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Geheimtelegrammdes(Gesandtenin Bukarest
vom 25. Junid. Juli 1915. Nr. 378.
Persönlich.
Betrifft Geldmittel für die Bezahlung des im Auslande bestellten Kriegsmaterials
und für die dureh Vermittlung Frankreichs gekanften 100 000 Gewehre.
Die rumänische Regierung wird in den nächsten Tagen London um eine
ücue Anleihe von 5 Millionen Franken bitten, wobei der dortige rumänische 6
sandte die Weisung erhält, kategorische Versicherungen abzugeben. daß Ru-Mänien
ohne jeden Zweifel auf der Seite des Vierverbandes eingreifen wird. Indem
Konstaninesku mir von obigem Kenntnis gab, bat er mich inständigst un
Meine Mitwirkung dazu, «daß die Kaiserliche Regierung sich in London für lie
Erfüllung des erwähnten Gesuches der rumänischen Regierung ausspreche. Der
Minister wies hierbei darauf hin, daß seit Beginn des Krieges Rumänien bereits
300 000 Franken für Kr iegsrüstungen und Teilmobilisationen ausgegeben habe
und daß es auch in Zukunft gewillt sei, keine Mittel zu sparen, um seine milifärische
Bereitschaft. zu erhöhen. Derartige Geldausgaben würden nicht von
einen Lande gemacht, welches neutral bleiben will. Rumänien könne nur anf
unscrer Seite eingreifen.
wez. Poklewski.
(Prawda vom 31. Januar 1918.)
Geheimtelegramm des Botschafters in Paris.
25. Juni’S. Juli 1915. Nr. 440.
Deleasse sagte mir. daß er gestern die Einwilligung des Londoner Kabinetts
für die Überlassung des wanzen Banats an Rumänien erhalten hat. Beide
heabsichtige n, als Gegenwert für dieses Zugeständnis Serbien Semlin ınit dem
für die strategische Sicherstellung Belgrads notwendigen Landstreifen zu ver-Sprechen.
Auf diese Weise erhält Bratianu die Erfüllung aller seiner Forderungen
und wird seine Karten endgültig auflecken müssen. Poinear“ meint, daß
jetzt alle Anstrengungen auf die schleunigste Unterzeichnung eines Abkommens
mit Rumänien gerichtet werıen müssen, da Jessen Eingreifen auch Bulgarien
hineinziehen kann. gez. Iswolski.
(Prawda vom 31. Jauuar 1918.)
Geheimtelegramm des Botschafters in Paris
vom 28. Juni/11. Juli 1915. Nr. 421.
Ich habe den Inhalt Ihres Telegranms Deleasse mitgeteilt, der mir gegenüber
die Befürchtung ausgesprochen hat, daß die von Ihnen gestellte Bedingung.
betreffend die Verpflichtung Rumäniens, die Serben im Banat nieht zu rumänisieren,
von seiten Bratianus neue Einw endungen und Verzögerungen hervor-36