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netien. 1857 schied er aus der aktiven
Armee und starb 5. Jan. 1858 zu Mai-Ende)
Vgl. Heller, eldmarshall R.
Kadewin, s. Ragewin.
Kadowitz, Joseph von, preuß. General
und Staatsmann, geb. 6. Febr. 1797
u Blankenburg am Harz, trat 1812 in
ie westfäli rmee und wurde in der
Schlacht bei Leipzig von den Verbündeten
gefangen. Nach dem Zerfall des Königreichs
Westfalen diente er in der kurhessischen,
seit 1823 in der preußischen Armee
und wurde hier Mitglied der Artillerieprüfungsrommision
und Chef des Generalabs
der Artillerie. Wegen seiner vielseitigen
Bildung wurdeer von dem Kronprin-=en,
spätern König Friedrich Wilhelm IV.,
evorzugt und gewann auf ihn einen nachhaltigen
Einfluß, der sich bald in Fragen
von der größten bolitischen Wichtigkeit geltend
machte. 1836 wurde er preußischer
Militärbevollmächtigter beim Bundestag,
1842 Gesandter in Karlsruhe, dann in
Darmstadt und Wiesbaden, beschäftigte
sich daneben aber mit der Lösung der
Verfassungsfrage in Preußen und der
Neugestaltung des Deutschen Bundes.
1848 trat er für einen westfälischen Wahlkreis
in das Frankfurter Parlamentein und
wirkte nach der Auflösung desselben zum
Abschluß des Dreikönigsbündnisses mit.
Im Herbst1849übernahm er die Leitung
der Unionsangelegenheiten und vertrat
diese sowohl vor den preußischen Kammern
als auch vor dem Erfurter Parlament.
Am 27. Sept. 1850 wurde er in Preußen
Minister des Auswärtigen und schreckte
in den Konsequenzen seiner deutschen
Politik nicht vor dem Krieg mit Osterreich
zurück. Die Verwerfung seines Programms
hatte seinen Rücktritt (2. Nov.
zur Folge Der König stellte ihn 185
an die Spitze des Militärstudienwesens,
aber R. starb schon 25. Dez. 1853. Als
politischer Schriftsteller hat er sich besonders
durch seine -Gespräche aus der Gegenwart
über Staat und Kirche- (1846,
4. Aufl. 1854) und sein Buch -Deutschland
und Friedrich Wilhelm IV.-(1848)
berühmt gemacht.
Kagewin (Radewin), Schüler und
Radewin — Rainald von Dassel.
seit 1147 Notar Ottos von Freisin 1 5 d.),
aus Bayern gebürtig, lebte na
Tod eine Zeitlang am kaiserlichen Hof,
war dann Propst in Freising und starb
daselbst zwischen 1170 und 1177. Er setzte
Ottos - Gesta Fridericie bis 1160 fort
und knüpfte bis 1170 noch kurze Notizen
daran, die auszuarbeiten er verhindert
war. Wenn er auch die eiilistschen Wendungen
römischer Schriftsteller für die
Schilderung der Thaten des deutschen Kaisers
verwendet, so verdient er doch als
Fitgenosse unbedingte Glaubwürdigkeit.
ie Ausgabe seiner Schrift ist von Wilmans
in den „Monmmenta Germanise
historica. Script. XX. veranstaltet.
Rainald von Dassel, Erzbischof von
Köln, einem sächfischen Gresengeschlecht
entsprossen, wurde 1146 Propst zu Hildesheim
und 1156 Kanzler Friedrichs I.,
Barbarossa. In seinen Kämpfen geten die
lombardischen Städte leistete er diesem
wichtige Dienste und tratden Anmaßungen
der Kurie mit Energie und Klugheit entegen.
Er verfaßte 1157 das Rundschreien,
in welchem der Kaiser gegen den Anspruch
des Papstes auf Oberlehnshoheit
über das Kaisertum protestierte und den
göttlichen Ursprung seiner Krone behauptete.
Nach der Unterwerfung Mailands
blieb er 1159 in Oberitalien, um die ronkalischen
Beschlüsse über die Regalien durchmführen,
wurde aber durch einen Aufstand
der Mailänder, die er durch seine Strenge
gereizt hatte, zur Flucht gezwungen. Er
wurde dann zum Erzbischof von Köln erwählt,
aber vom Papst nicht bestätigt.
Dann begleitete er den Kaiser wieder nach
talien und blieb auch 1162 als Stattalter
zurück. Er schickte die Reliquien der
heil. drei Könige, welche ihm der Kaiser
geschenkt hatte, von Mailand nach Köln
und trieb durch seine gewaltsamen Maßregeln
die Lombarden zu neuem Aufstand.
Nach dem Tode des Gegenpapstes Victor
IV. beschleunigte er 1164 die Wabl des
Gegenpapstes Peschalis III. und verwendete
1165 aufdem Reichstag zu Würzburg
seinen ganzen Einfluß dazu, um die deutschen
Fürsten zu dessen Anerkennung zu bewegen.
1166 begleitete er den Kaiser wieder
nach Italien, durchzog mit einem Heer