Portefeuille
traͤger. „feuilie Ifölll, n., —#; —, uv. (mit lautendem
End-e): a) große Mappe zum Aufbewahren
u. Mit-sich-Führen v. Zeichnungen, Kartons,
Schriftstücken 2c.: Die fremden Maler mit großen
P-u. G. 24, 221; Ein historisches Blatt .. nahm in
den Pen des größten Formats seinen Platz. 27, 367;
30, 274 ff.; Sie schloß die Blätter in ein Reise-P.
Gubkow Z. 4, 25 2c. — b) (s. a) Ministerstelle in
Bezug auf einen best. Verwaltungskreis: Was
hulfe mir ein P., das ich 4 Wochen lang verwaltete?
R. 3, 34; Minister-P. foudre (füd’rl, m., —S;
—# : „Blitzträger“, — Geschütz, Kanone. hache
läschl, m., uv.; uv.: Behältnis für die Hacke eines
Sapeurs 2c. rcarabine, m., uv.; uv.: Karabinen-Holfter,
ähnlich: Porte-Mousqueton, Gewehrholfter
2c. „caustique kkohstif), m., —8; —:
Röhrchen zum Festhalten des Höllensteins 2c. bei
Atz-Operationen (Portepierre). clefs (klel, m.,
uv.; uv.: Kerkerknuecht, der die Schlüssel hat;
Schlüsselring. „crayon kfräföngl, m., n., —8;
: Halter des Zeichenstifts. „croix lkroäl, m.,
uv.; uv.: Kreuzträger bei Processionen 2c., auch
ein hohen Würdenträgern der Kirche das Kreuz
Vortragender. crossfe (krößl, m., uv.; uv.: der
Bischofen 2c. den Hirtenstab Vorantragende.
lettre slẽtt'rl, n., —s; —#: Brieftasche. malheur
(malörl, m., —§; —: etwas Unglückverkündendes,
Unglücksprophet 2c. manteau lmangtöl,
n., —6; —#, —x: Mantelsack. monnaie lmonnäl,
n., —s; —s: bei sich zu tragende, verschließ bare
Geldtasche, gw. v. Leder über ein Stahlgerippe
gespannt. Gutziom R. 8, 219; Wachenhusen Ev. 86 2c.;
Nicht viel größer als P.-Kalender. Lewold Genf 122
(ogl. Taschenkalender). nontre Imöngretl, m., n.,
—6S : Uhrhalter. „mouchettes m., uv.; uv.:
Putzscheren-, Lichtscheren-Teller. mousqueton
lmusketöngl, m., -; —: s. Porte-Carabine. pierre
(riärl, m., —6; —6: s. Porte-cCaustigue. „ respect
(respel, m., n., —S; —#: Etwas, das Respekt einstößt;
womit man sich Zudringliche vom Leibe
hält 2c. verge lwershI, m., uv.; uv.: Stabträger,
der dem Priester den Stab vorträgt. voix
lwoäl, m., uv.; uv.: Sprachrohr (seem.: Rufer) #c.
— Portés, f.; —: Tragweite, Bereich eines Geschützes,
der Stimme, der Fassungskraft 2c. —
Horte-pée 2c.i s. Perte 2.— Porteño (port. enjo),
m., — ; —s: Hafenbewohner. pöppig Ch. 1, 77.
— Portent-um, n., —#s; -a s8 24, 2, n.]: —
Ostentum; Predigium. — orte-pierre: s.
Porte 2. — Pôrt-er (engl.), —#; uv. (—s8): 1)
m.: Lastträger 2c.: Wie die irländischen P. die Mehlsäcke
transportieren. Kohl Irl. 2, 29; Die beiden P.
(Hausknechte). Gerstächer NReis. 1, 321; Bob, der P.
ldes Dampfbootsl. Uuppius Surw. 180 2. — 2) m.,
n.: P. Der Name dieser bekannten Biersorte rührt
daher, raß sie im Anfange hauptsächl. v. den Londoner
Lastträgern (p—s) u. Arbeitsleuten getrunken wurde 2c.
Karmarsch 2, 863; Der jetzige P. weniger dunkel und
weniger stark gehopft. ebd.; Das P., das ein Braunbier
ist, aus braunem Malze mit Zusatz v. blassem u.
gelbem Malze (1/8 v. jedem). Der stärkste P. ist das
Portland 315
brown-stout- lbraunstaut! P. Prechtl 2, 138; P. heißt
the heavenly Is. d.] wet, das himmlische Naß.
Gartenl. 16, 170b 2e.; P.-Bier; Das P.= u. Gin-Publikum.
fehl Engl. 2, 227 „c. Zeur (frz. —ör),
m., —#8; -§, —e: Träger (s. Portechaise); Uberbringer,
Vorzeiger, Juhaber v. Papieren, — nam.
auch v. Werthyapieren: Billet (s. d.) — payable
— au lbilse rejäbl' o] p., ein dem Vorzeiger, Inhaber
zahlbarer Schein; Werthpapiere au p. kc.
rverge 2c.: s. Porte 2. ôlio (engl.), n., ;
—6: Portefeuille. -i: s. Porto. — Porti-er (frz.
rortje), m., —s; —s: Thürhüter (s. Ostiarius;
Concierge), ugw. in deutscher Ausspr. (——, Reim:
schier). Blumauer 2, 125 ic.: Die P.-Geschäfte
gegen zudringliche Loafer besorgt. Garlenl. 16, 681b;
P.-Stock; Zelle od. - Loge cc.; auch (früher in
der Walachei): Der Groß- P., Ceremönkenmeister.
Globus 12, 294b. ière (-Märe), f.; —m: 1) Thürhüterin.
— 2) Kutschenschlag. üodenberg Sundfl.
, 191 re., s. Ouvreur. — 3) ein Vorhang vor —
od. statt — einer Zimmerthür: Pn-verdeckte
Thüren. Gutzkow Z. 4, 182; Sammt. P-u 2cc. —
Portĩeren, refl.: sich eifrig für Etwas zeigen,
Vorliebe dafür hegen: Man „pertierte" sich für das
Einfache, Nasve. Gutzkom R. 3, 293 2c.; im Partic.:
Für Etwas od. Jemand portiert sein. — Voôrtic-o
(engl.), m., —s; —#: Porticus (vgl. Piazza 2).
jus (lat.), m., uv.; „se [8 24, 41: Säulen-Gang,
-Halle rc. (s. Hyposthyten; Nartber; Stoa);
selten — mit Festhaltung des lat. Geschlechts —
sem., so bei Overbe Pomv. z. B. 1, 337 ff., vgl.
Wac#rn. Umd. 11. — Pôrti-o (lat.), f. [8 24, 3,
—-önis): der auf den Cinzelnen od. auf jedes Einzelne
kommende od. dafür berechnete Theil, Antheil:
P. gratilis, Gnaden-Theil, -Gehalt; hereditäria,
Erbtheil; legitima, Pflichttheil; statuäria,
Pflichttheil des überlebenden Gatten; virilis, der
bei gleicher Theilung auf jedes Kind fallende Erbtheil
2c.; Wie die alten Götter ihre heiligen Güter
(r#####KZ, sacras p-nes) hatten. Ross Ins. 2, 132.
-5n, f.; —-en; önchen, lein: Portio. Sch. 340 a 2c.,
nam. oft in Bezug auf Essen (vgl. Ration): Karl
hatte bereits 2 starke Land-Pen hinter sich. Noque#te
Lug 537; Mund--P. 2c. — Dortique (frz. —#k),
m., -s; —#: Porticus. — Vörtit-or (lat.), m.,
—s; -Sren [8 24, 3, öris): Hafen-Zöllner: Ven
den röm. publicani u. p-es. Hat3. 22, 356. —
Dortiun-kel (lat.), f.; —n: Portiuncula: Den
P.-Ablaß. Nieht NN. 369. -cula, f. [§ 24, 11:
Portiönchen, kleiner Theil, — daher, als der
kleinste Theil der Erbschaft des heil. Franciscus:
ein Feld bei Assisi mit einer berühmten Wallfahrtskirche.
Dazu: P.-Ablas, der den Franciskanerklöstern
nach kirchl. Satzung für alle Beichtenden
am P.-Fest (2. August) zustehnde. — Pöôrthis,
pl. : Sehr weite leinene, in die Stiefeln gesteckte Hosen
lder Kafsuben], die sogen. P. Globus 7, 235a. —
Pörtland (engl.): geogr. Name, bes.: eine Insel
im Armelmeer. Dazu: Eine mehr homegene Kalkschicht
v. hellweißer Farbe, welche nach ihrem Hauptbruchplatze
den Namen des P.-Steines, P.-stone