Metadaten : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

det  Vater  am  1.  Mai  1915  aus  Tomsk  in
uts  seit  dieser  Zeit  sind  die  Angehörigen
ie  jedes  Webenszeichen.

Irschenberg,  10.  August.  In  Oed  gelang
s  dem  Kulturarbeller  Bernpaintner  nachts  zwei

siüsche  Kriegsgefangene  „die  in  Pfarrkirchen
ichen  waren,  sestzunehmen.  Er  überftellte
eer  fosort  der  Gendarmerie.

Fellnbach,  10.  August.  In  der  Ladehalle
be  Torfwerkes  Au  bei  Aibling  geriet  ein  Eisenbriunwagen
  mit  Torf  in  Brand.  Der  Wagen
eb  wurde  erheblich  beschädigt.  Die  Feuerwehr
cloen  An  löschte  das  Feuer.  Es  soll  auf  einen
hrulen  aus  einer  Lokomotive  zurückzuführen  sein.

bbing,  10.  August.  Die  Niederbauerseheee
  Zehetmeier  von  Waidhaiming  erhielten
„#  ihrem  seit  1.  Juli  vermißten  Sohn  Franz
cetmeier  die  Nachricht,  daß  er  sich  in  engli-#*
  Gefangenschaft  befindet.  Ein  zweiter  Sohn
schon  seit  längerer  Zeit  schwer  verwunder  und
dritte  Sohn  an  Gelenkrheumatismus  eri.
  Alle  brei  rückten  zu  Kriegsbeginn  ein.

Vad  Reichenhall,  10.  Aug.  Zwei  Söhne
Motzenwirts  von  Nistfeucht,  Paul  und  Mar-Leilner,
  welche  vor  drei  Jahren  nach  der
Süchen  Kolonie  Oslasrila  ausgewandert  wa-·
  sind  in  den  Nortigen  Kämpse  ugefallen.
eine  war  Assistent  auf  der  deutschen  Pflan-E
  Muoa,  der  zweite  Schreinerei-Geschäftse.
  Fünf  weitere  Mogzensöhne  stehen  an
anzösischen  Front,  von  denen  Rupert  Deil-4
  bereite  mit  dem  Eisernen  Kreuz  1.  und  2.
6  dor  goldenen  Tapferkeitsmednille  und
1an  Milkärberdiensoreu  ausgeqzeichnet  ist.  Ein
rerer  Bruder,  der  7.  Motzensohn,  bel  dem
inzregent  Luitvold  die  Patenschaft  übernom-Batte,
  starb  als  Jäger  in  Freising  am
1  Tage  wie  der  Regent  und  wurde  nach
er  Ueberfuhrung  in  die  Heimat  auch  am
ermn  Tage  beerdigt.

*  .  —e  vü?
E—
Rosenheim,  11.  August.

½*⅞  us  dem  Felde  der  Ehre  gefallen:
6  Tiefenthaler,  Bauerssohn  von  Ainisag,
-.  -olll  ubcn,Soldats-n17ResJIusReq.
.·-.«-Notckl,Mustersfohnoon  Hub  Pfarrei
szleeraschau,  Soldat  im  3.  Inuf.-AuszZeichnungen
  im  3  ides  Der  Sol-Engelbert
  Feichtner  von  Waldhausen,  der
1.  Res.-Juf.-Reg.  steht,  und  früher  Dienstl
  1  beim  Pirkl  in  Weis  (Prien)  war,
r  de  mit  dem  Eisernen  Kreuz  ausgezeichnet.
der  Jäger  Klemens  Gmeiner  aus  Ant-11
  der  seit  Kriegsbeginn  im  Felde  steht.  und
n  einmal  verwundet  war,  -  das  Eiser-Fuenz.

Tiozesan-Nachrichten-  ¶.  weilung  ereut
  der  freires.  Pfarrer  Dekan  und  erzb.
#l.  Rat  Pr.  Adalar  Arsan  als  Vikar  der
%  Pfarrei  Niederaschau,  der  Vikar  in
½7  ug,  Pr.  Joseph  Brand  als  Expolitus
-  «hcrndoks-  der  freires.  „Pfarrer,  Benefiziat
-.  Joseph  Scheurer  als  Vilar  der  erledigten
rrei  Holzkirchen.
Toramt.  Der  Musillehrer  an  der  Nealne
  und  am  Progymnasium  Traunslein,  An-Simon,
  wurde  auf  sein  Ansuchen  wegen
als  zewiesener  Dienstunfähigkeit  under  Anerkenselner
  Dienstleistung  in  den  dauernden
lefland  versetzt.
(Gewitter.  Nach  einer  Reihe  schöner  Tage,
denen  der  größte  Teil  der  Ernte  gut  geborgen
erden  konnte,  stellten  sich  am  Donnerstag  nachliags
  und  abends  mehrere  Gewitter  ein.  Sie
Sten  leineswegs  schlimm,  hatten  vielmehr  am
kend  ergiebigen  Regen  im  Gefolge,  der  für
len  und  Feld  sehr  willkommen  war.

us  dersozialdemokratischen  Pari.
  Eine  Parteiversammlung  vom  5.  August
jolgende  Entschließung  angenommen:  „Die
wbeigenossen  und  -Genossiunen  bedauern  aufs
elne  die  fortgesetzten  Jersplitterungsversuche
„abalb  unserer  Partei,  zumal  sie  zu  ciner
ei:  gelchehen,  zu  der  unbedingte  Geschlossenheit
er  Ge  amtpariei  mehr  wie  zuvor  notwendig
¾v  Di  gewählten  Führer  haben  die  Aufabe.
  das  Proletariak  durch  die  gewaltigen,
fürme,  von  denen  es  heimgesucht  wird,  —
51½?  bindurchzuführen  und  jede  Gefahr  de
.###sganges  loweit  wie  nur  immer  —
reimeiden.  Die  gesamte  Reichstagsfraktion
dringend  ersucht,  alle  Mahnahmen  zu  tref-«
  die  geeignet  sind,  dem  deuischen  Volic,
seil  zwei  Jahren  aus  allen  Wunden  blu-  


 

 

 

 

v  emen  erträglichen  ehrenwollen  m“  vorbe:
  eiten.  Die  internationalen  iehungen
mit  den  Parteigenossen  aller  Länder  2

iut  wieder  anzubahnen  und  aufzunehmen,  daeil
  einheitliches  Vorgehen  der  internatioien
  Sozialbemokratie  überall  herbeigefüh
elden  kann.  du  Sozialdemokratie  kahr4
nde  hat  mit  allen  zu  Geboten  stehenden
Külteln  den  versckrsten  Kampf  gegen  die  un- 



 

 

 

 

nerantworllichen  Streber  nach  fremden  Ländecerwerbungen,
  wie  auch  den  Kampf  gegen  Lie
Preistreiber  und  Wucherer  aufzunehmen  und
zu  führen.  Gerade  diese  beiden  Sorten
von  gefühllesen  Menschen  mit  ihren  verbrecherischen
  Neigungen  bilden  ein  ständiges  Hidernis
  für  die  Erreichung  eines  Friedens,  den
alle  Völker  wünschen.  Um  die  Aklionskraft  der
Pari#i  zu  förder#,  wolle  der  Hauptoorstand
unvelzüglich  eine  Konserenz  einberufen,  19  der
der  Minderheit  Gelegenheit  zur  Aussprache  zu
geben  ist.  Ebenso  sollen  iht  entsprechend  ihrer
Stärle  Sith  und  Stimme  im  Parteivorstand
gegeben  werden.“

Der  Weltkrieg.

Die  Generalssäge  in  Frankreich.

Genf,  11.  August.  Das  „Petit  Journal“
gibt  große  Personalsreränderungen  der  höheren
  franz.  Kommandostellen  bekannt.  Ein  Divistonsgeneral
  und  13  BVrigadegeneräle  wurden
in  die  Reservesektion  versetzt.  (Z.)

Neuc  englische  Truppen  an
der  Somme.

London,  11.  August.  Die  amtl.  Bekanntgabe
  von  Offiziersverlusten  läßt  erkennen,  daß
leit  dem  1.  August  acht  neue,  bisher  noch  nicht  genannte
  Divisionen  in  den  Kampf  eingetreten
lind.
Wechsel  imösterreichischen

inisterium.

Budapest,  11.  August.  Der  Abg.  Stephan
Rakomsty,  einer  der  Oppositionsvertrauensmänner,
  erklärte,  er  habe  Kenntnis  davon,  daß  die
Kandidatur  des  Grafen  Julius  Andrassy  als
Minister  des  Aeußern  in  ersten  und  einftußreichen
  Kreisen  in  bestimmter  Form  bezeschnet
wird.  Es  sei  nicht  ausgeschlossen,  daß  in  lurzem
alle  Einzelheiten  dieser  Angelegenheit  veröffentlicht
  werden  lönnten.  13.)

750  000  Mann  russische  Verluste.

Berlin,  10.  August.  Wie  aqus  dem  (k.
und  l.  Kriegspressequartier  gemeldet  wird,  schätden
  gut  unterrichtete  russische  Kreise  die  letzten
russischen  Verluste  an  Toten  und  Verwundeten
auf  mindestens  750  000  Mann.  Um  die  Größe
der  Verluste  nicht  bekannt  werden  zu  lassen,
dürsen  alle  Verwundetenzüge  die  größeren  rufsilchen
  Stationen  nur  nachts  passieren.  (3.)

 

Das  itulienische  Großkampfschiff
„Weonardo  da  Vinci“  zerstört.
Lugano,  11.  August.  In  Turin  ist  das
Gerücht  verbreitet,  daß  dos  italienische  Großkampsschifs.
  „Leonardo  da  Vinck“  im  Hafen  von
Tarent  in  die  Luft  geflogen  ist.  Die  sUrsache  cder
Zerslörung  Ut  unbekannt,  doch  soll  sie  auf  Tatsache

  beruhen.

Das  Schiff  gehörr  der  glasse  der  banenischen
Ero  inionschiffe  und  ist  in  brnrn-1911
  pom  Stapel  gelaufen.  Es  hat  22

 

Wasserverdrängung,  eine  Schnelligkeit  von  32
Seemeilen,  eine  Bestückung  von  dreizehn  30,5
Zentimeter,  achtzehn  12-Zentimeter-,  zwanz  n)
#  C#  Ztm.-Gesch#tzen,  drei  Torper  oausstoßroh  e,
Die  Bemannung  beträgt  rund  1000  Mann.
3#½  derselben  Klasse  gehören  noch  die  Linienschiffe
  „Giulo  Cesare“  und  „Conte  di  Cavour“.

Der  Vierverband  gegen  die  Schweir.

Bern,  11.  August.  (Meldung  der  Schwmeizerischen
  Teiegrarhenagentur)  Die  Unterhandlungen
  der  schweizerischen  Delegierten  mit  den
Vertretern  der  Alliierten  Regierungen  in  Batris
  sind  beendet  worden.  Aus  dem  heute  eingetroffenen
  Berichte  geht  hervor,  daß  die  Unterhondlungen
  für  die  Schweiz  zu  einem  völligen
Mißberfolg  fast  auf  der  ganzen  Sinic  geführt
haben.

Der  italienische  Handelskrieg.

Nom,  11.  August.  (Agenzia  Stefani.)  Ein
im  Amtsblatt  erschienener  Erlaß  verbietet  den
itolienischen  Bürgern,  auch  den  im  Auslande
wohnenden,  ebenso  wie  allen  in  Italien  und
in  den  italienischen  Kolonien  sich  aufhaltenden
ersonen  den  Handesverkehr  1.  #nit  Personen,
Anftalten  und  Gesellschaften  im  Oebiete  der
Italien  feindlichen  Staaten  und  ihrer  Verbundeten,
  sowie  in  den  von  den  Feinden  oder  ib
ren  Verbündeten  bajetzten  Gebiete.  2.  mit  Untertanen
  der  vorgenannten  Staaten.  wo  sie  sich
auck  befinden,  3.  mit  Personen.  Handelshausern
und  Gesellschaften,  welche  in  einer  auf  den  Vorscklag
  des  Ministers  fur  Landel,  des  Innern
und  der  Justiz  „durch  einen  königlichen  Erlaß
fekzustellenden  r  Liste  aufgeführt  werden.  Ein
anderer  im  Amteoblatt  ersch  einender  Erlaß  imiermift
  alle  Handelsunternehmungen  im  Königreicke,
  die  von  Angehörigen  der  Italien  feindlicken
  Staaten  oder  ihrer  Verbündeten  verwaltel
  werden,  und  Handeisunternehmungen.
an  denen  solche  Versonen  überwiegenden  Antleil
  besitzen,  der  Aufsicht  der  Regierung.  andernfalls
  erfolgt  Beschtagnahme  und  Aufsösung.

Die  Italiener  in  „Tripolir.“

Lugano.  11.  Auguft.  Aus  der  in  italieniichen
  Blättern  veröffentlichten  Passagierliste  des
rersenkten  Dompfers  „Letimbro“  gelt  hervor.
daß  die  Stadt  Benghasi  offenbar  von  den  Jtalienern
  geräumt  wird.  Soldaten  und  Oifiziere
von  acht  verschiedenen  Regimentern  haben  sich
n  Bord  befunden.

 

Sltudi.  Arbellsami  Aosenheim.

Offene  —  Hier:  1  uhasnecht.  1
Maschinenschlosser,  8  Se  4
Zimmerleute,  Maurer,  47  Prmwankochi  *
Kellnerin,  5  Fabrikarbeiterinnen.  Auswärts:

2  Unterschweizer,  1  Fuhrknecht,  3  Feldknechte,
1  Ochsenknecht,  1  Steinmeß,  1  Marmordreher,  2
Marworschleller,  6  Liendreh.  &  Maschinen-Guste

  7  schlosser,  1  Hammerschmied,  2
Bese  asschmire.  4  Wagur  5  Spenglet,  1
Sattler,  3  Ganzfäger,  2  Schrekter,  2  —

brauer,  2  Brauerlehrlinge,  l  M  er,  1  Muller,
  1  Schneider,  7  xs  Hoharbeiter,
  20  Erdarbeiter,  4  ¾  10

 

Hausmägde,  3  Madchen  für  Alles,  1  Kindergärtnerin,
  2  Kellnerinnen,  170)  Stall=  und  Felomägde.


 

Bunte  Chron##n

Ueber  diegrößte  Schlacht  der  Weltgeschich
  te  lesen  wir  im  Heft  43  der  illustrieritrierten
  Zeilschrift  „Ueber  Land  und  cer“
(Deutsche  Verlags-Anstalt,  Smngart):  In  der
großen  Völkerschlacht  bei  Leipzig  standen  sich
46½6  Merschen  gegenüber,  auf  seiten  de
Verbundeten  300  000,  auf  seilen  der  Franzosen
160  000.  Die  Gesamtverluste  an  den  drei  grohbhen
  Kampftagen,  den  16.,  18.  und  19.  Oktober
  1813,  betrugen  62000  Tote  und  Verwundete
  .  .  Am  25.  Februar  1905  leiteten  die
Japaner,  die  über  300  000  Maan  verfügten,
ihre  großgzügigen  Operationen  gegen  das  rufsische
  Heer,  das  310  000  Mann  stark  war,  ein,
und  es  gelang  ihnen,  indem  sie  mit  beispielloser
  Kühnl,eit  die  beiden  Flügel  der  russsschen
Steilung  zu  umfassen  verstanden,  das  russische
Heer  vernichtend  zu  schlagen.  Die  Russen  verloren
  eiwa  100  000  Mann  einschließlich  der
Gesangenen,  während  die  Verluste  auf  japsniscker
  Seite  an  Toten  und  Verwundeten  mr
41½100  Mamnn  bemugen.  Diesen  grohen  Waf.
ienerfolgen  der  Japaner  reihen  sich  unsere  deutschen
  Erfolge  in  diesem  Welttriege  würdig  an.

Ja.  danl  unserem  Hindenburg  dürfen  wir  uns
rulmen.  auf  den  Schlachtfeldern  der  Geschichte
zurzeit  die  größten  Lorbecren  errungen  habe#.In
  der  Scklacht  bei  Tannenberg  vom  27.
bis  25  August  1914  gelang  es  Hindenburg,  mit
weit  unterlegen  Kräften,  mit  nur  150000
Mann.  die  ruffische  Narewarmec  in  Stärke  ron
250  000  Mann,  dem  Beispiel  Hannibals  bei
Kanna  folgend,.  einzukreisen  und  aufzureiben.
Nur  elwa  60.000  Russen  emtamen,  100  C00
murden  gefangen  genommen  und  die  übrigen
deckien  das  Schlachrfeld.

Unsere  Kinder.  Karlchen  beim  Waschen:
  „O,  wenms  nur  grad'  a  Wasserkart'n
gäb!“

Au-der  Schulc.  Wohin  sent  man  noch  das

Fragezeichen?  Schuler:  Hinter  eine  Reuter-Meldung.


 

Unbedingt  sichere  und  dabei  Lut  Aufbe.

wahrung  von  Wertpapieren  und

He#t  rn  mündelsicher  n
Handelsbank  Frale

7“
Se  weriscg.  in  heutiger  Rummer.  -

 

+

kestaurauon  Harchauses.

Ausfiugsort.  —7
vp  é6  0  v  A##ng.
Kafter  mit  Auchm,  Apselwein.  eigem  Kalleril.

Iremdenzimmer,  Moorbäder.

4585  EA

1½  Std.  v.  Kolbe#####

 

Wertterbericht  fir  Samstag,  12.  Augun  1916.
Wechselnde  Bewölkung,  Srrichregen.

—  —