Von der Beweislast bei der iesr Anuslasiann. 377
bracht, und c) die Mutter der mörderischen Absicht
nicht geständig oder überwiesen seye.
Von diesen Voraussetzungen traten zwar #
und b, nicht aber c ein, da die Inq. die mörderische
Absicht einbekannt hatte.
(Schluß felgt.)
Zur LCehre von der Beweislast bei der
lex Anastasiana.
Mit einer Bemerkung über Anwen dung des
Prajudiziengesetzes v. 17. Nev. 1837.
Von Tropfen nach und nach wird ausgebölt der Stein,
Und Wahrheit, oft gesagt, wird endlich siegreich seyn.
Im 2. Hefte des XXIII. Bos. des Archivs für
civil. Praris hat Brackenhöft eine ganz neue
Ansicht über die lex Anastasiana zu Markte gebracht;
es soll nämlich die Differenz zwischen dem
Betrage der cedirten Forderung und dem vom Cessionar
gezahlten Kaufgelde der Regel nach nicht
dem debitor cessus zu Gute kommen, sondern
vielmehr dem Cedenten verbleiben, so daß sich der
Schuldner die Einforderung des gezablten Betrages
von Seite des Cessionars, und die des Restes von
Seite des Cedenten gefallen lassen müßte. — Nur
in den Fällen, in welchen der Cedent die Differenz
schenken zu wollen erklärt oder eine Schenkung des
Ganzen simulirt batte, soll nach Bracken höfts
Ansicht der Mehrbetrag zu Gunsten des Schuldners
erlöschen. — Diese Ansicht fußt hauptsächlich darauf,
daß die lex Anastasiana selbst (Const. 22
mandati) die Erlöschung zu Gunsten des Schuldners
nicht auespricht, und davon erst in der Const.
23, und zwar scheinbar nur in Bezug auf die bei-