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geiz getrieben, hatte gleich mit dem Antritt seiner Regierung
gegen König Philipp IV. von Frankreich einen Krieg erklärt,
dessen Ursache vielleicht mehr in kleinen Geschichten zu suchen
ist, welche der Pabst vier Jahre vorher als päbstlicher Legat
in Frankreich gehabt hat, als in Veranlassungen, welche
Philipp gegeben, oder der Pabst Würde halber nehmen mußte.
Um die Kosten eines mit England entstandenen Kriegs
zu bestreiten, foderte König Philipp Steuren auch von seiner
Geistlichkeit, deren vermeinte Immunitätsrechte Bonifacius
unaufgesodert durch eine Bulle schützen wollte. Die Bulle
schien noch schonend zu seyn, weil sie des Königs Namen nicht
nannte, sondern nur unbestimmt alle Besteurung der Geistlichkeit
*) verbor. König Philipp antwortetr aber sogleich durch
Befehle, welche nach eben derselben scheinbar schonenden Politik
abgefaßt waren, und nannte bei seinem Verbot, Geld
außer Lands zu schicken, Rom nicht ausdrücklich, aber unter
einem allgemeinen Verbot war doch auch Rom mit begriffen.
So wechselten die ersten Stöße und Gegensüöße, aber
nachdem beide Theile sich gegen einander versucht hatten, so
entstand ein kurzer Friede, zu welchem offeubar der Pabst den
Weg gebahnt, den aber eben so offenbar auch der Pabst absichtlich
wieder zu brechen anfieng, als ob in ihm wieder erwacht
wäre, was er bloß auf einige Zeit unterdrückt hatte.
Den Anfang machte die Mißhandlung des päbstlichen Legaren,
des Bischofs von Pamiers, die zwar nicht unverdiente Strafe
der Kühnheit dieses Prälaten war, aber von Bonifacius so hoch
empfunden wurde, wie man nur Beleidigungen eines gekannten
Feindes aufnimmt. Zwischen Pabst und Kbnig entstand eine
Correspondenz, welche weit unter der Würde von beiden war,
und von der Seite des Pabsts die ungemessensten Pabstfode=—
*) wider deren Willen, ((. Planck a. a. O. S. 326) A. b. 5.