IAM —□ Sonntag, 25. Jult 191#
der Klein= und Mittelbrauer für die Gerste Häusern des Postbezirkes melden sich „Leid- Standmusik. Sonntag, 25. Juli 1915,
Bosnührung und Bletstage. auslömmliche Höchstpreise festgesetzt werden. Alo ragende“. Die beiden Diebe wurden in das Marktplatz 11 12 Uhr. Programm: 1. „Musmünchen,.
23. Juli. naturliche Folge hieraus ist die Festsetzung von-iesige Amtsgerichtsgesängnis eingeliefert. sinon-Marsch“ von Carl. 2. „Lustspiel-Ouver--r
Höchstpreisen auch für t eile . lüre“ von Keler-Beé. Z. „Ständchen“. (Tram-Der
Bayer. Landwirtschaftsrat beschäftigle liche Maßnahme. Die Ver eilung der Braugerste ba-Solo) von Schuberl. 4. „Morgenblätter
sich in seiner Sitzung vom 22. Juli mit ver- wolle zweckmäßig der bereits ins Leben geru- Oetssammesstelle u# EClebesgaben Walzer“ von Strauß, 5. „Krieg und Sieg.“
schiedenen Fragen der Vollsernährung.
Die neue Ernte.
Zum Vollzug der Bunderalsverordnung
vom 28. Juni 1915 betreffend die Verwendung
der neuen Ernte stellte Landesölonoinierath
Beckh folgenden Antrag, der unter Würdigung
aller einschlägigen Punkte nach einer
eingehenden Aussprache einstimmige Annahme
sand: „Nachdem sich erfreulicherweise ein gro
serer Ueberschuß an Brotgetreide aus dem
Erntejahr 1914 15 ergeben hat. ist an die K.
Staatsregierung das Ersuchen zu slellen, dafür
wirlen zu wollen, J. daß im neuen Erntejaler
sofort eine reichlicher: Zuteilung von Brot und
Mehl mindestens 400 Gr. Mehl für Kopf
und Tag insbesondere an die schwer arbeilende
Bevölkerung und eine entsprechend höhere
Jumessung von Brotgetreide an die Selbstversorger
stattjindet. II. daß die Vermischung
von Weizenniehl und Roggenmehl nicht mehr
erforderlich il, sondern Miizen-Kriegsmehl und
Roggen Kriegsmelll lergestalllt wird, wobei die
Streckung durch Zusatz von Gersienmehl gestattet
bleibt. III. daß für eine bessere Beffric:
digung des ökrischbedarfs der Bevölicrung dur.h
Beschaffung gecigneter, billiger Kraftjullermil.
lel für die viehhaltende n und viehmästenden
Landwirte Sorge getragen wird. In letier
Beziehung wäre neben anderen Maß znabhten
Insonder- in Auesicht zu nehmen: 1. die /dlen:
ere Reinigung des beschlagnahmien Getreid
vor der Uebernahme seilen der Kommunniv.:
bände behzis Ausschbidung der kleinen
#lrochnelten Körner bis zu 17 v. H. und dis
„reigale des so erhaltenen Pinteriornes an 2#
liesernden Landmirle zur Ve erun #skceinng. 2. eins
geringere Ausmahlung des Brolgetreider, X2
daß nur 7½ u. H. Brolmehl gejogen und 26#
sonach anfaliende Jutlermelll und die Kleie v###
Landwirtschaft zu r n Getreidepreisen entspre
chenden Säten z##r Verfügung gesieilt und
Zuiatzantrag Reinn enisprrechend der Anlie
ferung von Getreide seiens der Kommunat
verbände auc, den Mitgliedern der betlres en
den Bezirles zugeteilt mird. J. Eine Verdopelung
der täglichen zuzumessenoen Hafserration
Vor
an Pserde!“ Milglied Gutsbesitze Benee
(Oberfranken suelite den Antag: „Der Bun
desral molle die Vermahlung des neuen Bre
gelreides schon vor dem 15. Auguit gestatie. .
spätesiens vom 1. August ab. da die Seloit
versorger, die leine Brotmarken beziehen und
die nur bis zum 15. Augustl mit Brot de
sehen sind, am 15. August von Nahrungsi.ii:
lein vollständig entblößt dastelfen, weil d#h,
die Karkoffelvorräte bis dahin ebensalls augebraucht
sein werden.“ Der Antrag sand ein
slimmige Annahme.
' I I I
Die Vierfragr.
Oelonomicral Steininger ernattels alze
Bericht uber vie gegenwärtig allleilig behand:
Krage der Vollsernahrung unue: besonderer B.
rucksichtigung der Bierfrage. Die letztere isi #
die bayerischen Verhällnisse inronnero zur
jenzigen Erntezeit überaus einschneidend.*
Reserenten Antrag, der einftimmige Annal#ne
(Jiss. 1 bezu. Annahme mit großer Mehr
heit („zil sand. laulel: „I. Es sei die
K. Staater#:# i wind zu ersuchen, beim Bunderalt
mit allen A#ltein darauf hinzuwirlken, den
unter Freigabe der vorhandenen Maiz- und
(Gersitenvorräte für biesen ## dus Konlinger::
der banerischen Braukrer., zu: soviel er
wird, daß damit das vh e#r Deeresberk
lung beschlagnahmte OQuantum Vier wieder er
setzt und ergänzt werden lann, da in Banern
das Bier sreziell für die schwerarbeitende Ve#-völlerung
ein Volksnahrungsmittel bildet. V
soll jerner darauf hingewirkt werden, daß vou
Kontingent des 4. Quartals, soweit nötig, ein
Teil auf das J. Quartal übergeführt werden
lann. Außerdem möge von den stellvertreten
den Generalkommandos veranlaßi werden, daß
die Landbrauereien während der Erntezeit fur
Deereslieferungen möglichst wenig herangezogen
merden. Während der Kriegszeit soll die Her
stellung von Starlbier untersagt werden. Es
soll die Vermälzung der neuen Gerste soba!?!
als möglich, noch vor dem 1. Oltober, stattfin
den und zum Brauen verue#ndet werden dur
sen (Zusatzantrag Beckh. 2. Fur den Fall,
daß die unter Ziffer 1 beantragle Kontingents
erhöhung nicht zu erreichen ist, sollen mil tun
lichsier Beschleunigung Biertarten eingeführt
werden, wobei eine Differenzierung nach lör.
perlicher Anstrengung, sowie nach Alter und
Gesschlecht erfolgen soll. Die Bierlarten solien
übertragbar sein. Mit der Ausgabe derselben
sollen die Gemeinden betraut werden.“ Einstimmige
Amahme fand weiterhin der mit der
oben genannten Frage im engsten Zusammenhang
stehende Antrag des Mitgliedes Oelondmierat
Hohenegg, der solgendermaßen lautet:
„Da die Stellungnahme des Bundesrates zu
den Höchstpreisen noch nicht bekannt ist, beantragt
der Landwirtschoftsrat aus Gründen der
Vorsicht, daß zum Zwecke einer Hintanhaltung
ungensbulich goher Büezpreile und zum Schuts
senen Banyerischen Futtermittelverteilung G. m.
b. H. übertragen werden.“ Die Anträge der
beiden letztgenannten wichtigen Verhandlungsgegenstände
werden alsbald der zuständigen
Staatsstelle zugeleitet.
Eaqgreiche Lacheiqien
Tandeshut, 23. Juli. Prachtvoll steht heuer
zum großen Teil unser Getreide. Emsig ist
man daran, früher als sonst Korn und Weizen,
die guten Körnerertrag versprechen, in
die Scheunen zu führen, Hafer und Gerste, an
manchen Orten elwas zurückgeblieben im Halm,
versprechen ebensalls einen teilweisen guten Ertrag
der Körner, salls das Wetter weiter günstig
ist. Auch Kraut und Kartoffeln, denen
der letzte Regen gut bekam, lassen auf gute
Ernte hoffen. Mit den Daheimgebliebenen
schassen tätig viele Ernteurlauber und insbesondere
ablommandierte gesangene Franzosen.
Hfaffenhofen, 23. Juli. Das Verbot des
Eicrauflausens durch Händler ohne Erlaubnisschein
hat bereits seine guten Wirkungen gezeigt.
Während bisher am Wochenmarkt neun
Eier 1 Mark kosteten, gab man dieser Tage
11 Stück um 1 Mark.
Geerzlande.
Kufstein, 23. Juli. Zu denen, die seit Beginn
des Krieges in nicht erlahmender Weise
durch mitsühlende Hilfsbereitschaft für unsere
Soldaten einstehen, zählen auch das Kufsteiner
Kriegefürsorgeamt unter Leitung des Herrn
Lippott und der Ortegruppe Kufstein vom
Roten Krenz (Präsidentin Frau Bürgermeiller
Egger). Kein Truppentransport ist hier durchgelommen,
der nicht von den österr. Fürsorge
srellen mit erfrischenden Getränken, namentlich
Tee, Limonade und Nauchzeug aller Art bedacht
worden wäre. Ferner ist dem deutschen
Alpenkorps ein Teil des Ertrages des Tabalund
Zigarrentages zugewiesen worden.
Bereliches Dberienb.
Bad Aibling, 23. Juli. Die Innungen des
Bezirks Aibling versammeln sich am Sonntag,
den 25. Juli, nachmittags 3 Uhr, im Saale des
Schuhbräukeller#s. U. a. steht die Organisation
des Handwerkts für Heeresliefserungen und die
Gründung eines Innungsausschusses der vereinigten
Innungen des Bezirkes auf der Tagesordnung.
Bad Aibling, 23. Juli. Die Gemeindebevollmächtigten
beschäftigten sich am 22. Juli
mit dem Gemeindevoranschlag für 1915. Nach
den einzelnen Ponen beziffern sich die Einnah-=men
und Ausgaben des Etats der Kommunallasse
auf 113 949 Marl. Das Steuersoll beträgt
43 455 Mark. Von den Ausgaben treffen
25 Proz. auf Armenlasten, 45 Proz. auf Schui
zwecke und 110 Proz. auf Gemeindezwecke. Das
neue Krantenhaus beansprucht eine Verzinsung
von 5000 Mark. Die Unterstützungen für die
Kriegerfamilien werden durch Neueinberufungen
immer höher. Um diese Mehrausgaben
leiten zu können, hat der Magiitrat eine Erhöhung
der Umlagen von 160 auf 180 Proz.
für das Jahr 1915 beschlossen. Bei der Abstimmung
wurde dem Magistratsbeschluß im
Prinzip mit 15 gegen 3 Stimmen zugestimmt;
jedoch wünscht das Kollegium, dir Gemeindeumlage
bei 160 Proz. zu belassen und 20 Proz.
außerordentliche Kriegszulage für das Jahr
1915 zu erheben. Diesem Anttag tritt das
Kollegiu#i einftimmig bei.
Großhöhenrain, 23. Juli. Bei einem
Mühlbeiitzer in hiesiger Gegend lam der jedensalls
seltene Fall vor, daß ein Pferd wegen
Anhenfung von Steinen im Magen geschlachtet
werden mußte. Der gröhte von diesen
teinen. die sich selbst bildeten, wog zirka
9 Pfund; im Ganzen waren etwas über 13
Pfund Steine im Magen des noch wertvollen
Tieres vorhanden.
Bruckmühl, 23. Juli. In den letzten Nächten
wurden einem Bauern in Waidach bei
Bruckmühl eine Anzahl Hühner gestohlen. Die
Diebe schlachteten die Tiere an Ort und Stelle
ab. Ebenso wurden in Adlfurth nächst Weihenlinden
aus einem Oekonomiehause mehrere
Hühner gestohlen.
Miesbach, 23. Juli. Zum 50jähr. Dienftjubiläum
des verdienten Bezirksoberlehrers
Maier in Miesbach veranstaltete die dankbare
Gemeinde eine Feslfeier und verlieh dem beliebten
Jubilar das Ehrenbürgerrecht.
Wasserburg, 23. Juli. Die für Bier angeordneten
Höchstpreise werden wieder außer Wirksamkeit
gesegzt.
Burghausen a. S., 2. Juli. Zwei Lirbesgabenmarder
wurden in Racherting verhaftet:
Der dortige Postbote und der Paseillion,
beide erst 20 Jahre alt. Bei der Untersuchung
wurden unterschlagene Briefe, Karten, Zeitungsgelher
und Naae gefunden, Faß aus allen
Rathaus, Zimmer Nr. 16.
Wir erneuern unsere Bitte um Liebesgaben,
auf die wir vor 8 gen in eindringlicher
Weise winhewiee ken, All die Kleinigkeilen,
wie Sock Taschentücher, Handtücher,
Waschlappen, 7* Salicyltalg, Bürsten. und
Spiegel, Messer und Lössel, Briefpopier, Blei.
stäft, Notizbuch, aber auch Zucker, Dörrobst,
Schobolade und Erfrischungspastillen, sowie zZigarren,
Zigaretten, Rauch= und Schnupftabal,
Spielkarten und Mundharmonikas sind bei un
seren lapferen Truppen im Felde hochwilllon:
men, und diese Liebespalete mit Inhaltsan
gabe sehr erwünscht.
Die Nähnachmittage der Weißen Woche im
Hotel Greiderer werden am nächsten Montag,
Dienstag, Mittwoch vorläufig zum letztenmal
stattfinden. Bei dem schönen Wetter ist die
Gartenarbeit nützlicher als Näharbeit, die auch
in der schlechten Jahreszeit gemacht werden
lann. Allen Helferinnen einstweilen vielen
Dank und im Herbst zu fleißiger Winterarbeit
auf Wiedersehen.
Esialsachrimies.
Rosenheim, 24. Juli.
Aus dem Felde der Ehre gefallen:
Martin Schwmeiberer, echem. Fröschlsohn von
Haus bei Nußdors. Unterossifier im 13. In
fanlerier egiment: Joseph Schauberger, Gül
lerssohn in Westerndorf bei Schloßberg, Sol
dat im 13. Insanterieregiment; Joseph Schul
ler, k. u. I. Leutnant im Landsturm- Juf. Nen.
Nr. 2, seit 18 Jahren Beamiter und Leiter der
Sägerei der Marmor- Judustrie RKiefer A. .
in Kiefersselden; Franz Barlime, Juzipient an
Rentamt Wasserburg, gestorben an Lungenen:
zündung im Garnisonslazarett Augsburg; A!
bert Rott, Hausbesitzerssohn aus Harthausen,
Ers.-Res. im 1. Res.-IJns.-Reg.; Alois Huber,
Hosmeisterbauerssohn von rn- Pfar
rei Griesstätt, Juf. im 16. Juf.-Reg.; Mar
Obbacher, Keindlbauerssohn von Schmidin g.
Pf. Traunwalchen, Soldat im 18. Res.« Ini.
Reg.; Hermann Bauer aus Traunstein, Land
wehrmann im 1. Landw.-Iuf.-Neg.; Ignaz
Herrles, Gastwirt zum „Blauen Anger“ in Bergen,
Soldat beim k. I. Feldjägerbataillon; Jo
hann Maier, Schusterbauerssohn von Höpper
ding (Trannstein), Soldat im 18. Nes.-Jus.
Negiment.
Auszeichnungen im Zelde.
serne Krenz 1. Kl. wurde dem Oberleutnant
Ahrn. v. Schacky auf Schonfeld des Jus
Leib Reg. und dem Leutnant Döhlemann de:
3. Inf.Reg. verliehen.
Vom Fahrplan.
Das cCi
Von zuständiger Steil
wird uns mitgeieill, daß am Sonntag, .-Jnli.wicderdchchmJnnwesdncnig
Nr.MGvonNofenlzcisnnachM.::
ycnybiznrUlbfcriiqnnqannqtRosenhxi.n
ab 8.15 Uhr abends, Muiincen Hbj. an .
Uhr abends. Der Zug häli unterwegs nur
in München-Obf. an.
Gegen fireunende Schulkinder. De
Lokalschulinipektion Bad Aibling veröffentiic
solgende Betanntmachung: „Die Lokalschulin
spektion gibt bekannt, daß ab Dienstag, den
27. Juli, nachm. 1 Uhr, alle jene schulpflichti.
gen Knaben der Vollöhauptschule Bad Aiblin,
die zuhause teinerlei Beschäftigung haben, oder
der noligen Aussicht entbehren und deshaid
versuch! sind, herumzustreunen und auf allerlei
schlimme Streiche zu versallen, am Spielplatz
vor der prolestantischen Kirche sich sammein
sollen, woselbst sie unter geeigneter Aufsicht
entsprechend beschäftigt werden.“ Dieses Vorge
hen ist zu begrüßen und verdient Nachahmung.
ter Zug
Zur —N der Höchstpreise fur
Milch. Das stello. Generallommando des 1.
A.-K. teilt mit: Einige Tageszeilungen heben
die Nachricht gebrachl, daß das siellv. G
nerallommando Höchstpreise für Milch fesig:
setzt habe. Richtig ist nur, daß von Seilen
der Allgäuer Milchproduzenten, Käser und
Großhäudler beim stello. Generallommando angeregtl
wurde, Höchstpreise für Käsereimilch,
Käse und Butier für Produzenten und Grobhändler
in der von den Zeitungen angegebenen
Höhe festzusetzen. Eine Entscheldung üÜber diesen
Antrag ist noch nicht getroffen.
Mustk Thealer.
Konzert im otel „Deutsches
Haus“. Das infolge schlechten Weiters am
vergangenen Sonntag ausgefallene Konzert
findet bei gutem Wetter von der 30 Mann slarjen
Kapelle im Garten und Wintergarten am
Sonntag, den 25. Juli, abends 8 Uhr, bestimmt
statt. Bei anhaltend schlechtem Wetter wird das
aus der Kapelle zusammengestellte Künstlerstreichorchester,
welches bereits am vergangenen
Sonntag abends eine Probe seines Könnens
ablegte, in den vorderen Räumen des
Hotels bei mäbßigem Eintritispreis zu Gunsten
Der Hieligen Kriegsfarlargeltelle #anzertieren.
Großes patriotisches Potpourri von Seidel-.
6. „Unter dem Doppeladler", Marsch von
Wagner.
Bergnügunssanzeiger.
Lichtspiele „Helios“. Im Hotel „Deulscher
Kaiser“ gelangt Samstag und Sonntag
das schauspielerisch großartig ausgebaute Lelensbild
in 3 Alten „Um ihres Kindes willen“
zur Vorführung. Dieses vorzügliche Filmverk
stellt das Schicksal einer Mutter dar und
ist hervorragend ausgestatiei. Außer den neuesten
Kriegsaufnahmen sind dem Programme
noch mehrere erstklassige Nebennummern beigegeben.
Städl. Arbeilsamt Rofenhelm.
Ofsene Stellen: Hier:
zer, 2 Fuhrlnechte, 1 Feldlnecht, 1 Schmied,
Eleltromonteur auf Installation, 6 Bauund
Konstruktionsschlosser, 2 Spengler, 1 jüngerer
Metzger, 1 Altmetzger, 1 Friseur, 50
Jimmerleute, 1 Hausmeisier, 140 Bahnarbeiter,
1 Hausmagd. 1 Anfangelchin, Erdarbeiter. —
Auswärto: 46 Zeldinechte, 5 Fuhrinechte, 2
Unlerschweizer, 7 Schmiede, 4 Wagner, 3
Spengler, 10 Schlosser, 1 Hammerschmied und
Schleiser, 3 Sattler, 1 Drecheler und Schirmmacher,
8 Schreiner, 3 Schuhmacher, 4 Metzger,
3 Müller, 8 Vollgang- und 2 Kreissäger.
1 Schweizerdegen, 21 Maurer, 40 Zimmerleute.
Erdarbeiter, 40 Stall und Feldmägde,
1 Kindemagd, 1 Spulerin, 1 Hausmagd.
Der Weltkrieg.
" Die Rriegslage.
1 Stallschwei-
war bis Redaktionsschluß um 3.15 Uhr noch
nicht eingetroffen.
Die amerikanische Note.
Berlin, 24. Juli. Wie bereilte gemeldet,
i die Antwortnote des Präsidenten Wilson
geitern im hiesigen Auswärtigen Amt durch
den amerilanischen Botschafler überreicht worden.
Was Corm und Znhalt anbetrifft, so
läht sich sagen, daß die Note nicht auf den
vom Reuter-Bureau gemeldeten Ton abgestimmt
ijt; sie bewegt sich vielmehr in einem durchaus
konziliantem Ton, wenn auch der Sprache
eim gewisser Ernst anhaftet, der durch die Sachlage
geboten erscheint. Inhaltlich betont das
lecht umfangreiche Schrifistück von neuem den
amerikanischen Standpunkt und erörtert die
Gesichtopunkte, die weitere Verhandlungen zwischen
Berlin und Mashington in keiner Weise
ausschlichen. Wenn somit die Antwort des
Präsidenten Wilson weitere Erorterungen wünschenewer!
erscheinen läßt und der deutschamerikanische
Notenwechsel noch eine Fortsetzung
sinden wird, so muß doch der erste Eindruck,
den man aus dem Schriftstuck empfängt, als
wesentlich gunstiger angesprochen werden, wie
ihn Neuter wiederholt vorausgesagt hat. Der
amerilanische Botschafter brachte bei der Ueberreichung
der Nole zur Kenntnis, daß die
Erllärungen des Präsidenten Wilson am Samslag
in Washington zur Verösfentlichung gelaungen
werden. Es ist daher anzunehmen, daß
man auch in Berlin im Lause des heutigen Tages
die Nole bekanntgeben wird. (3.)
Berlin, 24. Juli. In der gestern nachmittag
im Auswarligen Amt überreichten amerikanischen
Antwortnote erkennt Amerila die ganz
auhergewöhnlichen Umstände an, die in diesem
Kieg zu der Verwendung eines neuen Kampfmiltels,
der Unterseeboote, geführt haben und
die nalurgemäß bei der Fesltlegung des bisherigen
internationalen Abkommens über den
Seelrieg nicht in Rechnung gezogen worden
seien. Amerila werde seine Bemühungen für
die Freiheit der Meere und die Verfolgung
dieses Zieles mit Deutschland fortsetzen. Indessen
stellt es sich auf den Standpunkt, daß
es Sache der Kriegsführenden sei, ihre Unternehmungen
mit den Rechten der Neutralen in
Einklang zu bringen, nicht aber sei es Pflicht
der Neutralen, diese durch internationale Uebereinkommen
festgelegten Rechte na.), den Kriegssormen
zu wandeln. Dementsprechend werden
die in der letten deulschen Note neashinn
, chläge, eine Anzahl uo#n Schiisen unter
—
Der Bericht aus dem Großen Hauptqueartier
V
r