184 Der Staat.
an der Enz und Nagold und den Nebenbächen beider erforderlichen Einrichtungen
sind von der Staatsforstverwaltung herzustellen und zu unterhalten, soweit nicht Privaten
oder Gemeinden für die ausschließlich in ihrem Interesse gemachten Anlagen
einzustehen oder „Schifferschaften“ z. B. die Floßstraßen unterhalten müssen. Die
Jagd wird auf 58 000 ha in eigener Regie betrieben, 113 616 ha sind an Angehörige
des Forstpersonals verpachtet, in dem Rest der Staatswaldungen ist das
Waidwerk in Händen von Privatpächtern. Die Jagd im Ganzen trägt 12 550 44;
im Selbstbetrieb beträgt der Reinertrag 7,6 Pf., die Pachtjagden bringen seit 1880
6,6 Pf. vom ha. — Die Reinerträge der Forst= und Jagdverwaltung
überhaupt haben sich seit 1864 zwischen 4 und 9⅛ Mill. M. bewegt. Die letzten
Jahre zeigen einen Rückgang. Immerhin sollte man auf einen durchschnittlichen
Reinertrag von rund 5 Mill. M. auch für die Zukunft rechnen dürfen. Geht man
hievon aus und legt man einen Zinsfuß von 21/ bis 3 Proz. zu Grund, so käme
man auf einen Kapitalwerth der Staatswaldungen von 170 bis
200 Mill. -4.
2) Landwirthschaftlich benützte Domänen und einzelne Grundstücke,
nach dem Hauptfinanzetat für 1881/83 10 216 ha, nach der Domänenliste
von 1876 10 239,17 ha, und zwar 4 766,73 ha Maiereien, 5 472,44 ha Einzelgüter.
Nach den Kulturarten bestanden ... aus
Gärten Weiden
inO d
und Vein- Aeckern Wiesen Wechl- Seen
Ländern ergen
feldern
die Maiereien 83.36 30,64 2567.40 995,35 768.30 14.46
die Einzelgüter 196,06 17.03 2 896,94 2304, 25 58,16 —
279,42 4.67 5 464,34 3299,600 826,46 14,46
zusammen 9 931,95 ha,
dazu die Domäne Hohenheim 307,22 „
Zu den Maiereien gehörten 82 Haupt-, 253 Neben-Gebäude. 42 Maiereien waren
an Private, 6 zu Staatszwecken verpachtet. Das Pachtgeld betrug 1876 193 573,87 M
(40,61 A auf 1 ha), für 1881 ist dasselbe zu 191 547 4 veranschlagt, darunter
32 404,50 M. für zu Geld gerechnete Früchte. Von den Einzelgütern waren
1876 52 ha mit Gebäuden und Gewerben verpachtet (s. unten 4), weitere 91.75 ha
befanden sich in Selbstadministration mit einem Ertrag von 5 408,46 — für
1881 sind nur 4 232 4 in Aussicht genommen. Das Pachtgeld der übrigen 5 328 ha
betrug 1876 485 000 A (91,04 44 auf 1 ha), für 1881 wird dasselbe zu 481 841 4
veranschlagt, darunter 4 988 M. zu Geld gerechnete Früchte. Legt man bei den
Maiereien einen Zinsfuß von 3 Proz., bei den Einzelgütern einen solchen von 4½
Proz. zu Grund, so würde sich als Kapitalwerth der landwirthschaftlich
benützten Staatsgüter eine Summe von 17 Mill. MA ergeben.
3) Als Stand der auf Rechnung des Hochbaufonds zu unterhaltenden
Staatsgebäude am 1. Mai 1880 werden in dem Hauptfinanzetat für 1881/83
2219 Haupt= und 2 617 Neben-Gebäude angegeben, zusammen 4 836 Gebäude. Darunter
sind jedoch inbegriffen die mit Maiereien oder Gewerben verpachteten Gebäude
(Z. 2), dagegen nicht inbegriffen z. B. die Gebäude der Hütten= und Salzwerke,
diejenigen unter der Verwaltung der Staatseisenbahnen und der Posten, der höheren
Strafanstalten, der Landgestüte u. s. w., welche auf Rechnung des Elementaraufwands
oder mit den Mitteln eigener Fonds unterhalten werden. Ebenso wenig be-