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den Täter und seine Eigenarten berücksichtigen und hiernach
bestimmen kann, welches der beiden zu vergleichenden
Gesetze das „günstigere“ ist.
Die Verfolgung bleibt aber ausgeschlossen, wenn die
Handlung durch die Gesetze des Auslandes nicht mit Strafe
bedroht ist. Diese Bestimmung liegt, wenn auch stillschweigend,
jedoch auch im Strafgesetzbuche, indem dort,
abgesehen von den in $ 4 Abs. 2 No. 1 u. 2 angeführten.
Fällen, der Neubürger nach $ 4 Abs. 2 No. 3 wegen der
nach den Gesetzen des Deutschen Reiches als Verbrechen
oder Vergehen anzusehenden Fälle nur zur Verantwortung
gezogen werden kann, wenn die Tat am Begehungsorte mit
Strafe bedroht ist. Diese Bestimmung für den Neubürger,
die von der Kommission aus derselben Ueberlegung heraus
wie No. 1 des $ 5 des Entwurfes gegeben worden ist, muß
man darum als sehr richtig bezeichnen, weil der Täter zur
Zeit seiner Handlung eben noch Ausländer war und er sich
somit um die Gesetze eines anderen Staates gar nicht zu
kümmern brauchte. Daß er nachher dann Inländer wird,
kann nicht zu dem Schlusse führen, daß die an seinem
ehemaligen Aufenthaltsorte als nicht gesetzwidrig begangenen
Handlungen jetzt gesetzwidrig werden.
Ferner bleibt beim Neubürger die Verfolgung ausgeschlossen,
wenn
der nach den Gesetzen des Auslandes zur Verfolgung der
Handlung erforderliche Antrag nicht gestellt worden ist,
von den Geriehten des Auslandes über die Handlung rechtskräftig
erkannt und entweder eine Freisprechung erfolgt
oder die ausgesprochene Strafe vollzogen,
oder
- die Strafverfolgung oder die Strafvollstreckung nach den
Gesetzen des Auslandes verjährt oder die Strafe erlassen
ist.