Mummer 51
Krlegsamt. Amiliche mittellungen und Hochrlichten. 11
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Grunwald gab eine Schilderung der in Anlehnung an die
Pläne des Verbandes eingerichteten Anleruwerksiatt der
Firma Dr. Max Leby-Berlin. Daran schiohz sich ein leb—
hafter Meinungsaustausch über die von verschiedenen Seiten
gemachten Erfahrungen.
Den Kriegsamtstellen wird nochmals empfoblen, mit
dem Verband systematisch zusammenzuarbeiten und den
Fachossizieren das Unterrichtsmaterial, welches der Verband
zur Verfügung stellt, zugänglich zu machen.
* Volkstümliche Vorstellungen für
Arbeiter.
Kriegsministerlum. Krlegsamt.
Kriegs-erflatz- und Hrbelts-Departement.
Zu MNr. 2272“/4. 16 HZS. 15.
Die vom Kriegsamt angeregten und auf seine Veranlassung
auch während der Sommerspielzeit 1917 bzw.
Winterspielzeit 1917/1918 von den fünf Königlich Preußischen
Hofbühnen und dem weitaus größten Teil der übrigen
dentschen Theater durchgeführten volkstümlichen Vorstellungen
(vgl. „Kriegsamt“ Nr. 10, S. 19, Nr. 22, S. 8)
haben sich nach den vorliegenden neueren Berichten weiterhin
durchaus bewährt. "
Auch die dem Deutschen Bühnenverein nicht angerölosfenen
Theater haben sich zum großen Teil bereitwilligst
i den Dienst der Sache gestellt. Ebenso sind gemäß der
Anregung des Kriegsamts die geeigneten Lichtspieltheater
zu den Veranstaltungen so weit wie möglich herangezogen
worden. #
Einige Theater haben in anerkennenswerter Weise über
die f. Zt. vom Deutschen Bühnenverein beschlossenen monatlichen
zwei Pflichtvorstellungen hinaus weitere volkstümliche
Vorstellungen für die Arbeiterschaft gegeben.
Die mit der Einrichtung gemachten günstigen Erfahrungen
haben das Kriegsamt veranlaßt, die zuständigen
Dienststellen zu beauftragen, die Fortführung der Ver—
austaltungen auch während der kommenden Sommerspielzeit
herbeizuführen und ihrem weiteren Ansbau volle Aufmerksamkeit
zu widmen. «
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Besondere Mitteilungen für die
frauenreferate der Kriegsamtstellen
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und den Nationalen Ausschuß für
frauenarbeit im Kriege.
Lehrgang in der Luberkulolse-fürsorge,
Berlin.
Kriegsminissterium. Krlegsamt.
Krlegs-Erlatz- und HKrbelis-Departement.
Nr. 5. 18. RzZSc I vom 13. 5. 1918.
Die Kommission für den Ausbau des Unterkunfts- und
Fürsorgestellenwesens veranstaltet vom 1.—29. Juni einen
Lehrgang zur Ausbildung in der Tuberkulosefürsorge. Zur
.
Teilnahine zugelassen werden staatlich gebrüfte Krankenpflegerinnen,
Säuglings., Wohnungs. und Fabrikpflegeriimen
und andere Damen mit sozialer Vorbildung. Anmeldungen
sind bis zum 22. Mai an die Geschäftsstelle des
Tuberkulose-Zentralkomitees, Berlin W., Linkstr. 29, zu
richten.
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Sammel- und Helferdienst
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Mitteilungen des Kriegs-Husschuffes
für Sammel- und Helferdienst
(unter dem Vorlitze des Krlegsamtes).
* Ffrauenhaar-Sammlung.
Der unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters
Schnackenburg beim stellvertretenden Generalkommando des
Sammel- und Helferdienst hat energisch die Sammlung von
Frauenhaar in die Hand genommen. Sierbei wird er vom
kommandierenden General unterstützt, der sich mit Verfügungen
an die Truppenteile und Behörden in der Erwartung
wendet, daß diese auf den besonderen Wert der Saarsammlung
hinweisen und bei den weiblichen Angestellten
darauf hinwirken, daß sie selbsi zu einem Ersolg der Sammlung
beitragen und auch in ihren Familien und bei
Freunben zur Mithilfe werben. Der Kommandierendt
General richtete ferner an die Abteilungen des stello.
Generalkommandos folgende Verfügung: Ich ersuche die
Vorsteher der Abteilungen, auch bei den unter ihnen arbeitenden
weiblichen Hilfskräften die Organisation gleicher
Sammlungen anzuregen. Abteilungen, bei denen wegen
der beschränkten Anzahl ded weiblichen Personals eine
eigene Samlung nicht zweckmäßig ist, schließen sich anderen
Abteilungen an. Die auf diese Weise gesammelten Haare
werden, sobald die vorhandene Menge solches lohnt, an die
Sammelstelle abgeliefert. Es darf angenommen werden,
daß die bei militärischen Behörden arbeitenden weiblichen
Angestellten es sich angelegen sein lassen werden, auch in
dieser Beziehung mit besonderem Eifer zum Wohle unseres
Vaterlandes sich zu betätigen und durch treue Pflichterfüllung
vorbildlich zu wirken.
* Sammlung von Brennellein.
Nr. 533718 Sa. KRef. 2 vom 26. 4. 9 3.
Zur Versorgung des Heeres mit Unterkleidung und
ähnlichen Ausrüstungsstücken muß die Gewinnung der
Brennessel zur Erzeugung von Nesselfaser in größtem Maßstabe
erfolgen.
Die meisten Brennesseln werden der Fasergewinnung
dadurch entzogen, daß sie in der Heuernte mit abgemäht
werden. Wird die Nessel mit abgemäht und gelangt sie unter
das Heu, so ist sie für die Fasergewinnung verloren. Für
Futterzwecke wird aber dadurch nicht viel gewonnen, denn