thumbs : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 2; Jahrgang 1891. (2)

Portefeuille

traͤger.  „feuilie  Ifölll,  n.,  —#;  —,  uv.  (mit  lautendem
  End-e):  a)  große  Mappe  zum  Aufbewahren
u.  Mit-sich-Führen  v.  Zeichnungen,  Kartons,
Schriftstücken  2c.:  Die  fremden  Maler  mit  großen
P-u.  G.  24,  221;  Ein  historisches  Blatt  ..  nahm  in
den  Pen  des  größten  Formats  seinen  Platz.  27,  367;
30,  274  ff.;  Sie  schloß  die  Blätter  in  ein  Reise-P.
Gubkow  Z.  4,  25  2c.  —  b)  (s.  a)  Ministerstelle  in
Bezug  auf  einen  best.  Verwaltungskreis:  Was
hulfe  mir  ein  P.,  das  ich  4  Wochen  lang  verwaltete?
R.  3,  34;  Minister-P.  foudre  (füd’rl,  m.,  —S;
—#  :  „Blitzträger“,  —  Geschütz,  Kanone.  hache
läschl,  m.,  uv.;  uv.:  Behältnis  für  die  Hacke  eines
Sapeurs  2c.  rcarabine,  m.,  uv.;  uv.:  Karabinen-Holfter,
  ähnlich:  Porte-Mousqueton,  Gewehrholfter
  2c.  „caustique  kkohstif),  m.,  —8;  —:
Röhrchen  zum  Festhalten  des  Höllensteins  2c.  bei
Atz-Operationen  (Portepierre).  clefs  (klel,  m.,
uv.;  uv.:  Kerkerknuecht,  der  die  Schlüssel  hat;
Schlüsselring.  „crayon  kfräföngl,  m.,  n.,  —8;
:  Halter  des  Zeichenstifts.  „croix  lkroäl,  m.,
uv.;  uv.:  Kreuzträger  bei  Processionen  2c.,  auch
ein  hohen  Würdenträgern  der  Kirche  das  Kreuz
Vortragender.  crossfe  (krößl,  m.,  uv.;  uv.:  der
Bischofen  2c.  den  Hirtenstab  Vorantragende.
lettre  slẽtt'rl,  n.,  —s;  —#:  Brieftasche.  malheur
  (malörl,  m.,  —§;  —:  etwas  Unglückverkündendes,
  Unglücksprophet  2c.  manteau  lmangtöl,
n.,  —6;  —#,  —x:  Mantelsack.  monnaie  lmonnäl,
n.,  —s;  —s:  bei  sich  zu  tragende,  verschließ  bare
Geldtasche,  gw.  v.  Leder  über  ein  Stahlgerippe
gespannt.  Gutziom  R.  8,  219;  Wachenhusen  Ev.  86  2c.;
Nicht  viel  größer  als  P.-Kalender.  Lewold  Genf  122
(ogl.  Taschenkalender).  nontre  Imöngretl,  m.,  n.,
—6S  :  Uhrhalter.  „mouchettes  m.,  uv.;  uv.:
Putzscheren-,  Lichtscheren-Teller.  mousqueton
lmusketöngl,  m.,  -;  —:  s.  Porte-Carabine.  pierre
(riärl,  m.,  —6;  —6:  s.  Porte-cCaustigue.  „  respect
(respel,  m.,  n.,  —S;  —#:  Etwas,  das  Respekt  einstößt;
  womit  man  sich  Zudringliche  vom  Leibe
hält  2c.  verge  lwershI,  m.,  uv.;  uv.:  Stabträger,
  der  dem  Priester  den  Stab  vorträgt.  voix
lwoäl,  m.,  uv.;  uv.:  Sprachrohr  (seem.:  Rufer)  #c.
—  Portés,  f.;  —:  Tragweite,  Bereich  eines  Geschützes,
  der  Stimme,  der  Fassungskraft  2c.  —
Horte-pée  2c.i  s.  Perte  2.—  Porteño  (port.  enjo),
m.,  —  ;  —s:  Hafenbewohner.  pöppig  Ch.  1,  77.
—  Portent-um,  n.,  —#s;  -a  s8  24,  2,  n.]:  —
Ostentum;  Predigium.  —  orte-pierre:  s.
Porte  2.  —  Pôrt-er  (engl.),  —#;  uv.  (—s8):  1)
m.:  Lastträger  2c.:  Wie  die  irländischen  P.  die  Mehlsäcke
  transportieren.  Kohl  Irl.  2,  29;  Die  beiden  P.
(Hausknechte).  Gerstächer  NReis.  1,  321;  Bob,  der  P.
ldes  Dampfbootsl.  Uuppius  Surw.  180  2.  —  2)  m.,
n.:  P.  Der  Name  dieser  bekannten  Biersorte  rührt
daher,  raß  sie  im  Anfange  hauptsächl.  v.  den  Londoner
Lastträgern  (p—s)  u.  Arbeitsleuten  getrunken  wurde  2c.
Karmarsch  2,  863;  Der  jetzige  P.  weniger  dunkel  und
weniger  stark  gehopft.  ebd.;  Das  P.,  das  ein  Braunbier
  ist,  aus  braunem  Malze  mit  Zusatz  v.  blassem  u.
gelbem  Malze  (1/8  v.  jedem).  Der  stärkste  P.  ist  das

Portland  315

brown-stout-  lbraunstaut!  P.  Prechtl  2,  138;  P.  heißt
the  heavenly  Is.  d.]  wet,  das  himmlische  Naß.
Gartenl.  16,  170b  2e.;  P.-Bier;  Das  P.=  u.  Gin-Publikum.
  fehl  Engl.  2,  227  „c.  Zeur  (frz.  —ör),
m.,  —#8;  -§,  —e:  Träger  (s.  Portechaise);  Uberbringer,
  Vorzeiger,  Juhaber  v.  Papieren,  —  nam.
auch  v.  Werthyapieren:  Billet  (s.  d.)  —  payable
—  au  lbilse  rejäbl'  o]  p.,  ein  dem  Vorzeiger,  Inhaber
  zahlbarer  Schein;  Werthpapiere  au  p.  kc.
rverge  2c.:  s.  Porte  2.  ôlio  (engl.),  n.,  ;
—6:  Portefeuille.  -i:  s.  Porto.  —  Porti-er  (frz.
rortje),  m.,  —s;  —s:  Thürhüter  (s.  Ostiarius;
Concierge),  ugw.  in  deutscher  Ausspr.  (——,  Reim:
schier).  Blumauer  2,  125  ic.:  Die  P.-Geschäfte
gegen  zudringliche  Loafer  besorgt.  Garlenl.  16,  681b;
P.-Stock;  Zelle  od.  -  Loge  cc.;  auch  (früher  in
der  Walachei):  Der  Groß-  P.,  Ceremönkenmeister.
Globus  12,  294b.  ière  (-Märe),  f.;  —m:  1)  Thürhüterin.
  —  2)  Kutschenschlag.  üodenberg  Sundfl.
,  191  re.,  s.  Ouvreur.  —  3)  ein  Vorhang  vor  —
od.  statt  —  einer  Zimmerthür:  Pn-verdeckte
Thüren.  Gutzkow  Z.  4,  182;  Sammt.  P-u  2cc.  —
Portĩeren,  refl.:  sich  eifrig  für  Etwas  zeigen,
Vorliebe  dafür  hegen:  Man  „pertierte"  sich  für  das
Einfache,  Nasve.  Gutzkom  R.  3,  293  2c.;  im  Partic.:
Für  Etwas  od.  Jemand  portiert  sein.  —  Voôrtic-o
(engl.),  m.,  —s;  —#:  Porticus  (vgl.  Piazza  2).
jus  (lat.),  m.,  uv.;  „se  [8  24,  41:  Säulen-Gang,
  -Halle  rc.  (s.  Hyposthyten;  Nartber;  Stoa);
selten  —  mit  Festhaltung  des  lat.  Geschlechts  —
sem.,  so  bei  Overbe  Pomv.  z.  B.  1,  337  ff.,  vgl.
Wac#rn.  Umd.  11.  —  Pôrti-o  (lat.),  f.  [8  24,  3,
—-önis):  der  auf  den  Cinzelnen  od.  auf  jedes  Einzelne
  kommende  od.  dafür  berechnete  Theil,  Antheil:
  P.  gratilis,  Gnaden-Theil,  -Gehalt;  hereditäria,
  Erbtheil;  legitima,  Pflichttheil;  statuäria,
Pflichttheil  des  überlebenden  Gatten;  virilis,  der
bei  gleicher  Theilung  auf  jedes  Kind  fallende  Erbtheil
  2c.;  Wie  die  alten  Götter  ihre  heiligen  Güter
(r#####KZ,  sacras  p-nes)  hatten.  Ross  Ins.  2,  132.
-5n,  f.;  —-en;  önchen,  lein:  Portio.  Sch.  340  a  2c.,
nam.  oft  in  Bezug  auf  Essen  (vgl.  Ration):  Karl
hatte  bereits  2  starke  Land-Pen  hinter  sich.  Noque#te
Lug  537;  Mund--P.  2c.  —  Dortique  (frz.  —#k),
m.,  -s;  —#:  Porticus.  —  Vörtit-or  (lat.),  m.,
—s;  -Sren  [8  24,  3,  öris):  Hafen-Zöllner:  Ven
den  röm.  publicani  u.  p-es.  Hat3.  22,  356.  —
Dortiun-kel  (lat.),  f.;  —n:  Portiuncula:  Den
P.-Ablaß.  Nieht  NN.  369.  -cula,  f.  [§  24,  11:
Portiönchen,  kleiner  Theil,  —  daher,  als  der
kleinste  Theil  der  Erbschaft  des  heil.  Franciscus:
ein  Feld  bei  Assisi  mit  einer  berühmten  Wallfahrtskirche.
  Dazu:  P.-Ablas,  der  den  Franciskanerklöstern
  nach  kirchl.  Satzung  für  alle  Beichtenden
am  P.-Fest  (2.  August)  zustehnde.  —  Pöôrthis,
pl.  :  Sehr  weite  leinene,  in  die  Stiefeln  gesteckte  Hosen
lder  Kafsuben],  die  sogen.  P.  Globus  7,  235a.  —
Pörtland  (engl.):  geogr.  Name,  bes.:  eine  Insel
im  Armelmeer.  Dazu:  Eine  mehr  homegene  Kalkschicht
  v.  hellweißer  Farbe,  welche  nach  ihrem  Hauptbruchplatze
  den  Namen  des  P.-Steines,  P.-stone