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alten, unfreien Zustande; sein Glück hing vom Zufalle ab,
von künftigen Kombinationen, die Niemand errathen, Niemand
hervorbringen konnte, die man bloß abwarten und im Augenblicke,
wenn der Silberblick sich zeigte, klug und redlich nutzen
mußte. Hier war's, wie planmäßige Wohlthaten gewöhnlich
doch vollendeker sind, als zufällige, hier war's ein Augenblick
der wohlthätigsten Eurschließung eines Fürsten, der sämmtlichen
Unterthanen der Kammer, dem schon freieren Städter
und dem minder freien Landmanne mit einem Male ein
Glück anbor, das den unschätzbarsten Fonds eines immer er-Die
Unterpfalz ist entstanden wie Wirtemberg, Wirtemberg
entstand wie die Unterpfalz, beide Fürstenthümer erwuchsen
durch das langsamste, zufälligste Zusammenfließen mehrerer
kleineren oder größeren Güter und Herrschaften; warum erbielt
Wirtemberg Landstände? warum hat die Unterpfalz keine Landstände?
Weil Kurfürst Philipp, der gleichzeitig mit Eberhard
dem ältern von 1476 bis 4508 in der Unterpfalz
regierte, kein Eberhard war, und in diesem Zeitraume der
pfälzischen Geschichte keine der schönen Veranlassungen sich
fand, die damals in Wirtemberg die Entstehung eines Korps
von Repräsentanten der Kammerunterthanen veraulaßten.
Kurfärst Philipd war kein Eberhard, und wenn er auch sein
Volk liebte, wie er denn in der That auch nicht unbarmherziger
Natur war, so liebte er doch nur, wie die meisten Fürsten
ihr Volk lieben. Er regierte unschädlich, er that nach
Bequemlichkeit Gutes, ihn drang nicht die Aussicht auf die
bevorstehenden Schicksalc seines Landes, um durch neue Anstalten
und neue Einrichtungen für sein liebes Land zu sorgen.
Der Fürsten Sinn steht leider jetzt meist auf unumschränkter
Gewalt; welcher Nachfolger würde es seinem Regiments-Vorfahren
danken, wenn er neuerrichtete Landstände zum