Full text : Eperimentelle und kritische Beiträge zur Neubearbeitung der Vereinbarungen. I. Band. (1)

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schon  a.  a.  O.  erwähnten,  von  H.  Krais  und  A.  Haffner  im  Schweineschmalz  entdeckten
  Heptadekylsäure  im  Zusammenhange  stehen.

Außer  im  Schweineschmalz  ist  von  mir  nur  noch  in  einem  aus  der  Kolonie
Togo  herstammenden  festen  Pflanzenfette,  der  Sheabutter,  welches  durch  Auskochen
mit  Wasser  aus  den  Samen  von  Bassia  Parkii  gewonnen  wird,  eine  gleich  hohe  D.  2.
von  20  gefunden  worden.

In  diesem  Rohfett  wurden  folgende  Konstanten  ermittelt:

Freie  Säure  .  2  2  2  mn  nn.  0.0.  46,37

Refr.  bei  400  .  2.  2  2  nn  nen.  94

R.M.Z.  ...  en  19]

uBZ  rn  0,43  |

Vers.  Zhl  .  2  2  2  2  nn  20  e  0...  1773

Jodzahl  .  2  2  2  2  2  nn  en  nen.  49,0

Ne  En  45

EP.  oo  oo.  25  ID.  2.  20

Harzartige,  unverseifbare  Substanz  .  .  .  4,7%

Ob  dies  Pflanzenfett  schon  zur  Fälschung  von  Butter  verwendet  worden  ist,
darüber  liegen  noch  keine  sicheren  Angaben  vor.  Es  ist  jedoch  festgestellt  worden,
daß  Mischungen,  von  Butter  mit  10  —  und  20°/,  Sheabutter,  auch  ohne  den  Talgzusatz,
  schon  D.Z.  von  15,4  und  17,1  ergaben  und  hierdurch  die  Fälschung  der
Butter  anzeigten.

Da  es  schon  aus  Mangel  an  erforderlichem  Material  nicht  möglich  ist,  nur  in
einem  Laboratorium  genaue  Grenzwerte  zu  sammeln,  um  für  die  reinen  Fette
endgiltige  D.Z.  feststellen  zu  können,  so  wäre  es  sehr  wünschenswert,  wenn  die
für  diese  Methode  sich  interessierenden  Fachgenossen  in  erster  Linie  ihre  Aufmerksamkeit
  den  D.Z.  der  reinen  Fette  zuwenden  würden,  um  hierfür  erst  allerseits  anerkannte
  Werte  zu  schaffen.  Diese  Zahlen  würden  ohne  Zweifel  in  vielen  Fällen
wichtige  Anhaltspunkte  für  die  Beurteilung  der  Reinheit  der  Fette  darbieten.  Auch
die  hierbei  sich  ergebenden  oberen  und  unteren  Grenzwerte  für  die  S.  P.  und  E.P.
dürften  für  die  Beurteilung  mancher  Fette,  z.  B.  der  Butter,  ebenfalls  wertvolle  Anhaltspunkte
  geben.

Die  Methode  soll  nicht  den  Zweck  verfolgen,  die  Bestimmung  und  den  Wert
der  bisher  bei  der  Untersuchung  der  Fette  geltenden  Konstanten  einzuschränken.
In  solchen  Fällen  dagegen,  in  denen  andere  Methoden  versagen,  wie  z.  B.  beim
Nachweis  von  Talg  im  Schweineschmalz  und  von  Schweineschmalz  im  Gänseschmalz
wird  sie  berufen  sein,  eine  Entscheidung  herbeizuführen.

Vielleicht  eignet  sich  der  Apparat  zu  exakten  Bestimmungen  der  Erstarrungspunkte
  der:  Fette  überhaupt;  es  wäre  daher  wertvoll,  wenn  die  Fachgenossen  auch
hierüber  Erfahrungen  sammeln  und  mitteilen  wollten.

Es  ist  mir  eine  angenehme  Pflicht  den  Herren  Professor  Dr.  Juckenack  und
Dr.  Baier,  die  mir  bereitwilligst  das  wertvolle  Untersuchungsmaterial  in  Tabelle  F
zur  Verfügung  stellten,  auch  an  dieser  Stelle  meinen  Dank  auszusprechen,