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in einer Weise erörtert wurden, die mit dem
Geiste der Loyalität, wie er zwischen Verbündeten
obwalten sollte, kaum noch in Einklang
zu bringen war. Die kaiserliche Regierung hat
unter diesen Umständen schon lange mit der
Wahrscheinlichkeit gerechnet, daß im Falle des
Eintrittes des casus foederis Italien sich den
ihm obliegenden Vertragspflichten entziehen
würde.“ Zum Schluß heißt es dann: „Die geheime
Wühlarbeit der Entente und eine läufliche
Presse taten das Ihre, um allmählich einen
Parorismus hervorurufen, den abzukühlen
die führenden Staatsmänner insbesondere
die Minister Salandra und Sonnino
nicht geneigt waren, so sehr sie dazu auch nach
Lage der Verhältnisse imstande gewesen wären.
Auf diesen beiden Männern beruht daher
die ungeheure Verantwortung, Italien die
Schrecknisse des Krieges aufgebürdet zu haben,
während und trotzdem das Land auf friedlichem
Wege eine Befriedigung seiner nationalen
Aspirationen in weitestgehendem Maße erlangen
konnte. Ihnen hat Italien es zu verdanken,
wenn ihm in der Geschichte der Makel
des verächtlichsten Verrats, den die Welt je gesehen
hat, unauslöschlich aufgeprägt sein wird.“
Die Auslassung der „Nordd. Allg. Ztg.“ enthält
noch die Feststellung, daß der Dreibund,
der 1882 gegründet, 1887, 1391, 1902 und
1912 erneuert worden ist.
10,000 Kronen für die erste italien.
Fahn
Wien, 30. Mai. Wie die
fährt, hai Baron Chlumecky 10000 Kronen
für denjenigen österreichischen Soldaten gestis.
tet, der die erste italienische Fahne erbentet. (.3.)
Zur staliinisschen Mobilmachung.
Rom, 30. Mai. Die eingezogenen italienischen
Mecbnerefalee der Jahrgänge 1876
Uio 1882 werden in das Landheer eingereiht.
Der Vatikan im Weltkrieg.
Wien, 30. Mai. Der vatikanische Mitarbeiter
der „Reichspost“ schreibt: Man müsse
ernstlich mit der Moglichkeit rechnen, daß der
Papst sich gezwungen sehen könnte, Rom zu
rerlassen und seinen Sitz in der Schweiz, etwa
in Einsiedeln, aufzuschlagen. Es lassen sich eine
Reihe von Möglichkeiten voraussehen, die den
Papst zur Abreise von Rom zwingen können,
io wie Pius IX. im Jahre 1848, wahrscheinlich
sei aber, daß einem solchen Schritt des
Papstes Italien durch einen Gewaltalt gegen
die Person des Papstes zuvorkommen würde,
um einer inneren Revolution vorzubengen.
Berlin, 30. Mai. Die „Vossische Ztg.“
läßt sich aus Madrid melden: Halbamtlich
wird bestätigt, daß Beratungen zmischen dem
iesigen päpstlichen Nuntius und dem Ködlig
und der Regierung von Spanien stattgesunden
habeen über eine etwaige Verlegung des päpftlichen
Wohnsitzes nach Spanien. Man saßte
hierbei verschiedene Städte, wie Barcelona, Nalencia
und Sevilla ins Auge. Der Königschlug
schließlich das Kloster Escurial vor. Das Angebot
wurde „im Grundsatz“ angenommen, doch
glaubt man nicht, daß eine Uebersiedlung des
Papstes notwendig wird. (3.)
Wien, 30. Mai. Die Nachricht, der Papst
plane, den Vatikan zu verlassen und nach der
Schweiz oder Spanien zu übersiedeln, wird an
hiesiger unterrichteter Stelle als gänzlich unbegründet
bezeichnet. Man sagt, der Papst habe
gar keine Ursache, sich mit solchen Plänen zu
tragen, er denle auch gar nicht daran, Rom
zu verlassen. (8.),
„Reichspost“ er-Die
dallaustaalen.
Die Haltung Rumäniens.
„ 29. Mai. Eine führende Perfönlic
Ke ½ % Industrie, die aus Bukarest zurückgeiehrt
ist, erllärt über die dortige Stimmung.
daß zwar leidenschaftlich in Butarest für die
leilnahme Rumäniens am Krieg gegen Oesterreich-Ungarn
geworben werde, daß aber die
Lage noch vollkommen ungeklär!! sei und daß
auch von der Regierung jeder Aufschluß über die
nächste politische Haltung Rumäniens verweigert
werde. Die Stimmung wechsle von Tag
zu Tag. Es scheine aber, daß die Enscheiduns
W werden soll, bis die erslen Ergebnisse
des italienischen Feldzuges vorliegen
und die militärischen Ereignisse in Galizien zum
Abschluß gekommen seien. (3.
Kopenhagen, 29. Mai. Nach einer Meldung
des „Petit Parisien“ können die Verhondlungen
zwischen Rumänien und Italien mit
dem Dreiverband als gescheitert angesehen werden.
Das Streitobjekt, das die Verständigung
verhinderte, war angeblich die Bukowina. (3.)
Erzberzog Eugen
der Oberkommandierende der Streitkräste gegen
Ilalien.
Stockho lm, 29. Mai. „Rieiny Dein“ meldet
aus Bukarest: Die Truppenverschiebungen
von Jassy und Botosany nach der Karpathengrenze
dauern an. Erhöht ist die Mobilisierung
in der Wallachei. Die russische Dirlomatie arbeitet
energisch in Bularest. Doch betont die
„Nomoje Wremja“ die Zurückhaltung der rumänischen
Regierung. (3.).
Falschmeldungen über Bulgarien.
Sosia, 30. Mai. Die amtliche Agence
Bulgare meldet: In den letzten Tagen brachten
einige Blälter lange und eingehende Darstellungen
über Vorschläge, die der bulgarisihen
Regierung seitens des Dreiverbandes gemacht
worden wären, um die von ihr bis zum gegen
wärligen Zeitpunkt befolgten Richtlinien zu ändern.
Wir sind iu der Erllärung ermächtigt,
daß alle dese Ausführungen erfunden find.
Die Falschmeldungen verfolgen lediglich Propagandazwecke.
(Z.)
Die Türkel im Wellkeleg.
Neue türkische Erfolge an den
Dardanellen.
WITB. Konstantinopel, 29. Mai. Aus
dem türkischen Hauptquartier wird mitgeteilt:
An der Dardanellenfront wurde heute morgen
bei Ariburnn der mittlere Teil der Verschanmigen
des Feindes durch Bajonettangriffe durch
unsere Truppen genommen. Die Verschanzungen
murden von uns für unseren Zweck befestigt.
Bei Seddil Bahr rückie unser rechter Flügel
in dem vom Feinde besetzten Abschniktt ###
Meter gegen die Küste vor. Einer unserer Flieger
wars mit Erfolg Bomben auf die feindlichen
Stellungen bei Seddil Bahr. Das feindliche
Panzerschisf vom Agamemnontyp, das vorgesiern
torpediert und nach Imbros geschleppt
worden ist, i#l verschwunden. Man weiß nicht,
was aus ihm geworden ist. An den anderen
Fronten nichts von Bedeutung.
WE. Konstantinopel, 30. Mai.
Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront
bei Ari Burnu bemühte sich der Feind
vergeblich, uns daran zu verhindern, die im
Zentrum seiner Stellung gelegenen Schützengräben
zu organisieren, die wir genommen hatten.
Bei Seddil Bahr ist der Feind anscheinend
damit beschäftigt, die infolge der Kämpfe vom
23. Mai entstandenen Lücken auszufüllen. Unsere
anatolischen Batterien an der Meerenge
Vombardierten gestern wirksam die feindlichen
Truppen von Seddil Bahr.
Das
Von der Kaukasusfront.
WIB. Konstantinopel, 30. Mai. Die
Agence Milli erfährt aus Erzerum, daß Truprenabteilungen
des linken russischen Flügels aus
ihren Verschkanzungen geworfen wurden und unlter
Zurüdlassung vieler Toten flüchteten. Die
türlischen Truppen erbeuteten eine Menge Gemehre
und Munition.
Die Kriegssitzung des Reichslages.
Berlin, 30. Mai.
Der Reichslag hielt am Sametag eine Kriegssitzung
im eigentlichen Sinne des Wortes ab.
Es standen nur Gegenstände auf der Tagesordnung,
die sich auf den Krieg und vorwiegend
dessen wirtschaftliche Seite bezogen.
Eine ziemlich lebhafte und teilweise erregte
Auseinandersetzung gab es bei dem Bericht der
Budgetkommmsion über verschi:dene Kriegsmahnahmen.
Der Vorsitzende der sozialdemokrati.
schen Fraktion, Abgeordneter Ebert, beuutzte
diese Gelegenheit zu einer teils erjreulichen,
teils recht überflüssigen Erklärung, namens seiner
Partei. Der erfreuliche Teil bestand in
einer scharfen Stellungnahme gegen den von
Jlalien frir ol heraufbeschworenen Angriffs, und
Erob##rnge rien. jodann in dem Belenninio m
dem Jnasionale Standpunkt, den die Partei
am 4. Auguft eingenommen hat. Ebert sagte
. ». tctkctillnqarnlmlalles-nehm
um ien Fri: den lu erhalten, aber Jtalien wollte
den Krieg. Jlalien führt keinen Nerteidigungsrieg,
sonrer? einen Angriffs und Eroberungtrieg.
(Zustimmung." Dieser Ansicht ilud auch
unsere Parteigenossen in Italien. In dieser
Stunde der geste eigerien Gefahr beikennen wir
uns rüdliallles # dem, was wir am 3. Auguft.
und itälerhin erllär! Laben. Wir stehen zu unserem
Moll. (Beisall.) Einmütig wird das
deutsche Voll seine game Kraft einsetzen, um
diefer neuen Gr fahr Herr zu werden und das
Land # beschügen.“
Mit lerhaftem Beifall wurde diese Erllärung
auf allen Selien des Hauses begrüßt.
Der Redner hielt es aber dann für nötig,
den grundsätzlichen Standpunkt seiner Partei
dahin zu betonen, daß sie zwar alle Opfer zur
Vesiegung unferer Feinde bringen, aber von
irgendwelchen Eroberungen nichts wissen wolle
und einen baldigen Frieden wünsche, der aun
im Inner# dem deutschen Volke die Gleichberechligung
auf allen Gebieten bringe. Redner crllärte
u. a.: Wir wenden uns mit aller Entschiedenheit
gegen jene Bestrebungen, welche den
Frieden abhängig machen wollen von allerhand
Eroberungen.
Gegen diese Erllärung wandte sich zunächst
der konsero. Abg. Graf Westarp. Er unterstrick
und unetrschrieb glatt, was tags moor
der Reichs##anzler über alle erforderlichen r2alen
Sicherheiten gegen die Wiederkehr eines Angriffskrieges
gesagt halte. Er ist der Aufssas
sung, daß das Kriegse iel nur erreicht bereen
kann, wenn ausschlieslich die eigenen Inter
sen des Reiches maßgebend sind, und daß wir
auch vor den Gebielserweilerungen nicht zurückschreen
dürfen, welche zur dauernden eicherheit
unseres Landes notwendig sind. Es
solgte bei der Mehrheit im Hause großer Beifall,
bei den Sozialdemokraten wird gerufen:
Lört! Hör
Der nationalliberale Abg. Schiffer siellte sich
mit einer sehr temperamentvollen Red: auf den
Slandpunkt des konservat. Redners. Er rückte
die erfreuliche Seite der soiialdemokratischen Erllärung
in den Vordergrund und meinte, daß
wir keinen Eroberungstrieg führen, aber er 301
in diesem Punkte einen dicken Trennungsstrich
nach der sozialdemokratischen Seile hin: Kein:
unnötigen Eroberungen nach Neapoleonischer
Art, aber die unerhörten Opfer des deutschen
Volles an Gut und Blut legen uns die Ver
pflichtung auf, real greifbare Sicherheiten zu
schafsen, daß unsere teueren Gefallenen nickht
umsonst gesiorben sind. Diese Wendung entsef
selle einen Beifallssturm und begeistertes Händeklatschen,
in das der Zwischenruf Lieblnechts
Bineinplatzte: Kapitaleinteressen! Dieser Ausdruck
erregte allseitige Entrüstung und veranlaßte
den Prasidenten iu einem scharfen Ord
nungs rus. (Gegen Liebnecht wurden Ruse laut,
wie: Pfui, Verrater! Schämen Sit sich!
Die Erregung wurde durch die schwungvollen
Schluhworte Schiffers von neuem Beisallsilür
men abgelost. Dann gelangte die Erorterung
in ruhigere Bahnen. Nach Erledigung der Ta
geovonung vertagte sich der Reichstag bis zum
10. August
Ferichledene Nacheichten.
Köln, 30. Mai. Der Architelt Putz uber
raschte in seiner Villa einen Einbrecher. Als er
ihn sestnelmen wollte, erschoß der Embrechr
den Hausherrn. Das gleiche Schicksal ereille
das zu Hilse lommende Dienstmädchen. Der
Täter wurde der Polizei übergeben. Es ist ein
stellungsloser Schmied, der erit kürilich aus dem
Zuchthaus entlassen wurde.
Ränuchener Neulteilen.
münchen. 30. Mai. Um der diesjährigen
Fronleich namsprozession auch nach außen hin in
erhöhtem Maße den Charakter eines Kriegs-Bittumganges
zu verleihen, wird vor dem Troghimmel
das wundertatige Bildnis der schmer:
haften Muttergottes in der Herogspitallirche
getragen. Nach der Proression findet bei gün
sltiger Witterung die Uebertragung des Gna
denbildes an seinen Standort in seierlicher Weise
durch den Kardinal Dr. v. Vettinger in Be
gleitung des gesamten Klerus statt.
München. 30. Mai. Vergangene Nackt ist
im Alier von 70 Jahren der Rentner Fran
Pierling gestorben. Der Verstorbene war Grün
der und Vorsitzender des Bayer. Veteranen
vereins für Feldigssoldaten und hat sich für
das bayerische Veteranenwesen große Verdienste
erworben.
münchen, 30. Mai. Da die Jigaretten
sabrik Batschari dem englischen Trust angehort,
hat der Magistrat beschlossen, deren Rellamen
aus den Straßenbahnwagen zu entfernen.
dienstag. #. IUnni 1911
—. —
axeriche Aacheichlen
Furth i. W., 30. 0. Mai. Den Beamten der
Grenzwackstatiom“ Warzenried Proßl u. Baungärtner
gelang es, in einer der letzten Nächte
eine großere Menge Vieh, die nach Böhmen
geschmuggelt werden sollte, z beschlagnahmen.
Augsburg, 37. Mai. Dem Ansuchen der
hiesigen zehn katholischen Pfarreien um Bildung
einer katholischen Gesamtlirchengemeinde
ist mit Wirkung vom 1. Januar staltgegeben
worden.
tmemmingen, 30. Mai. Der Magittrat
hat die Erhöhung der (, emeindeumlagen von
115 auf 150 Pro#ent beschlosien.
C(indau, 30. Mai. In Lindau wurde oder
Former Karl Gehringer aus Augeburg verhaftet
und in Begleitung zweier Gendarmen
in das Landgerichlsgefängnis Memmingen eingeliefert.
Gehringer ist dringend verdächtig, mit
noch einem Komplizen vor einigen Wochen in
der Nähe von Türkleim einer Bauersftau einen
Geldbetrag von 121000 Mark durch Drohung
mit Erschießen geraubt zu haben.
Kürnberg, 30. Mai. Der Magistrat hat
beschloisen, weibliches Schaffnerpersonal bei der
städlischen Straßenbahn an zuftellen. In eriter
Linie sollen die Frauen von im Felde gefallenen
Schaffnern, Führern und Arbeitern der
Straßenbatß n Anstellung finden, in weiter Reibe
die Witwen anderer im Felde gefallener städtischer
Angestellter.
Bapreuth, 3u. Mai. Der Magistrat haite
seinerzeit den sämtlichen Forthildungsschulern
den Besuch des Arbeitersugendhimis und das
Lisen der „Arbeitersugend“ verboten. Wegen
dieser Maßregel war es zu hefltigen Fellden mit
den So:rialdemokraten gekommen. Bei der oiesmaligen
Elatskeraung im Magittrat erllare
nun Oterbürgermeister Dr. von Casselmann,
daß keine Veranlafiung beitehe, unter den dernaligen
Verhalluissen eine Ausnalmebeftimmung
befstehen zu lassen und da# drollall 299
Verbot aufgeh oben sei.
Grenzlande.
Innsbruck. 3. Mai. In der Umgelurg
von Meran wollie genern der Gendarmerle
wackmeister Sager den welichtirolüchen Teserseur
Eirardelli sennehmen. (Girardelli widersehre
sich der Verhaftung und gat drei Revolverschiuitse
ab. welche den Wachtmeister loleten.
Wirardelli entleibte sich hierauf selbft.
UNeue Landesbrolmarken.
#ünchen. . Viai.
Eine an die Konimunalverbände vom Staatsministerium
des Innern unter dem 27. Mai
gerichtele Belanntmad ung betreffend die Verdrauchsregelung
besagt: Die lommunalver:
randswmeise Negelung des Verbrauchs vermag
dem Uerkelb#edurnis nicht vollig gerecht ##
werden. Dieics verlangt eine gewise Frei#gigleil
derienigen Ausweise, die mum Bezuge von
Bro: und Wiehl bered zgen, mahrend odieie Aus.
meise in der Regeil nur innerhaltk d## Kom—
munalverhandes Geltung hüben, der ##s ausge-=geben
lat. Verschiedene Kommunalrerband: La„
ben aus diesem Grunde bereite untet sick Abmachungen
getroffen, die die gehenieluge Auerkennung
der von ihnen ausgegelenen Brotkarten
zum ziele haben. Solche Admachungen
find für den nack Llichen Verkehr durchaus
weckmäsig und werden zur Nachahmung einpsollen.
lleber diesen Nackbarverkehr hinaus beiteht
jedoch dar Bedürfnis nai Freizngiglent im ganzen
Lande. Eine solche laun natursich auf der
Grundlage dis Reichsreit ilung plane: Mlräftit
nur für die Angel origen der banerichen Kommunalrerbnde
in Aussicht genobimen Werden.
Zu diesem Zwecke in bei der Landesrermilttelungsstelle
eine Abteilung für Brotmarken errichtei
worden. In Anichluß an sie wird folgende
Einrichtung getrofsen: Die Landesvermittelungsitelle
gibt (weiß blauc) Landesbrotmarken
aus, die innerhalt des gan:en Konigreichs
Bayern Geltung haben. Jede Landesbrolmarle
lautet auf 11 Gramm Brot. Je
sechs solcker Landerdrotmarken siellen den zulässigen
TLagesverb rauch dar. Die Landesdrotmarken
merden vorlaufig in Hesichken von je
3u. Cl und 9)9 Siuck aurgegeben. Sie werden
von der Landesvermiltelungeitelle nur an hanerische
Kommunalverbande und nur auf deren
Bestellung abgegebin. Den Komennunalverbäuden
stehl es frei., ob sie Landesbrolmarken beeiehen
wollen. Jedem Kommunalverrand werden
die von ihm bezogenen Landesbrotmarken
auf seinen Bedarfsanleil in Melll fur den näch.
iten Monat von der Lande sbermitrelungsrteile
angerechtel und ziwar in der Hoe von ·
devtkiesasittgenstcjjte5,dapdtebepogeucithrus
deslsrotuntrleuauswcileullurdieiegtsskusicht
wird sein Mehlbedarfsanteil für den nächiten
Wionat gelürzt.
Die von einem Kommunalverband bezogenen
Landesbrolmarken lönnen von ihm nur an Personen
seines T.. 4, die von ihm zu versor-
gen sind und nur an — und in Anrechnung
auf die gewöhnliche Kommunalverbandsbrot=—
#2 ·
x
—
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