Full text : Bei den Fahnen des III. Armeekorps von Metz bis le Mans.

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Brigade-Kommandeur  beschieden  und  erhielten  den  Auftrag,  die
Vorposten  gegen  die  Linie  Maizières-Bois  commun  auszusetzen.
v.  W.  sollte  seine  Feldwachen  bei  St.  Loup  les  Vignes  etablieren,
ich  sollte,  mit  meinem  rechten  Flügel  Verbindung  mit  ihm
haltend,  die  Straße  nach  Maizieres  decken.

„Gehen  Sie  nur  auf  der  Straße  nach  Maizières,  das
stark  vom  Feinde  besetzt  ist,  vor,“  sagte  mir  der  General
v.  Schwerin,  auf  die  Karte  zeigend,  „hier  liegt  ein  Dörfchen
Foucerive,  dort,  denke  ich,  werden  Sie  am  besten  Stellung
nehmen  und  von  da  Ihre  Feldwachen  aussetzen.  Rechts  halten
Sie  Verbindung  mit  der  3ten  Kompanie  und  links  steht
irgendwo,  wo  weiß  ich  selber  nicht,  das  X.  Korps,  mit  dem
Sie  Verbindung  suchen  müssen.  Ich  schicke  Ihnen  zwölf  Dragoner
  nach  und  dann  bei  Tagesanbruch  noch  eine  halbe  Eskadron.
  Wenn  Sie  angegriffen  werden,  so  verlasse  ich  mich  auf
Sie,  daß  Sie  unter  keinen  Umständen  zurückgehen.  Richten
Sie  sich  sofort  in  dem  Dorfe  zur  Verteidigung  ein  und  lassen
Sie  uns  nicht  die  Franzosen  auf  den  Hals  kommen.“

Mit  dem  gewohnten  „zu  befehlen,  Herr  General!“  zog
ich  ab  und  kann  nicht  gerade  sagen,  daß  ich  sehr  glücklich  über
den  Auftrag  gewesen  wäre,  denn  das  Aufsuchen  der  Verbindung
mit  dem  X.  Korps  schien  mir  bei  dem  schon  hereinbrechenden
Abend  höchst  problematisch,  und  wenn  mir  dies  nicht  gelang,
schwebte  ich  einfach  in  der  Luft,  was  bei  dem  drückenden  Gefühl
  der  großen  Verantwortung  nicht  gerade  ein  sehr  wohlthuender
  Gedanke  war.  Mein  liebenswürdiger  Bataillons-Kommandeur,
  Major  v.  B.,  der  mit  beim  General  gewesen
war,  gab  mir  noch  die  tröstende  Versicherung  mit  auf  den
Weg,  daß  er  bei  den  ersten  Schüssen  sofort  mit  den  beiden
andern  Kompagnien  antreten  und  mir  zu  Hilfe  kommen  werde.

In  der  vergangenen  Nacht  war  Frost  eingetreten,  der
Wege  und  Felder  wieder  passierbar  machte,  gegen  Abend  steigerte
  sich  die  Kälte  bis  auf  etwa  5  Grad.  Im  eiligen  Tempo,
um  von  der  Tageshelle  noch  den  möglichsten  Nutzen  zu  ziehen,
ging  es  nun  auf  der  Chaussee  nach  Maizières  vorwärts.  Die
in  den  Chausseegräben  und  auf  den  umliegenden  Feldern  noch
massenhaft  in  den  Stellungen,  wie  sie  das  mörderische  Blei
gefällt  hatte,  umherliegenden  Toten  boten  einen  schaurigen  An-