Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1840. (17)

 

 

IAM  —□  Sonntag,  25.  Jult  191#

der  Klein=  und  Mittelbrauer  für  die  Gerste  Häusern  des  Postbezirkes  melden  sich  „Leid-  Standmusik.  Sonntag,  25.  Juli  1915,

Bosnührung  und  Bletstage.  auslömmliche  Höchstpreise  festgesetzt  werden.  Alo  ragende“.  Die  beiden  Diebe  wurden  in  das  Marktplatz  11  12  Uhr.  Programm:  1.  „Musmünchen,.
  23.  Juli.  naturliche  Folge  hieraus  ist  die  Festsetzung  von-iesige  Amtsgerichtsgesängnis  eingeliefert.  sinon-Marsch“  von  Carl.  2.  „Lustspiel-Ouver--r

  Höchstpreisen  auch  für  t  eile  .  lüre“  von  Keler-Beé.  Z.  „Ständchen“.  (Tram-Der

  Bayer.  Landwirtschaftsrat  beschäftigle  liche  Maßnahme.  Die  Ver  eilung  der  Braugerste  ba-Solo)  von  Schuberl.  4.  „Morgenblätter
sich  in  seiner  Sitzung  vom  22.  Juli  mit  ver-  wolle  zweckmäßig  der  bereits  ins  Leben  geru-  Oetssammesstelle  u#  EClebesgaben  Walzer“  von  Strauß,  5.  „Krieg  und  Sieg.“

schiedenen  Fragen  der  Vollsernährung.
Die  neue  Ernte.

Zum  Vollzug  der  Bunderalsverordnung
vom  28.  Juni  1915  betreffend  die  Verwendung
  der  neuen  Ernte  stellte  Landesölonoinierath
  Beckh  folgenden  Antrag,  der  unter  Würdigung
  aller  einschlägigen  Punkte  nach  einer
eingehenden  Aussprache  einstimmige  Annahme
sand:  „Nachdem  sich  erfreulicherweise  ein  gro
serer  Ueberschuß  an  Brotgetreide  aus  dem
Erntejahr  1914  15  ergeben  hat.  ist  an  die  K.
Staatsregierung  das  Ersuchen  zu  slellen,  dafür
wirlen  zu  wollen,  J.  daß  im  neuen  Erntejaler
sofort  eine  reichlicher:  Zuteilung  von  Brot  und
Mehl  mindestens  400  Gr.  Mehl  für  Kopf
und  Tag  insbesondere  an  die  schwer  arbeilende
  Bevölkerung  und  eine  entsprechend  höhere
Jumessung  von  Brotgetreide  an  die  Selbstversorger
  stattjindet.  II.  daß  die  Vermischung
von  Weizenniehl  und  Roggenmehl  nicht  mehr
erforderlich  il,  sondern  Miizen-Kriegsmehl  und
Roggen  Kriegsmelll  lergestalllt  wird,  wobei  die
Streckung  durch  Zusatz  von  Gersienmehl  gestattet
  bleibt.  III.  daß  für  eine  bessere  Beffric:
digung  des  ökrischbedarfs  der  Bevölicrung  dur.h
Beschaffung  gecigneter,  billiger  Kraftjullermil.
lel  für  die  viehhaltende  n  und  viehmästenden
Landwirte  Sorge  getragen  wird.  In  letier
Beziehung  wäre  neben  anderen  Maß  znabhten
Insonder-  in  Auesicht  zu  nehmen:  1.  die  /dlen:
ere  Reinigung  des  beschlagnahmien  Getreid
vor  der  Uebernahme  seilen  der  Kommunniv.:
bände  behzis  Ausschbidung  der  kleinen
#lrochnelten  Körner  bis  zu  17  v.  H.  und  dis
„reigale  des  so  erhaltenen  Pinteriornes  an  2#
liesernden  Landmirle  zur  Ve  erun  #skceinng.  2.  eins
geringere  Ausmahlung  des  Brolgetreider,  X2
daß  nur  7½  u.  H.  Brolmehl  gejogen  und  26#
sonach  anfaliende  Jutlermelll  und  die  Kleie  v###
Landwirtschaft  zu  r  n  Getreidepreisen  entspre

chenden  Säten  z##r  Verfügung  gesieilt  und

Zuiatzantrag  Reinn  enisprrechend  der  Anlie
ferung  von  Getreide  seiens  der  Kommunat
verbände  auc,  den  Mitgliedern  der  betlres  en
den  Bezirles  zugeteilt  mird.  J.  Eine  Verdopelung
  der  täglichen  zuzumessenoen  Hafserration

Vor

an  Pserde!“  Milglied  Gutsbesitze  Benee
(Oberfranken  suelite  den  Antag:  „Der  Bun

desral  molle  die  Vermahlung  des  neuen  Bre
gelreides  schon  vor  dem  15.  Auguit  gestatie.  .
spätesiens  vom  1.  August  ab.  da  die  Seloit
versorger,  die  leine  Brotmarken  beziehen  und
die  nur  bis  zum  15.  Augustl  mit  Brot  de
sehen  sind,  am  15.  August  von  Nahrungsi.ii:
lein  vollständig  entblößt  dastelfen,  weil  d#h,
die  Karkoffelvorräte  bis  dahin  ebensalls  augebraucht
  sein  werden.“  Der  Antrag  sand  ein
slimmige  Annahme.
'  I  I  I
Die  Vierfragr.
Oelonomicral  Steininger  ernattels  alze
Bericht  uber  vie  gegenwärtig  allleilig  behand:
Krage  der  Vollsernahrung  unue:  besonderer  B.
rucksichtigung  der  Bierfrage.  Die  letztere  isi  #
die  bayerischen  Verhällnisse  inronnero  zur
jenzigen  Erntezeit  überaus  einschneidend.*
Reserenten  Antrag,  der  einftimmige  Annal#ne

(Jiss.  1  bezu.  Annahme  mit  großer  Mehr
heit  („zil  sand.  laulel:  „I.  Es  sei  die
K.  Staater#:#  i  wind  zu  ersuchen,  beim  Bunderalt

  mit  allen  A#ltein  darauf  hinzuwirlken,  den
unter  Freigabe  der  vorhandenen  Maiz-  und
(Gersitenvorräte  für  biesen  ##  dus  Konlinger::
der  banerischen  Braukrer.,  zu:  soviel  er
wird,  daß  damit  das  vh  e#r  Deeresberk
lung  beschlagnahmte  OQuantum  Vier  wieder  er
setzt  und  ergänzt  werden  lann,  da  in  Banern
das  Bier  sreziell  für  die  schwerarbeitende  Ve#-völlerung
  ein  Volksnahrungsmittel  bildet.  V
soll  jerner  darauf  hingewirkt  werden,  daß  vou

Kontingent  des  4.  Quartals,  soweit  nötig,  ein
Teil  auf  das  J.  Quartal  übergeführt  werden
lann.  Außerdem  möge  von  den  stellvertreten
den  Generalkommandos  veranlaßi  werden,  daß
die  Landbrauereien  während  der  Erntezeit  fur
Deereslieferungen  möglichst  wenig  herangezogen
merden.  Während  der  Kriegszeit  soll  die  Her
stellung  von  Starlbier  untersagt  werden.  Es
soll  die  Vermälzung  der  neuen  Gerste  soba!?!
als  möglich,  noch  vor  dem  1.  Oltober,  stattfin
den  und  zum  Brauen  verue#ndet  werden  dur
sen  (Zusatzantrag  Beckh.  2.  Fur  den  Fall,
daß  die  unter  Ziffer  1  beantragle  Kontingents
erhöhung  nicht  zu  erreichen  ist,  sollen  mil  tun
lichsier  Beschleunigung  Biertarten  eingeführt
werden,  wobei  eine  Differenzierung  nach  lör.
perlicher  Anstrengung,  sowie  nach  Alter  und
Gesschlecht  erfolgen  soll.  Die  Bierlarten  solien
übertragbar  sein.  Mit  der  Ausgabe  derselben
sollen  die  Gemeinden  betraut  werden.“  Einstimmige
  Amahme  fand  weiterhin  der  mit  der
oben  genannten  Frage  im  engsten  Zusammenhang

  stehende  Antrag  des  Mitgliedes  Oelondmierat
  Hohenegg,  der  solgendermaßen  lautet:

„Da  die  Stellungnahme  des  Bundesrates  zu
den  Höchstpreisen  noch  nicht  bekannt  ist,  beantragt
  der  Landwirtschoftsrat  aus  Gründen  der

 

 

Vorsicht,  daß  zum  Zwecke  einer  Hintanhaltung
ungensbulich  goher  Büezpreile  und  zum  Schuts

senen  Banyerischen  Futtermittelverteilung  G.  m.
b.  H.  übertragen  werden.“  Die  Anträge  der
beiden  letztgenannten  wichtigen  Verhandlungsgegenstände
  werden  alsbald  der  zuständigen
Staatsstelle  zugeleitet.

Eaqgreiche  Lacheiqien

Tandeshut,  23.  Juli.  Prachtvoll  steht  heuer
zum  großen  Teil  unser  Getreide.  Emsig  ist
man  daran,  früher  als  sonst  Korn  und  Weizen,
  die  guten  Körnerertrag  versprechen,  in
die  Scheunen  zu  führen,  Hafer  und  Gerste,  an
manchen  Orten  elwas  zurückgeblieben  im  Halm,
versprechen  ebensalls  einen  teilweisen  guten  Ertrag
  der  Körner,  salls  das  Wetter  weiter  günstig
  ist.  Auch  Kraut  und  Kartoffeln,  denen
der  letzte  Regen  gut  bekam,  lassen  auf  gute
Ernte  hoffen.  Mit  den  Daheimgebliebenen
schassen  tätig  viele  Ernteurlauber  und  insbesondere
  ablommandierte  gesangene  Franzosen.

Hfaffenhofen,  23.  Juli.  Das  Verbot  des
Eicrauflausens  durch  Händler  ohne  Erlaubnisschein
  hat  bereits  seine  guten  Wirkungen  gezeigt.
  Während  bisher  am  Wochenmarkt  neun
Eier  1  Mark  kosteten,  gab  man  dieser  Tage
11  Stück  um  1  Mark.

Geerzlande.

Kufstein,  23.  Juli.  Zu  denen,  die  seit  Beginn
  des  Krieges  in  nicht  erlahmender  Weise
durch  mitsühlende  Hilfsbereitschaft  für  unsere
Soldaten  einstehen,  zählen  auch  das  Kufsteiner
Kriegefürsorgeamt  unter  Leitung  des  Herrn
Lippott  und  der  Ortegruppe  Kufstein  vom
Roten  Krenz  (Präsidentin  Frau  Bürgermeiller
Egger).  Kein  Truppentransport  ist  hier  durchgelommen,
  der  nicht  von  den  österr.  Fürsorge
srellen  mit  erfrischenden  Getränken,  namentlich
Tee,  Limonade  und  Nauchzeug  aller  Art  bedacht
  worden  wäre.  Ferner  ist  dem  deutschen
Alpenkorps  ein  Teil  des  Ertrages  des  Tabalund
  Zigarrentages  zugewiesen  worden.

Bereliches  Dberienb.

Bad  Aibling,  23.  Juli.  Die  Innungen  des
Bezirks  Aibling  versammeln  sich  am  Sonntag,
den  25.  Juli,  nachmittags  3  Uhr,  im  Saale  des
Schuhbräukeller#s.  U.  a.  steht  die  Organisation
des  Handwerkts  für  Heeresliefserungen  und  die
Gründung  eines  Innungsausschusses  der  vereinigten
  Innungen  des  Bezirkes  auf  der  Tagesordnung.


Bad  Aibling,  23.  Juli.  Die  Gemeindebevollmächtigten
  beschäftigten  sich  am  22.  Juli
mit  dem  Gemeindevoranschlag  für  1915.  Nach
den  einzelnen  Ponen  beziffern  sich  die  Einnah-=men
  und  Ausgaben  des  Etats  der  Kommunallasse
  auf  113  949  Marl.  Das  Steuersoll  beträgt
  43  455  Mark.  Von  den  Ausgaben  treffen
25  Proz.  auf  Armenlasten,  45  Proz.  auf  Schui
zwecke  und  110  Proz.  auf  Gemeindezwecke.  Das
neue  Krantenhaus  beansprucht  eine  Verzinsung
von  5000  Mark.  Die  Unterstützungen  für  die
Kriegerfamilien  werden  durch  Neueinberufungen
  immer  höher.  Um  diese  Mehrausgaben
leiten  zu  können,  hat  der  Magiitrat  eine  Erhöhung
  der  Umlagen  von  160  auf  180  Proz.
für  das  Jahr  1915  beschlossen.  Bei  der  Abstimmung
  wurde  dem  Magistratsbeschluß  im
Prinzip  mit  15  gegen  3  Stimmen  zugestimmt;
jedoch  wünscht  das  Kollegium,  dir  Gemeindeumlage
  bei  160  Proz.  zu  belassen  und  20  Proz.
außerordentliche  Kriegszulage  für  das  Jahr
1915  zu  erheben.  Diesem  Anttag  tritt  das
Kollegiu#i  einftimmig  bei.

Großhöhenrain,  23.  Juli.  Bei  einem
Mühlbeiitzer  in  hiesiger  Gegend  lam  der  jedensalls
  seltene  Fall  vor,  daß  ein  Pferd  wegen
  Anhenfung  von  Steinen  im  Magen  geschlachtet
  werden  mußte.  Der  gröhte  von  diesen
  teinen.  die  sich  selbst  bildeten,  wog  zirka
9  Pfund;  im  Ganzen  waren  etwas  über  13
Pfund  Steine  im  Magen  des  noch  wertvollen
Tieres  vorhanden.

Bruckmühl,  23.  Juli.  In  den  letzten  Nächten
  wurden  einem  Bauern  in  Waidach  bei
Bruckmühl  eine  Anzahl  Hühner  gestohlen.  Die
Diebe  schlachteten  die  Tiere  an  Ort  und  Stelle
ab.  Ebenso  wurden  in  Adlfurth  nächst  Weihenlinden
  aus  einem  Oekonomiehause  mehrere
Hühner  gestohlen.

Miesbach,  23.  Juli.  Zum  50jähr.  Dienftjubiläum
  des  verdienten  Bezirksoberlehrers
Maier  in  Miesbach  veranstaltete  die  dankbare
Gemeinde  eine  Feslfeier  und  verlieh  dem  beliebten
  Jubilar  das  Ehrenbürgerrecht.

Wasserburg,  23.  Juli.  Die  für  Bier  angeordneten
  Höchstpreise  werden  wieder  außer  Wirksamkeit
  gesegzt.

Burghausen  a.  S.,  2.  Juli.  Zwei  Lirbesgabenmarder
  wurden  in  Racherting  verhaftet:
  Der  dortige  Postbote  und  der  Paseillion,
beide  erst  20  Jahre  alt.  Bei  der  Untersuchung
wurden  unterschlagene  Briefe,  Karten,  Zeitungsgelher
  und  Naae  gefunden,  Faß  aus  allen

 

 

 

 

Rathaus,  Zimmer  Nr.  16.

Wir  erneuern  unsere  Bitte  um  Liebesgaben,

auf  die  wir  vor  8  gen  in  eindringlicher
Weise  winhewiee  ken,  All  die  Kleinigkeilen,
  wie  Sock  Taschentücher,  Handtücher,
Waschlappen,  7*  Salicyltalg,  Bürsten.  und
Spiegel,  Messer  und  Lössel,  Briefpopier,  Blei.
stäft,  Notizbuch,  aber  auch  Zucker,  Dörrobst,
Schobolade  und  Erfrischungspastillen,  sowie  zZigarren,
  Zigaretten,  Rauch=  und  Schnupftabal,
Spielkarten  und  Mundharmonikas  sind  bei  un
seren  lapferen  Truppen  im  Felde  hochwilllon:
men,  und  diese  Liebespalete  mit  Inhaltsan
gabe  sehr  erwünscht.

Die  Nähnachmittage  der  Weißen  Woche  im
Hotel  Greiderer  werden  am  nächsten  Montag,
Dienstag,  Mittwoch  vorläufig  zum  letztenmal
stattfinden.  Bei  dem  schönen  Wetter  ist  die
Gartenarbeit  nützlicher  als  Näharbeit,  die  auch
in  der  schlechten  Jahreszeit  gemacht  werden
lann.  Allen  Helferinnen  einstweilen  vielen
Dank  und  im  Herbst  zu  fleißiger  Winterarbeit
auf  Wiedersehen.

Esialsachrimies.
Rosenheim,  24.  Juli.

Aus  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
Martin  Schwmeiberer,  echem.  Fröschlsohn  von
Haus  bei  Nußdors.  Unterossifier  im  13.  In
fanlerier  egiment:  Joseph  Schauberger,  Gül
lerssohn  in  Westerndorf  bei  Schloßberg,  Sol
dat  im  13.  Insanterieregiment;  Joseph  Schul
ler,  k.  u.  I.  Leutnant  im  Landsturm-  Juf.  Nen.
Nr.  2,  seit  18  Jahren  Beamiter  und  Leiter  der
Sägerei  der  Marmor-  Judustrie  RKiefer  A.  .
in  Kiefersselden;  Franz  Barlime,  Juzipient  an
Rentamt  Wasserburg,  gestorben  an  Lungenen:
zündung  im  Garnisonslazarett  Augsburg;  A!
bert  Rott,  Hausbesitzerssohn  aus  Harthausen,
Ers.-Res.  im  1.  Res.-IJns.-Reg.;  Alois  Huber,
Hosmeisterbauerssohn  von  rn-  Pfar
rei  Griesstätt,  Juf.  im  16.  Juf.-Reg.;  Mar
Obbacher,  Keindlbauerssohn  von  Schmidin  g.
Pf.  Traunwalchen,  Soldat  im  18.  Res.«  Ini.

 

Reg.;  Hermann  Bauer  aus  Traunstein,  Land
wehrmann  im  1.  Landw.-Iuf.-Neg.;  Ignaz

Herrles,  Gastwirt  zum  „Blauen  Anger“  in  Bergen,
  Soldat  beim  k.  I.  Feldjägerbataillon;  Jo
hann  Maier,  Schusterbauerssohn  von  Höpper
ding  (Trannstein),  Soldat  im  18.  Nes.-Jus.
Negiment.

Auszeichnungen  im  Zelde.
serne  Krenz  1.  Kl.  wurde  dem  Oberleutnant
Ahrn.  v.  Schacky  auf  Schonfeld  des  Jus
Leib  Reg.  und  dem  Leutnant  Döhlemann  de:
3.  Inf.Reg.  verliehen.

Vom  Fahrplan.

Das  cCi

Von  zuständiger  Steil

wird  uns  mitgeieill,  daß  am  Sonntag,  .-Jnli.wicderdchchmJnnwesdncnig


Nr.MGvonNofenlzcisnnachM.::
ycnybiznrUlbfcriiqnnqannqtRosenhxi.n
ab  8.15  Uhr  abends,  Muiincen  Hbj.  an  .
Uhr  abends.  Der  Zug  häli  unterwegs  nur
in  München-Obf.  an.

Gegen  fireunende  Schulkinder.  De
Lokalschulinipektion  Bad  Aibling  veröffentiic
solgende  Betanntmachung:  „Die  Lokalschulin
spektion  gibt  bekannt,  daß  ab  Dienstag,  den
27.  Juli,  nachm.  1  Uhr,  alle  jene  schulpflichti.
gen  Knaben  der  Vollöhauptschule  Bad  Aiblin,
die  zuhause  teinerlei  Beschäftigung  haben,  oder
der  noligen  Aussicht  entbehren  und  deshaid
versuch!  sind,  herumzustreunen  und  auf  allerlei
schlimme  Streiche  zu  versallen,  am  Spielplatz
vor  der  prolestantischen  Kirche  sich  sammein
sollen,  woselbst  sie  unter  geeigneter  Aufsicht
entsprechend  beschäftigt  werden.“  Dieses  Vorge
hen  ist  zu  begrüßen  und  verdient  Nachahmung.

ter  Zug

Zur  —N  der  Höchstpreise  fur
Milch.  Das  stello.  Generallommando  des  1.
A.-K.  teilt  mit:  Einige  Tageszeilungen  heben

  die  Nachricht  gebrachl,  daß  das  siellv.  G

nerallommando  Höchstpreise  für  Milch  fesig:

setzt  habe.  Richtig  ist  nur,  daß  von  Seilen

der  Allgäuer  Milchproduzenten,  Käser  und
Großhäudler  beim  stello.  Generallommando  angeregtl
  wurde,  Höchstpreise  für  Käsereimilch,
Käse  und  Butier  für  Produzenten  und  Grobhändler
  in  der  von  den  Zeitungen  angegebenen
Höhe  festzusetzen.  Eine  Entscheldung  üÜber  diesen
  Antrag  ist  noch  nicht  getroffen.

Mustk  Thealer.

Konzert  im  otel  „Deutsches
Haus“.  Das  infolge  schlechten  Weiters  am
vergangenen  Sonntag  ausgefallene  Konzert
findet  bei  gutem  Wetter  von  der  30  Mann  slarjen
  Kapelle  im  Garten  und  Wintergarten  am
Sonntag,  den  25.  Juli,  abends  8  Uhr,  bestimmt
statt.  Bei  anhaltend  schlechtem  Wetter  wird  das
aus  der  Kapelle  zusammengestellte  Künstlerstreichorchester,
  welches  bereits  am  vergangenen
  Sonntag  abends  eine  Probe  seines  Könnens
  ablegte,  in  den  vorderen  Räumen  des
Hotels  bei  mäbßigem  Eintritispreis  zu  Gunsten
Der  Hieligen  Kriegsfarlargeltelle  #anzertieren.

 

Großes  patriotisches  Potpourri  von  Seidel-.
6.  „Unter  dem  Doppeladler",  Marsch  von
Wagner.

 

Bergnügunssanzeiger.

Lichtspiele  „Helios“.  Im  Hotel  „Deulscher
  Kaiser“  gelangt  Samstag  und  Sonntag
das  schauspielerisch  großartig  ausgebaute  Lelensbild
  in  3  Alten  „Um  ihres  Kindes  willen“
  zur  Vorführung.  Dieses  vorzügliche  Filmverk
  stellt  das  Schicksal  einer  Mutter  dar  und
ist  hervorragend  ausgestatiei.  Außer  den  neuesten
  Kriegsaufnahmen  sind  dem  Programme
noch  mehrere  erstklassige  Nebennummern  beigegeben.


Städl.  Arbeilsamt  Rofenhelm.

Ofsene  Stellen:  Hier:
zer,  2  Fuhrlnechte,  1  Feldlnecht,  1  Schmied,
Eleltromonteur  auf  Installation,  6  Bauund
  Konstruktionsschlosser,  2  Spengler,  1  jüngerer
  Metzger,  1  Altmetzger,  1  Friseur,  50
Jimmerleute,  1  Hausmeisier,  140  Bahnarbeiter,
1  Hausmagd.  1  Anfangelchin,  Erdarbeiter.  —
Auswärto:  46  Zeldinechte,  5  Fuhrinechte,  2
Unlerschweizer,  7  Schmiede,  4  Wagner,  3
Spengler,  10  Schlosser,  1  Hammerschmied  und
Schleiser,  3  Sattler,  1  Drecheler  und  Schirmmacher,
  8  Schreiner,  3  Schuhmacher,  4  Metzger,
  3  Müller,  8  Vollgang-  und  2  Kreissäger.
1  Schweizerdegen,  21  Maurer,  40  Zimmerleute.
  Erdarbeiter,  40  Stall  und  Feldmägde,
1  Kindemagd,  1  Spulerin,  1  Hausmagd.

Der  Weltkrieg.

"  Die  Rriegslage.

 

1  Stallschwei- 



war  bis  Redaktionsschluß  um  3.15  Uhr  noch
nicht  eingetroffen.
Die  amerikanische  Note.

Berlin,  24.  Juli.  Wie  bereilte  gemeldet,
i  die  Antwortnote  des  Präsidenten  Wilson
geitern  im  hiesigen  Auswärtigen  Amt  durch
den  amerilanischen  Botschafler  überreicht  worden.
  Was  Corm  und  Znhalt  anbetrifft,  so
läht  sich  sagen,  daß  die  Note  nicht  auf  den
vom  Reuter-Bureau  gemeldeten  Ton  abgestimmt
ijt;  sie  bewegt  sich  vielmehr  in  einem  durchaus
  konziliantem  Ton,  wenn  auch  der  Sprache
eim  gewisser  Ernst  anhaftet,  der  durch  die  Sachlage
  geboten  erscheint.  Inhaltlich  betont  das
lecht  umfangreiche  Schrifistück  von  neuem  den
amerikanischen  Standpunkt  und  erörtert  die
Gesichtopunkte,  die  weitere  Verhandlungen  zwischen
  Berlin  und  Mashington  in  keiner  Weise
ausschlichen.  Wenn  somit  die  Antwort  des
Präsidenten  Wilson  weitere  Erorterungen  wünschenewer!
  erscheinen  läßt  und  der  deutschamerikanische
  Notenwechsel  noch  eine  Fortsetzung
sinden  wird,  so  muß  doch  der  erste  Eindruck,
den  man  aus  dem  Schriftstuck  empfängt,  als
wesentlich  gunstiger  angesprochen  werden,  wie
ihn  Neuter  wiederholt  vorausgesagt  hat.  Der
amerilanische  Botschafter  brachte  bei  der  Ueberreichung
  der  Nole  zur  Kenntnis,  daß  die
Erllärungen  des  Präsidenten  Wilson  am  Samslag
  in  Washington  zur  Verösfentlichung  gelaungen
  werden.  Es  ist  daher  anzunehmen,  daß
man  auch  in  Berlin  im  Lause  des  heutigen  Tages
  die  Nole  bekanntgeben  wird.  (3.)

Berlin,  24.  Juli.  In  der  gestern  nachmittag
  im  Auswarligen  Amt  überreichten  amerikanischen
  Antwortnote  erkennt  Amerila  die  ganz
auhergewöhnlichen  Umstände  an,  die  in  diesem
Kieg  zu  der  Verwendung  eines  neuen  Kampfmiltels,
  der  Unterseeboote,  geführt  haben  und
die  nalurgemäß  bei  der  Fesltlegung  des  bisherigen
  internationalen  Abkommens  über  den
Seelrieg  nicht  in  Rechnung  gezogen  worden
seien.  Amerila  werde  seine  Bemühungen  für
die  Freiheit  der  Meere  und  die  Verfolgung
dieses  Zieles  mit  Deutschland  fortsetzen.  Indessen
  stellt  es  sich  auf  den  Standpunkt,  daß
es  Sache  der  Kriegsführenden  sei,  ihre  Unternehmungen
  mit  den  Rechten  der  Neutralen  in
Einklang  zu  bringen,  nicht  aber  sei  es  Pflicht
der  Neutralen,  diese  durch  internationale  Uebereinkommen
  festgelegten  Rechte  na.),  den  Kriegssormen
  zu  wandeln.  Dementsprechend  werden

 

die  in  der  letten  deulschen  Note  neashinn
,  chläge,  eine  Anzahl  uo#n  Schiisen  unter

—

Der  Bericht  aus  dem  Großen  Hauptqueartier

V

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