thumbs : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1876. (53)

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Stehenlassen  von  bespannten  Fuhrwerken  ohne  Aufsicht,  desgleichen  von  leeren
Karren  oder  Wagen,  sowie  schnelles  Fahren  ist  untersagt.

Bezüglich  der  Aufstellung  der  Fuhrwerke,  des  Vieh's  ꝛc.,  ist  den  Anordnungen  der
Aufsichtsbeamten  und  Diener  Folge  zu  leisten.

Das  Befahren  des  Hafendammes  mit  Gefährten  zum  Zweck  der  Personenbeförderung
  ist  ohne  besondere  Genehmigung  des  Hafendirektors  nicht  gestattet.

8.  23.

Personen,  welche  Waaren  in  die  Stadt  verbringen  wollen,  haben  durch  das  Hafenthor
  ihren  Ausgang  zu  nehmen  und  über  die  Berechtigung  zur  Abfuhr  der  Waare  dem
dort  postirten  Grenzaufseher  gegenüber  auf  Verlangen  sich  auszuweisen.

8.  24.

Gegenstände  auf  dem  Hafenquai  und  den  Ladebrücken  ohne  Erlaubniß  des  Hafen—
direktors  lagern  zu  lassen,  ist  nicht  gestattet.

Schwere  Gegenstände,  deren  Weiterverbringung  den  Ladebrücken  Schaden  verursachen
könnte,  dürfen  nur  auf  den  Hafenquai  ausgeladen,  beziehungsweise  von  dort  auf  die
Schiffe  eingeladen  werden.

Mit  bespaunten  Fuhrwerken  darf  auf  den  Ladebrücken  nicht  gefahren  werden.  In
das  Hafenbecken  dürfen  weder  schwimmende  noch  sinkende  Gegenstände  geworfen,  überhaupt
darf  das  Hafen=  und  Zollhofsgebiet  in  keiner  Weise  verunreinigt  werden.

Schiffe,  welche  im  Hafen  untergesunken  sind,  hat  der  Schiffsführer,  beziehungsweise  der
Eigenthümer  alsbald  wieder  zu  heben;  geschieht  dieß  nicht  binnen  der  von  der  Hafendirektion
  festgesetzten  Frist,  so  ordnet  diese  die  Hebung  auf  Kosten  der  ersteren  an.

§.  25.

So  lange  die  Dampfboote  in  den  Hafen  einlaufen  oder  aus  demselben  auslaufen,  ist  es
verboten,  mit  Kähnen,  Gondeln  und  anderen  kleinen  Fahrzeugen  sich  an  der  Hafeneinfahrt
  aufzuhalten.

In  gleicher  Weise  ist  strenge  untersagt,  mit  den  genannten  Fahrzeugen  in  den  Kurs
der  Dampfboote  oder  unmittelbar  hinter  solchen  in  deren  Fahrwasser,  beziehungsweise  in
den  durch  dieselben  erzeugten  Wellenschlag  hineinzufahren.

§.  26.

Das  Waschen  und  Baden,  ebenso  das  Abbrennen  von  Feuerwerk,  Schießen  und
ähnliche  Verrichtungen  im  Hafengebiet  sind  verboten.