Metadata : Medizinal-Statistische Mittheilungen aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte. Zweiter Band. (2)

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3.  Die  Impfung  der  Thiere  und  die  Entwickelung  der  Impfpusteln.

Der  benutzte  Impfstoff.

Ueber  die  Art  des  in  den  einzelnen  Anstalten  zu  den  Kälberimpfungen  benutzten  Impfstoffes
  enthalten  die  Berichte  nachstehende  Mittheilungen:

Laufende  Nr.

Anstalt

Menschen.
lymphe

Thler  ·
lymphe

Impfthiere  wurden  geimpft

Menschenund
  Thlerlymphe


Gesamm  t
zahl  der
geinipften

Thiere

Bemerkungen

—

—

Berlin

Stettin

Oppeln

Halle  a.  S.

Königsberg  i.  Pr.

33

65

73

23

98

Soweit  Menschenl#myhe  als  Aussaatmaterial
diente,  war  sie  1  Vorsteher  der  Anstalt
persönlich  und  sehr  bn  fälti  db¾t  geimpften
Kindern  entnommen.  Die  lvin  ymphe  ent.
stammte  den  Kälbern  des  Instituts  zu  einem
Theil,  zum  anderen  dem  Institut  in  Karls.
ruhe  ariola-Vaccine).

Die  Menschenlymphe  war  meist  von  den  durch
die  Anstaltsärzte  geimpften  Kindern  entnommen,
  uim  „Uebrigen,  von  auswärts  käuf-Khierly

  ymphe  war  zum
r  W  Dbll  ndiens  er  *—  Men-W-
  in  der  Anstalt  gewonnen.  Es
wurden  aber  auch  mit  einem  älteren,  früher
durch  viele  Generatienen  Hortsspüchtelen
Stamm  Versuche  gemacht.  Außerdem  rand
Variola-Vaccine  aus  Karlsruhe  erwendung.


Zur  Werimpfung  gelangte  ausschlehlish  auf
Kälbern  fortgenshchteter  Impfstoff.  Der  im
Vorjahre  au  discher  Kalberlymphhe
angezüchtete  Staenn  wurde  von  der  7.  b
zur  13.  Generation,  ein  zweiter  und  aritbis
ebenfalls  mit  holländischer  W  he  angelegter
  Stamm  nur  4  bezw  enerationen
fortgeführt.  Ferner  Miri  en  aus  einer
Mischung  der  Lymphe  verschiedener  Kälber
neue  Stämme  bis  r  und  6.  Generation
gebracht.  Es  wurde  Hauwy  darauf  gelegt,
nur  Impfstoff  von  dr  besten  Blattern  zur
Weiterimpfung  zu  verwenden.

Die  Menschenlymphe  war  von  Probeimpflingen
  selbstgewonnen,  einige  Male  aus
Pleschen  übersandt.  Die  Thierlymphe  war
aus  kurlcen  (Bariolgr  accine),  aus
Kassel  und  Stettin  gen;  erstere  wurde
wegen  des  Seiten  beon  Kälbermaterials
mit  ungenügendem  Erfolg,  die  aus  den
beiden  anderen  Quellen  stammende  mit  sehr
gutem  Ergebniß  verwendet.  Zuletzt  wurde
fremde  (Stettiner)  Lyumphe  benutz,  die  dann
in  der  Anstalt  bis  zur  2.  Generation  gebracht
  wurde  (letzte  Enntep.

Die  Menschenlymphe,  welche  ausnahmslos
die  Anstalisarzte  #esammeert  atten,  war  in
der  Regel  mit  gleichen  Theilen  wässerigen
Glycerins  gemuische  nur  ganz  frische  Bupbe
wurde  einigemal  mit  der  doppelten  Menge
verseyt,  ohne  daß  dadurch  der  Ertrag  ver-11*