Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

60.  Jahrgang

 

Ar.  89

 

frel  ins  Haus  gellesert,  14  Pfg.  mon

 

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hr  (mit  Ausnahme  der  Sonn- 



 

 

Dienttag,  17.  Februar  1014

Rosenheimer  Anzeiger

 

 

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Rosenheimer  Tagblakt

Amtbliches  Publikalions-Organ

 

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chluß  der  Dnseraten-  Annahme  1  Uhr  miltags.  Nach  diesem  Zeitpunkt  konn  für  Aufnahme  in  die  laufende  Tagesnummer  alcht  mehr  garantiert  werden.  Für  schlechtigeschriebenes  Monufkeipt  wird  keine  Verantwortung  übernommen.

Die  bFrutige  Kummer  umfaßt  6  Seilten.

 

Neues  vom  Tage.

16.  Februar.

Der  Direktor  des  Bayerischen  Nationalmuse-=ums

  in  München,  Dr.  Haus  Stegmann,  ist
am  Sonntag  gestlorben.
*  a

*
Die  Bischöfe  der  niederrheinischen  Kirchenpr.
vinz  veröffentlichen  eine  bemerlenswerte  Kundgebung
  zur  Gewerlschafte  frage.
9  r—'

Die  Reichstagsersatzwahl  im  Wahlkreis  Offenburg-Kehl
  brachte  dem  Zentrum  einen  Erfolg.
An  Stelle  des  bieherigen  nationalliberalen
Abgecordneten  wurde  der  Kandidat  des  Zenirums
  gewählt.

2

Der  Buchdrucerstreil  in  Oesterreich  ist  uunmehr
beendigt,  teilo  durch  Vergleich,  teils  durch
Schiedespruch.  Die  Arbeit  ist  heute  wieder
ansgenommen  worden.

r  ".

In  Britisch-Ostafrika  ist  ein  ganzes  Eingeborenendorf
  mit  200  Köpfen  von  einem  seiolichen
Stamme  vernichtet  worden.

Aus  dembereiche  des  Ministeriums
des  Innern.
München.,  15.  Febr.

Die  Generaldebatte  zum  Etat  des  Staalsminineriums
  des  Innern  wurde  am  Samstag  fortgesetzt
  beim  Kapü#el  „Staatsministerium“.  Als
Generalredner  der  Sozialdemokraten  sprach  der
Abg.  Segis  (Soz.).  Er  wünschte  Auelunft,
mie  es  mit  der  Revision  des  Distrilte  und  L  andratsgesetzes
  stehe,  versicherte,  daß  auch  die  So—
zialdeniolralie  die  Besirebungen  auf  Einschrän—
lung  des  Geburtenrückganges  bekämpfe,  bellagte
die  Ueberlastung  der  Gemeinden  und  bezeichnete

 

die  Arbeitslosenversicherung  als  dringend  notwendig.
  Weiter  wollte  er  Auskunft,  ob  geplant
sei,  die  bestehenden  Bestimmungen  über  den
Wafsfengebrauch  im  Frieden  zu  ändern.  Reformen
  berüglich  der  Vereinfachung  der  Verwallung
  sollten  durch  eine  Kommission  ausgearbeitet
  werden.  Scharf  griff  er  schlieqlich  die  Regierung
  an  wegen  ihrer  Haltung  in  der  Frage
der  Nichtbestäligung  jozialdemokratischer  Bürgermeister.
  Es  seien  nur  Scheingründe,  die  man
dafür  anführe,  hinter  die  sich  Willkür  und
die  Anarchie  des  Ministeriums  verstecken.  Wir
sordern  alle  volle  soziale  Gleichberechtigung!
So  lange  man  uns  Steuern  abnimmt  und  uns
verpflichtet  zum  Heereodienst,  verwahren  wir
uns  dagegen,  alo  Staatsbürger  2.  Klasse  behandelt
  zu  werden.  (Abg.  Freiherr  von  Haller
ruft:  Unverschämtheit!  Vireprä##dent  Frank  eileilt
  ihm  einen  Ordnungoruf.)  Es  sei  schyn  so
weit  gekommen,  daß  sich  Die  Verfoljungesucht
dr  Sozialdemokratie  auch  au'  deren  charitative
  Einrichtungen  erstrecke.  Redner  fragt  schließlich,
  wie  's  mit  der  Regelung  der  Bürgerrcchtegebühren
  siehe,  dringt  auf  die  baloige
Vorlegung  eines  Enteignungs=  und  eines  Ortssw#aßengesethes.


Dann  griff  der  Minister  des  Innern  Grhr.  v.
Soden  in  die  Debatte  ein.  Er  erläuterte  des
längeren  die  Maßnahmen,  die  die  Regierung
beabsichtige,  um  eine  Reform  in  der  Verwaltung
des  Junern  herbeimfuhren.  Wenn  eine  solche
Resorm  Zweck  haben  solle,  maise  sie  von  unten
gemacht  werden,  das  heißt,  es  müßten  die
kleinen  Gemeinden  zusammengelegt  werden.  Ein:
Verringerung  der  Kreisregierungen.  sel  jedenfalls
nicht  von  Vorteil.  Die  Bildung  einer  Kommission
  wärc  das  Jwecmaßigste,  die  sich  mit  dieser
  Frage  weikt  bescha'  ftigen  solle.  Ein  Strastengesetz
  konnte  der  Minister  fur  dieie  Session
nicht  in  Aussicht  siellen.  In  der  Feuerbestaltungsirage
  haöe  sich  die  Regierung  dem  Cut—
scheide  des  Verwaltungsgerichtshoĩes  fügen  inü—
jen.  Die  Ausschreitungen  auĩ  dem  sittlichen  Ge—
bete  hieln  der  Minister  für  bedauerlich;  a#
mals  aber  mache  man  der  Polizei  Schmierigleilen,
  wenn  fle  dagegen  vorgehen  wolle.  Die
finanzielle  Lage  der  Gemeinden  sei  nicht  rosig,
über  sinanzielle  Beihilfen  müsse  er  sich  aber  erst
mit  dem  Finanzminister  ins  Benehmen  sehen.

Von  einer  Aenderung  der  Bellimmungen  uber

den  Waffengebrauch  wisse  er  nichts.  Auch  wolle
die  Regierung  keine  Verschärfung  der  Bestimmungen
  zu  Gunsten  der  Arbeitswilligen.  Die
Haltung  der  Regierung  gegenüber  der  Sozialdemokratie
  sei  die  gleiche  wie  in  der  vorigen

Session.

Die  Weiterberatung  findet  am  Dienstagnachmittag
  siatt.

Polilische  Rundschau.

Varern.

Eine  Wahl  für  den  Landtag.

Abg.  Moritz  Frhr.  v.  Franckenstein,  K.  Kämmerer
  und  Bezirksamtmann  in  Vilehofen,  der
der  Kammer  der  Abgcordneten  seit  0  als
Mitglied  der  Zentrumefrattion  angehört  hat,
hat  durch  ein  Schreiben  an  das  Präfidium  mügeteilt.
  daß  er  sein  Abgeordnetenm  andat  niederlegt
  und  aus  der  Abgeordnetenkammer  ausscheidet,
  da  er  in  der  nächsten  Reichsratssinung,
die  in  der  zweiten  Hälfte  des  Februar  siattfinden
soll,  als  Nachfolger  seines  verstorbenen  Brudets,
  des  weiten  Sekretärs  der  Reichsratskammer
  Johann  Karl  von  und  zu  Franckenstein,
Guts=  und  Fideilommißbesitzer  auf  Schloß  Ullstadt,
  in  die  Reichsratskammer  eingeführt  wiro.
Der  Wahlkreis  Kaufbeuren,  den  der  aus  der
Abgeordnetenkammer  ausgeschiedene  nunmehrige
erbliche  Reicherat  Morin  Frhr.  v.  Fr  unckenstein
bisher  vertrat,  gilt  ale  sicherer  Zentrumesitz.  Es
slanden  1912  den  4107  Zentrumestimmen  nur
1509  andere  gegenüber.

Welchenseewert  und  Slektrifieiung
fßzr  Staatsbahne:t:

Die  lange  ungeiindin  ed  engein  der  Staalscisenbahnverwaltung
  über  die  Elektrisierung  der
-taatseisenbahnen  und  die  Vorlage  betr.  Ausbau
  des  Walchenseewerles  durch  das  Ministerium
des  Innern  werden  zu  Beginn  dieser  Woche  an
den  Landtag  kommen.  Die  bemglichen  Verhandlungen
  zwischen  den  beteiligten  Mintsterien
sind  vollständig  abgeschlossen.

Die  bayerischen  Staatseinnahmen.

Im  vierten  Vierteljahr  1913  betrug  der  Sollanfall
  an  den  Staatsgebühren  bei  den  Notariaten:
  4  182  234  Mk.  90  Pig.  (d.  i.  um.53  894

 

 

c.  r*2  Hamburg,  Hamover,  Innsbruc,  —.  Köln  .

Mk.  16  Pfg.  weniger  als  im  vierten  Vierteljahr
  1912),  der  Sollanfall  an  Gebühren  und
Strafen  bei  den  Berichten  2529  070  Mk.  54
Psg.  (d.  i.  um  13  316  2  TUfg.  mehr  als
im  vierten  Vierteljahr  Men  der  Solkanfall
an  Gedühren  und  Strafen  bei  den  Be  bürden
der  inneren,  der  Polizei=  und  Finanzverweltun
1029  993  Mk.  60  NPfg.  (d.  i.  um  158  126  t
20  Pfg.  mehr  als  im  vierten  Vierteljahr  1912).
Für  das  ganze  Jahr  1913  beziffert  sich  der  Sollanfall
  an  Gebühren  und  Strafen  bei  den  vorgenannten
  Stellen  auf  30  468  661  Mk.  75  Pf.
und  weist  sonach  gegenüber  dem  Vorjahr  1912
einen  Minderanfall  von  714  285  Mk.  63  Pfg.
aus.  Das  Soll  an  Erbschaftssteuern  nach  dem
bayerischen  Gesetze  vom  18.  Au  gust  1879  betrug
  im  zweiten  Halbjahr  19#3  26  528  Mark
35  Pfg.  d.  i.  um  602  M  1  Pfg.  mehr  als
im  zweiten  Halbjahr  1912)  8  für  das  ganze
Nor  1913  105  813  Mk.  90  Pfg.  (d.  i.  um  213

Pfg.  weniger  als  im  Vorjahr  1912).  —
9  Anteil  Bayerns  an  der  Reichserbschaft--steuer
  betrug  für  die  Monate  Januar  und  Dezember
  1913:  1234270  Mk.  62  Dfg.  und
weist  gegenüber  dem  Vorjahr  1912  einen  Minderanfall
  von  309  927  Mk.  84  Pfg.  aus.  Der
Anfall  an  Malzaufschlag  hat  sich  im  vierten
Vierteljahr  1913  belaufen  auf  7  504690  Mk.
76  Pfg.  (d.  i.  um  350  881  Mk.  33  fig.  mehr
als  im  gleichen  Vierteljahr  des  Vorjahres).
Für  das  ganze  Jahr  1913  hat  sich  ein  Malzaufschlagsanfall
  von  63  083  924  Mk.  10  Pfxg.
ergeben,  sonach  ein  Wenigeranfall  von  1  543201
Mark  80  Tf  g.  gegenüber  dem  Vorjahr  1912.

Heutschland.
Eine  Reichstagsersatzwahl.

Bei  der  Reichstagsersatz-Stichwaohl  im  7.  badischen
  Reichstagswahllrei=  C-ffenburg-Kehl-Oberkirch
  erhielt  der  nationalliberale  Kandidat,  Stadtrat
  Kölsch  (Karleruhe),  13050  Stimmen  und
der  Zentrumskandidat,  Professor  Dr.  Wirth
(Freiburg),  13137  Stimmen.  Dr.  Wirty  (Ztr.)
isi  somit  mit  einer  Mehrheit  von  Slien
gem  ählt.  Im  ersten  Wahlgang  3.  Febr.
hatte  Kolsch  (nall.)  9616,  Dr.  Mirch  Gu#)
12  250  und  Geiler  (Soz)  3032  Stimmen  erhalten.
  Das  Zentrum  hat  also  noch  beteächtliche
Reserven  für  seinen  Kandidaten  an  die  Urne
gebracht.  In  der  Hauptwahl  vor  zwei  Jahren

 

Wilde  Jagd.
26|  Noman  von  Alfred  Wilson-Barretl.

Die  gegen  die  Tür  errichtele  Barrikade  hielt
Hanz  gut  aus,  so  daß  sie  selbst  dem  beftigen  Anfiurm,
  der  *  einer  Weile  dagegen  gerichtet  wurde,
widerstand.  Eine  eingehende  Prüfung  ließ  jedoch
nodh  ein  weiteres  Verteidigungemitiel  entdecken.
An  den  Türpfosten  waren  Eisenbänder  befestig!.
die  sich  in  Angeln  drehten.  Ohne  grose
Schwierigleit  konnte  Anson  diese  Stangen  in  die
un  der  Tür  angebrachten  Zapsen  einhacken,  so
daß  die  Angreiser,  che  sie  in  das  Zimmer  eindringen
  lonnten,  dieser  massive  Gitterwerl  zu
durchbrechen  hatten,  und  es  war  ihnen  daher
ganz  unmoglich  gemacht,  mit  Gewalt  uich  den  Ginlrilt
  zu  erzwingen.

Charlers  baue  seine  Aufmerlsamkeit  bereits
dem  vergitterten  Fenster  zugewendet,  und  als
Seemann  hatte  er  Jofort  die  Möglichkeit  einer
Flucht  durch  dieses  Fenster  erlannt.  Als  Anson
zu  Charters  trat,  lonnte  er  aus  dessen  Miene
erraten,  daß  ihre  Lage  leineswegs  aussichtslos
sei.  Die  Eisenstangen  des  Fensters  waren  so
besestigt,  daß  sie  das  Eindringen  von  außen  verhindern
  sollten,  von  innen  waren  sic  aber  verhältuis
  Smahig  leicht  zu  cutserufn.  Den  Schlüssel
bazu  bildete  eine  einzige  Schraube,  die  das  mitllere
Eisenband  an  seinem  Platze  fesibrell,  und  man
brauchte  nur  irgend  einen  Gegenstand,  der  als
Handhabe  dienen  lonnle,  die  Schraube  zu  lockern,
und  man  lonnte  das  ganze  Gitter  entsernen.

Mährend  er  eifrig  an  der  Entfernung  des
Gitters  arbeitele,  war  Anson  emsig  bemühtl,  die
verschiedenen  Traperien  die  er  im  Zimmer  finden
lonute  —  zum  Glück  war  die  Buddha  zugcteilte

 

ucke  min  Vorhangen  und  Gardinen  verschwenderisch
  lteie:  laltet  —  in  Streifen  zu  zerreißen,  die
er  an  den  Enden  zusammentnupite,  um  ein  Seit
daraur  in  machen.  Mit  ihrer  Auf'gabe  wüurden
sic  undeiahr  zur  aleichen  Ze  n  jertig.

„Cndlich!  sagte  Charterr:  er  wendrte  sich
um  und  wischle  sich  den  Schweiß  von  der  Stirne,
„wir  lönnen  hindurch!“

„Und  damit,“  sagte  Auson

tönuͤcn  wir  hinunter!“

„Noch  elwas.“  sagle  Charters,  als  er  mit
unmuligen  Micken  auf  Turands  Leichnahm  sab.

„Gr  war  ein  sellsamer  Mensch,  aber  er  hat  auch
feine  anten  Eigenschaften  gehabt  und  er  in,  wenn
schon  gar  nichts  jür  ihn  jpricht.  doch  unser  Landsmann,
  er  ist  ein  Engländer

„Ich  lann  Ihre  Gesühle  erraten,“  sagte  Auson
verlegen.  .Cs  int  allerdings  hart,  ihn  dazulassen.
Aber  was  sollen  wir  lun?  Mir  dürfen  hier  nicht
länger  verweilen,“  fügte  er  mil  einem  Blicke  nach
der  Tür  hinzu,  die  unaufhörlich  bestürmt  wurde.
und  cin  verdächtiges  Krachen  ließ  merlen,  daß
sic  aufing  nachiugeben.

„ch  weis,  was  ich  ltue,“  sagte  Charters.
„Nehmen  Sie  ein  balbes  Duyend  Opale;  nicht
die  schönften,  aber  gute  Steinc.“

Während  Anson  diesen  Auftrag  -
lritzelte  Charters  eiligst  einige  Feilen  auf  #
Blatt  Papier,  das  er  zusammen  mit  den  Spaten
Durand  auf  die  Brust  legte,  nachdem  er  den
Leichnum  in  die  von  der  Tür  entfernteste  Zimmerecke
  gelegt  und  iom.  zu  Haupten  vier  angezundele
Kerzen  gesiellt

Die  von  Cpeiens  niedergeschriebenen  Zeilen

triumphierend,

lauteten:

„Achtet  dicsen  Leichnam  eines  Engländers,
und  seine  Freunde  werden  ein  Lösegeld  dafür
jahlen,  das  Ibr  zu  schähen  wissen  werdet.“

 

Schweigend  erfaßten  leharrers  und  Anson
noch  einmal  die  Hand  des  Tosren.  Zeb#n  Minmen
spater  haltenn  sic  mit  ihrer  Beute  das  Boot  erreicht.

65  war  iemlich  srät  am  Morgen,  als  sie  in
Colombo  anlangten,  und  (ssielle  uicht  nur  durch
den  Umstand,  diß  sie  frisch  und  gesund  zurücklehrten,
  überraschten,  sondern  auch  damit.  daß
sic  ihr  den  Sack  mil  den  Opalen  wieder  in  den
Schoß  legten.  Es  brauckt  nicht  erst  gesagt  zu
werden,  daß  sie  es  für  ratsam  fanden,  die  mannigsachen
  Gesahren,  die  sie  durchgemacht  halten,  um
die  Steinc  wiederzuerlangen,  vorderhand  vor  ihr
geheimzuhalten.

28.  Kapitel.

Anson  und  Charters  hälten  im  Schlase  Erfrischung
  finden  können,  wenn  sie  nicht  entschlossen
hewesen  waren,  sich  nicht  früher  Ruhe  zu  gönnen,
che  sie  die  Steine  nicht  sicher  in  der  Bank  untergebracht
  hatten.

Der  Zusall,  daß  am  selben  Morgen  das  Schiff
„Eurova"  in  den  Hasen  cingelaufen  war,  änderte
ihre  Plär  e.

„Dort  liegt  unsere  Sicherbeit,  Junge,“  sagte
Charters  munter.  Kapilän  Corecourt  von  der
-Enropa“  ist  ein  sehr  guter  Freund  von  mir,
und  er  wird  uns  schon  helsen.  Wir  siecken  die
Opale  wieder  in  den  Sack,  gehen  damit  zum
Schiff  und  lassen  sie  im  Kassenzimmer  aufbewahren,
und  lein  Priester  von  Cenlon  vermag  dann,
zu  den  Steinen  zu  gelangen.“

Anson  gab  seine  Zustimmung  zu  diesem
Planc,  da  es  so  am  besten  war,  ihn  ausuführen.
Sie  gelangten  ohne  widrigen  Taischeufan,  auf
das  Schiff,  wo  sie  sofort  in  die  Kabi
Kawi  geführt  wurden,  der  Charters  herzlich

.Sie  sagen,  daß  Sie  meine  Hilfe  benötigen,
Charters,“  sagte  der  Kapitän  nach  den  ersten
wenigen  Minuten  allgemeiner  Konversation.
„Was  kann  ich  für  Sie  kun2-„Ich

  mochte  nur  gern  ein  Vermögen  in  ihrem
Kaßeiaum  aufbewahren.  Colombo  ist  nicht  der
Lu.  wo  man  es  sicher  mit  sich  herumtragen
ann.“

Kapitän  Eyrecourt  lachte.  Unter  Charters
Freunden  war  es  allacmein  bekannt.  daß  ihm  die
launische  Glücksgottin  sehr  übel  mutgespielt  hatte,
und  Eurccourt  bielt  Charters  Wunsch  daher  für
einen  saulen  Wit.  Doch  als  dieser  den  Sack
öffnctc,  riß  der  Karitän  die  Augen  auf
En  s  deim  Himmel!“  rief  er,  „es  —  wirklich

rust

Als  die  Steine  in  sicheres  Gewahrsam  gebracht
worden  waren,  stieß  er  oft  Ausruse  der  Verwunderung
  aus,  während  er  Charters  Erzählung
lauschte.

Das  klingt  ja  ganz  wie  ein  abenteuerlicher
Ronn  Nachdem  Charters  geendet  sagte  er:

„Jetzt  möchte  ich  noch  ein  paar  Sachen  in
Ordnung  gebracht  haben:  es  handelt  sich  um  die
geknebelten  Priester  und  den  armen  Durand
will  nicht  haben,  daß  die  Mönche  zugrunde  m  F
und  ich  will  auch  Durands  Körper  vor  Schänd
bewabren.  Können  Sie  mir  dazu  behilflich  mun  .

Der  Kapitän  *  sich  e-  Zogern  dazu
bereit.  erde  ein  Dutzend  von  meinen
Leute  bewassnet  Menoen  und  chs  zum  Kloster
ehen,  um  zu  sehen,  ob  die  Mönche  —
bim  und  um  Durands  Leichnam  zu  sordern.
werde  diese  Angelegenbeit  bald  in  Ordn  19
gebracht  haben,  wenn  sie  nicht  aus  eigenem  Antriebe
  unserem  Verlangen  zuvorkommen.“

 

Aber  Charters  niet  zu  einem  friedlicheren