tung des Regimentes gewonnen. So war eine nicht zu
unterschätzende Bresche in die Einmüthigkeit der Städte
gelegt. — Das Regiment liess sich damals ganz in dem
Sinne der Sonderverhandlungen vernehmen. Am 26. Februar
richtete es an die Städte geradezu die Anfrage, ')
ob denn alle Städte in die Beschwerden gegen das Regiment
gewilligt hätten, und welche von ihnen sie noch
aufrecht erhielten. Als die Städte darauf antworteten,
allerdings sei das Vorgetragene die Meinung ihrer Gesammtheit,
gab das Regiment eine Zurückweisung der
ihm gemachten Vorwürfe, ?) doch mit dem Zusatze, diebruar
und 5. März. Fr. RTA. 40. fol. 14. 17. Ueber Augsburg
Hannart in seinem zweiten Berichte, Lanz I, p. 128: die Städteboten
seien die schwierigsten in betr. der Unterhaltung des
Regiments; toutesfoiz la ville Dausbourg en cestuy endroit
sest demonstre la plus voluntaire. Wir erinnern uns daran,
dass die Regelung der Monopolangelegenheit in die Hände
Ferdinands und Hannarts gelegt worden war (kais. Proposition).
Augsburg musste deshalb ihnen entgegenkommen.
1) Anfrage und Antwort. Fr. RTA. 89. fol. 269.
2) Fr. RTA. 39, fol. 332—837.