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worden war. Am 15. Juli eröffnete Gallwitz den Angriff, während
gleichzeitig Mackensen, nachdem er seine Scharen neugeordnet katte,
zum Angriff schritt, und die Riemen-Armee ikhrerseits den Dormarsch
begann. Fast die ganze deutsche Armee setzte sich in Zewegung. Es
waren im ganzen 120 Divisionen, die zum entscheidenden Angriff auf
der COstfront schritten.
Wir wenden uns zunächst der Rjemen-Armee zu, die verstärkt
worden war und dementsprechend jetzt vom General O. von Below
befehligt wurde. Mit gewaltigem Schwunge ging ihr linker Klügel
über die Windau vor und warf die Russen trotz tapferer Gegenwehr
auf Tukkum und HBofzumberge zurück, während die Mitte bei Kurschand
und Hopeljany kämpfte, und der rechte bei Rossienv stand. In
ungestümem Dorgehen, das zu wiederholten hefligen Gefechten führte,
gelang es, den Feind über die Cinie Kejdanp—DOoniewiet—Bansk
zurückzuwerfen, Schaulen zu nehmen, am 1. August Mitau zu besetzen
und an der Bahn Honiewiez—Dünaburg vorzudringen. Die
5. russische Armee, der hier die Derteidigung oblag, war gründlich
geschlagen. Doch war die Mjemen-Armee viel zu schwach, um weitergehende
Erfolge zu erzielen, und mußte sich daher damit begnügen,
das gewonnene Gelände zu behaupten und die untere Düna zu
beobachten. Auch verstärkten sich die durch den Angriff völlig überraschten
Russen zusehends. Doch waren sie anderweitig zu sehr in
Anspruch genommen, um hier eine Entscheidung suchen zu können.
Denn mittlerweile war auch der Angriff auf den Narew mit überraschender
Schnelligkeit vorgeschritten. Die 8. Armee, die jetzt General
von Scholtz an Stelle des Generals von Below kommandierte, beteiligte
sich an dem Angriff mit der 75. Reserve= und der 10. Landwehrdivision.
Der Russe hatte in einer Tiefe von mindestens 20 km das Land
mit Rindernissen bedeckt, hinter denen die stark befestigte Tarew-Cinie
sich ausdehnte. Er fühlte sich ganz sicher in seinen Derschanzungen
und hatte daher hier wie gegenüber der 9. Armee und der Armeeabteilung
Wo'rsch Kräste weggezogen, um sich zwischen Weichsel
und Bug zu verstärken, wo der gegen seine Klanke gerichtete Angriff
Wackensens ihm am gefährlichsten schien: aber rücksichtslos durchbrach
die 12. Armee diese gewaltige Derteidigungszone und zwang
den Russen, erhebliche Derstärkungen heranzuführen.
General von Gallwitz, der mittlerweile durch zwei Divisionen
aus der 9. Armee verstärkt worden war, hatte sich entschlossen, zu
beiden Seiten von Hraschupsch anzugreifen, und hatte zu diesem Sweck
außer der Feldartillerie von drei Korps 60 schwere Geschütze bereitgestellt.
So durchbrach er die vorderste feindliche Linie am 13. und
14. Juli. Am 15. wurde eine starke hintere Stellung des Feindes erstürmt
und schon am 17. der Marew erreicht. Hier trat eine Hause
im Angriff ein. Die Artillerie mußte von neuem aufmarschieren.
Schon am 20. Juli waren zwei neue Divisionen aus dem Westen an-