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Visscher an die Stelle kam, wo vom Raths-Penssonarius gesprochen
wird, so fiel nun dieser in die Rede: „Er erinnere
sich nicht, etwas der Art gesagt zu haben; er habe sich bloß
Ursachen balber seit einer geraumen Zeit cuthalten, mit dem
Herzog zu sprechen.“ Wir hören mit Verwunderung, antwortete
hierauf Visscher, daß Sie sich dessen nicht erinnern.
Man könnte doch den Platz sagen, wo das gesprochen worden,
und die Leute angeben, die gegenwärtig waren. Namentlich
der Reden des Rarhs-Penssonarius zu gedenken, hatte
man gar kein Bedenken getragen, weil man wußte, daß er
diese Erklärungen nicht bloß Einzelnen anvertraut, sondern
selbst in der Versammlung der Staaten von Holland sie gethan
habe. Der Statthalter selbst kannte das Mißoerständniß
zwischen dem Herzog und dem Raths-Pensionarius sehr
wohl; auch blieb ja, wie man voraussetzte, Alles geheim, was
in dieser Konferenz vorgetragen wurde.
Nach vollendecer Lesung übergab Visscher das Memeire
dem Statthalter, der sogleich mit vieler Heftigkeit sich erklärte:
der gethane Schritt sey unerhört und für ihn höchst
schimpflich; keinem seiner Vorfahren hätte man etwas dieser
Art sagen dürfen. Es sey auf mehr augesehen, als bloß den
Herzog hinweg zujagen; mit diesem fange man an, mit ihm
und seinem Hause wolle man endigen. Der Amsterdamer
Absicht sey, ihm alles Ansehen zu nehmen und einen Unmündigen
aus ihm zu machen. Amsterdam sey die Ursache
von allem Unglück, das über das Land gekommen, und nun
wolle man es auf ihn schieben. Nie werde er zugeben, daß
dem Herzog das Geringste zu Leid geschehe, und man verlange
eine Niederträchtigkeit von ihm, wenn man sordere,
daß er den Herzeg, seinen zweiten Vater, den Mann, den
ihm die Landesregenten selbst während seiner Minderjährigkeit
vorgesecht, hinwegjagen selle. Er könnte es nicht einmal thun,