##ummer 251
Hdeener Reuigfelln.
München, 27. Okt. Der Alterspräsident der
bayer. Abgeordnetenkammer, der Zentrumsabgeordnete
Oekonomierat Franz Burger,
der als Vertreter des unterfränkischen Wahlkreises
Gerolzhausen seit dem Jahre 1869 ununterbrochen
Mitglied des Landtages ist, tritt
morgen in das 80. Lerensjahr ein. Abgcordneter
Burger erfreut sich infolge seines loyalen
Austretens und seiner versöhnlichen Art, wie
er sich an den Debatten in der Abgeordnetenkammer
beteiligte, auch bei seinen politischen
Gegnern großer Wertschätzung und Achtung.
München. 27. Okt. Oberbürgermeister Dr.
v. Borscht hat als zweiter Vorsitzender des Deutschen
Städtetages das Eiserne Kreuz am weißschwarzen
Bande erhalten.
München, 27. Okt. Nach dem Amtsblatt
für die Erzdiözese München-Freising konnten als
Ergebnis andeskirchensammlung für kriegsgefangene
Deutsche“ in der Erzdiözese Munchen-Freising
20 5000 Mark an den Bischof von Paderborn
gesandt werden.
Jayeriche Neei#hen.
Kandshut, 27. Okt. Die Gewerbebank
Landshut, welche durch die unrerantwortliche
Wirtschaft ihres ehemaligen Direktors Becher
an den Rand des Abgrundes gebracht wurde,
hat bekanntlich ihren Konlurs beantragt. In
einer am Sonntag abgehaltenen Versammlung
der Mitglieder und Gläubiger wurde jedoch beschlossen,
die Einstellung des Konkurses zu beantragen
und eine außergerichtliche Liquidation
in die Were zu leiten. Die Vorstandschaft wurde
ermächtigt. die notwendigen Schritte zu unternehmen.
Maßgebend für diesen Beschluß waren
die hohen Kosten des Konkurses, wie das
im Falle des Kraches der Pfaffenhofener Bank
zutage trat, deren Liquidator Magistratsrat
Strasser in der Versammlung anwesend war
und nähere Ausschlüsse gab. In Psafsenhofen
hätte man bei Liquidation mindestens 90 000
gegenüler dem Konikurse erspart. Nach Ausführungen
des Herrn Hollweck-Landshut, der
ebenfalls für Eiquidation sprach, werde der
Magistrat der Bank in jeder Weise entgegenkommen,
um die Sache so bald als möglich
aus der Welt zu schaffen. Eine Regelung der
Angelegenheit durch Vergleich sei vorzuziehen,
da sonst 41)00 50 Geschäfte in Konlurs kommen.
Nach Berechnungen der Haftsumme glaute man,
den Gläubigern sofort 40 Prozent anbieten zu
können, nach Anfall der weiteren Gelder ron
Mitgliedern und Schuldnern lönnen dann allmählich
weitere Beträge ausbezahlt werden. Die
Liquidation wurde darauf einstimmig beschlossen.
Bapreuth, 27. Ok“. Infolge der Butterknaxpheit
hat es in letzter Zeit auf dem hiesigen
Wochenmarkte wiederbolt unliebsame Szenen gegeben.
Es ist zu Obrfeigen, Herausreißen und
JZertreten ron Waren usw. gekommen, und die
Zustände sind allmählich unhaltbar geworden.
Um den allzu stürmischen Andrang der Käuferinnen
in „geregelte Vahnen zu lenken“, hatte
man beim letzten Wochenmarkt zum erstemmal
Buden aufgesiellt, in denen die Bauersfrauen
ihre Butter abgeben mußten. Aber damit war
auch nichts gedient, es gab ein fürchterliches
Gedränge, man balgte sich förmlich vor den
Buden, und die Schutzleute hatten alle Mühe,
die Vertreterinnen des „zarten Geschlechts“ in
Ordnung zu halten. Nunmehr ordnete die
Marktpolizei an, daß rom nächsten Wochenmarkt,
am Mittwoch, an die Buden ganz zusammengerüct
werden, so daUß sie eine Gasse
bilden mit einem Eingang und einem Ausgang.
Durch diese hohle Gasse müssen die einkaufenden
Frauen nacheinander kommen. Jeder Käufer
erhält höchstens ein halbes Pfund, das Geld
muß abgezählt bereit gehalten werden. Zugleich
wird ein öfsentlicher Appell an die Einwohnerschaft
gerichtet, auch andere Waren, Eier usw.
nur in kleineren Mengen einzukaufen.
Goldbach, 27. Okt. Hier wurde unter Mitwirkung
der Gewerbebank für Aschaffenburg
cine Einkaufsgenossenschaft für das Schmiedehandwerk
für Aschaffenburg und Umgebung gegründet.
Die zahlreichen anwesenden Schmiedemeister
von Ischossenkarg. und Umgebung tratlen
sofort ohne Ausnahme der neuen Genossenchaft
bei. Der Zweck der Genossenschaft ist
der gemeinsame Einkauf von Eisen und Kohlen.
Neustadt a. B., 27. Okt. Die Mitteilungen
über Kupfererze in der Pfalz, die in den letzten
Tagen die Runde durch die Presse machten,
haben durch die Sachrerständigen-Gutachten von
Professor Oelkecke-München und Dr. Mehlis-Neuftadt
große Aufmerksamkeit gefunden. Das
Gebiet, in dem ausgedehnte Kupfererzmengen
legutachtet werden, zieht sich das Donnersbergmassiv
in der Norppfalz entlang. Eigentumer
ist der bayerische Landtagsabgeordnete und
Gutsbesitzer Eugen Abresch.
Gtenzlande.
Salzburg, 27. Oktober. Der Salzburger
Schnürlregen ist eine insbesondere während der
Sommerzzeit auftretende Uimatische Erscheinung.
scheinung, von der auch wir in Reichenhall und
etasenheimer
Aber die Salzburger wissen, was sie an ihrem
Schnũrlregen haben und sind stolz auf ihn. In
richtiger Erlenntnis dessen hat sich daher am
Bahnhof Salzburg eine — Schirmverlei astalt
etabliert, damit jeder bei der Ankunft in Salzburg
gleich weiß, woran er ist. Regenschirme
in jeder Dimension, Farbe und Güte werden
dort zum Einsatz von drei Kronen für Tage
Wochen und bei längerem Aufenthatt selbst ga
Monate ausgeliehen. Mehr kann man nicht
rerlangen!
Uagerliches uenn
Bolzkirchen, 27. Okt. Am Mittwoch. früh
wurde auf der Bahnstrecke zwischen Holz#rchen
und Darching der Soldat Johann Grasberger
tot aufgefunden. Vermutlich ist er von einem
Zug am Dienstag abend überfahren worden.
Wörnsmühl, 27. Okt. Vor kaum einem
Jahr rerschied in der Demmelbauerfamilie
Gschwendtner in der Grandau ein Töchterchen
an der Dixphtheritis. Gestern erlag dem gleichen
Leiden der älteste, 14 jährige Sohn Joses
und heute nachts verstarb der 12jährige Sohn
Andreas an Diphtheritis.
Varrischzell, 27. Okt. Zum Bau der neuen
Strahr Bayrischzell-Kufstein sind heute 200 Russen
hier eingetroffen. Sie haben das neuerbante
Gesangenenlager bezogen.
Gmund, 27. Okt. Ein trauriges Ereignis
hat sich in der Wohnung des Uhrmachers Löm
bei Gmund zugetragen. Der Säger Mathhias
Heinrich, welcher schon seit längerer Zeit schwer
kranl ist und dessen Leiden sich in den letzten
Tagen furchtbar gestaltete, hat in einem Anfall
von Geistesstörung Hand an sich selbst gelegt
und sich mit seinem Militärgewehr durch
zwei Schüfsse erschossen. Heinrich. welcher 46
Jahre alt ist und außer lseiner Frau 14 Kinder
hinterläßt, war ein fleißiger Arbeiter und
hat im Berein mit seiner Frau die Kinder brav
erzogen.
Lel n
Rosenheim, 28. Olt.
Auszeichnungen im Felde. Das Eiserne
Kreuz wurde dem Leutnant Franz Neder
(Wasserburg der Landwehr-Jnf. 2. Aufgebots
und dem Feldwebelleutnant Wolfgang Rinnab
des Landsturm-Inf.-Bat. Rosenheim verliehen.
Aus den Verlustlisten. In der bayer.
Verlustlis Nr. 228 wird gom 3. Juf.-Rgt.
der Inf. Theodor Kuchler aus Reilmehring 4
schwer rermundet ausgeführt. Er is der Sohn
des Rangiermeisters Kuchler in Nosenheim. Der
tapfere Mitkämpser ist früher schon einmal verwundet
worden. Ein zueiter Sohn Kuchlers
wird seit der Schlacht bei Lodz am 31. Januar
vermißt. Der Vater ist zurzeit als Rangiermeister
in Belgien tätig.
Siegesfreude gibt sich seit Mittwoch
Abend wieder zu erkennen. Die so schnell gelungene
Verbindung der deutschen und österreichisch-ungarischen
Heere mit den bulgarischen
Streitkräften aus dem serbischen Kriegsschauplatz
hat überall sreudige Ueberraschung und Genugtuung
ausgelöst. Weiß doch jeder, der einigermaßen
die Kriegsereignisse verfolgt. was damit
Großes auf dem Spiel steht. Die jetzt vollgogene
Vereinigung ist der Anfang für die Erbisnung
der freien Bahn nach Konstantinopel.
Die rier verbündeten Heere können dam in innigstem
Zusammenarbeiten ihre Ueberlegenheit
erst recht erproben. Als wir zur Ankündigung
des großen Ereignisses die Fahne aussiehen
ließen, solgten gar bald viele nach. Auch de
Siegesschüsse dröhnten wieder über Stadt 8
Land. Im Flaggenschmuck ist heute auch erstmals
eine bulgarische Fahne zu sehen; sie weht
auf dem Haus Ludwigsplatz 10.
Eince begrüßenswerte Maßnahme
hat der Justizminister am Mittwoch im Finanzaus#schuß
der Kammer der Abgeordneten angekündigt.
Er teilte mit, daß in allernächster Zeit
ein Gesetzentwurf worgelegt werden wird, worin
für § 4 des Kriegszustandsgeseczes neben
der Gefängnisstrafe Geldstrafe vorgesehen
ist. Bisher gab es bei Verstößen gegen diesen
Paragraphen nur Gefängnissftrafe.
Priravt güterverkehr von und nach
dem Feldheer. Nunmehr int der Privatgüterverkehr
an alle Truppen des östlichen und
westlichen. Kriegsschauplatzes freigegeben; nur
der Priratgüterverkehr an die auf dem Balkan
kämpfenden Heeresangehörigen ist vorläufig noch
gesperrt.
Ein Kelgeschwerer Unfall ereignete
ich wieder bei der Drehscheibe am städtischen
Schlachthof. Bei Rangierungsarbeiten wurde
dort in der weffassenen Nacht ein Kohlenwagen
über die Sperrschwelle gestoßen. Er stürzte in
den Raum der —. wo es ein böses
Durcheinander gab. Tchaliche! horläll ereigneten
sich hier früher schon. bei sind Wagen
— schon in den dit- 25 vorbeifliehenden
Bach geschoben worde
Angeinen
Aus dem Gerichesanne.
Große Milchpantschereien.
#Künchen, 27. Okt. Die Mollkereibesitzerseheleute
Sebastian und Therese Moosmiller
besitzen dahier in der Hohenzollernstraße 156
ein Haus, in dem sie l#en seit Jahren ein
Fücifäeläcit betreiben. Als Gehilfin ist im Geschäft
auch die mit einer Einlage beteiligte
Schwester der Frau, Magdalena Schuhbauer,
beschäftigt. Neben Privatkundschaften für Milch
haben die Eheleute Moosmüller auch Militärlundschaften,
nämlich das Schwere-Reiterregiment,
das täglich 50 bis 80 Liter, und das
2. Infanterie-Regiment, das täglich bis zu 300
Liter Vollmilsch benötigt. Bezahlt werden hiefür
18 beziehungsweise 17411 Pfennige. Im
ganzen bezieben die Eheleute Moosmiller *
Liter Milch täglich aus vier Produltionsgebieten.
Verschiedene, in den Jahren 1913 und
1914 aus dem Movsmüllerschen Geschäfte entnommene
Proben von Militärmilch ergaben eine
Mins-rung von 8 bis 27 Prozent Fettgehalt
Milch. Du rerschiedene Personen gesehen
den daß sowohl die Eheleute Moosmüller
al- auch die Magdalene Schuhbauer oft mit
einem Schöpflöffel Magermilch der Militärmilch
und auch der Kundenvollmilch beimengten,
ist gegen alle drei Angeklagte wegen Betings
durch unerlaubten Geschäftsgewinn, der
in die Tausende geht, und wegen Nahrungsmittelfälschung
erhoben worden. Die Angellagten
leugneten. Von den Zeugen haben mehrere
die Eheleute Moosmüller öfters beobachlet, wie
sie Magermilch der zur Ablieferung bestimmten
Vollmilch zugossen. Fron Movemüller behauptete,
es sei Rahm gewesen. Nach der Aussage
des Bezirkeinspektoie ist er jahrelang umsonst
bemüht gewesen, Ordnung in das Moosmüllersche
Geschäft zu bringen. Der tägliche Gewinn,
den die Eheleute durch ihre Mischungen erzielt
halen, wird auf 17 bis 26 Mk. berechnet. Der
Staatsanwalt beantragte gegen jeden Angetlagten
3 Monate Gesängnis und 6010) Mark
Geldstrase. Das Urteil lautete für die Cheleute
Moosmüller auf je 6 Wochen Gefängnis
und 1°0/10 Mk. Seldstrafe, erentuell weitere
10 Tage Gesängnis. M. Schuhbauer wurde
freigesprochen.
l x "
Eine schlimme Tat.
Karlsruhe, 27. Oit. Der Landwirt Mar
Orth in Neuenburg am Rhein, ein rergrämter
Junggeselle, seellte im November v. J. eine
34 Jahre alte Frau Anna Schlatter als Haushälterin
ein, die das Gegenteil der Tugenden
besaß, die er erwartete: sie war faul, konnte
nicht kochen, war zänlisch und hielt cs mit den
Männern. Am Morgen nach einem Tage, an
dem es zwischen Orth und der Haushälterin
Zank und Streit gegeben hatte, stand Frau.
Schlatter nicht auf, obwohl sie Orth mehrmals
rief. Orth trat in ihr Zimmer und machte ihr
Vorwürfe, die sie mit unflätigen Redensarten
erwiderte; Orth schlug sie darauf mit der Faust
ins Gesicht und auf die Schläfen und würgte
sie. bis sie kein Lebenszeichen mehr ron sich gab.
Die Leiche trug Orth in die Backstube; er machte
luchen sertig und schob dann die Leiche in den
Vadeofen. den er bis zum Abend stark schürte.
Die Asche warf er in die Mistgrube. Das ungewöhnlich
starle Anheizen des Bacofens und
der durchdringende Geruch, der ihm entauole.
wurde bald mit dem Verschminden der Haushälterin
in Verbindung gebracht. Orth, der
etwas beschränkt ist, legte bald nach der Festnahme
ein Geständnis ab; in der Verhandlung
vor dem Schwurgericht in Freiburg suchte er
es abzuschwächen. Die Geschworenen sprachen
Orth des Totschlags nach vorausgegangener
Reizung schuldig, verneinten aber die Frage,
ob weitere mildernde Umstände rorliegen. Der
Gerichtshof verurteilte Orth zu vier Jahren
Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust; drei
Monate Untersuchungshaft werden angerechnel.
· - 2
Betrügereien.
München. 24. Okt. Jn der Provinzpresse
werden häufig durch Inserate Stickapparate
angeboten und den Käufern lohnender und
dauernder Nebenverdienst in Aussicht gestellt.
Die Inserate wurden erlassen von der Baumeistersfrau
Rosa Volk in München. Für den
Apparat vexlangte sie 15—20 Mark. Es meldeten
sich zahlreiche Frauen und Mädchen, meist
Angehörige des Arbeiter- und Mittelstandes.
Sie waren alle betrogen, da sie wohl den teuren
rat, aber keine Arbeit erhalten konnten.
Der Strickapparat weht Subehor kam der
Volk höchstens auf 5—6 Mark zu stehen. Reklamationen
ließ die Volk unberücksichtigt und an
die schriftliche Abmachung, daß sie eventuell den
Apparat zurücknehme und das Geld zurückerstatl
hielt sie sich auch nmicht. Das Landgericht
München 1 verurteilte die Bolk wegen eines
fortgesetzten Vergeens des Betruges zu fünf
Monaten Gefängnis.
Wetterbericht für Freitag, den 29. Oktober:
einen von der Getöteten vorgerichteten Kirschen. 6n
Freitag, 29. OItober 1015
Banle Cbroul#.
Die Kosten eines Kanonenschusses.
Es kostet ein Schuß aus einer 7.6-Zentimeter-Feldkanone
43 Mk., 12-Zentimeter-Kanone 121
Mark, 15-3 zentimeier" Haubitze 186 Mk., 15.=Centimeter-Manone
260) Mk. Von dieser Grenze
an beginnen sich die Kosten des Kanonenschusses
sprungweise zu erhöhen: 30-Zentimeter-Morser
1293 Mk., 30.5-Zentimeter-Kanonen 2168
Mark, 35.6= Jentimeter- Kanone 3469 Mk., 40.6.
Zentimeter- Kanonc 5200 Mk. Dabei find aber
durchgängig nicht inbegriffen die Kosten der
Abnutzung des Geschutzes, die unter Zugrunoelegung
einer Lebensdauer von 80 Schuß für
die größten Kaliber recht beträchtlich sind.
Die Weinprobe der Pfälzer Eisenbahner.
Man schreibt der „Erkf. Ztg.“ aus
der Pfalz: Kürzlich wurde berichtet, daß die
Pfalzbahndirektion für den Herbst Weinzüge
eingelegt ha1. Mit dem Einlegen ist es aber
noch nicht getan. Die Züge wollen auch gefahren
sein. Mensch bleibt Mensch. Also ist
auch das Bahnpersonal nicht gegen die Tücke
des „Neuen“ gefeit. Und deshalb heißt es vorbeugen.
So dachte wenigstens früher die psälzische
Eisenbahndirektion. Als vor zehn Jahren
von der Grohstadt Ludwigshafen, dem rußigen
Eingangstor zum pfälzischen Nebengelände, das
erstenal Sonntag mittags ein Herbst-S Sonderzug
nach dem Weinort Bad Dürkheim ging,
hatte die Direktion in kluger Voraussicht angeordnet,
daß das Zugspersonal mit dem nächsten
fahrplanmäßigen Zug zurückkehren müsse, damit
s nicht der Versuchung unterliege, in Bad
Dürkheim einzukehren. Erst gegen Abend durste
es wieder hinfahren, um den Sonderzug abzuholen.
Dieses System wurde erst aufgehoben,
als die sauren und leichten Jahrgänge lamen.
Eines Sonntags aber geschah es, daß der Mann
mit der roten Mütge das Personal mit dem
Zug nicht abfahren lassen wollte, weil ihm Zugführer
und Lokomotir führer in zu fideler Stimmung
zu sein schienen. Diese aber protestierten
und drohten mit einer Beschwerde wegen Kräukung
ihrer Berufsehre. Schliehlich ließ der Berwalter
sie doch fahren, gab aber telegraphische
Anweisung, daß dieser Zug, der sonst nur an
Hauptorten anzuhalten hat, auf der Zwischen.
station Eppstein gestellt würde. Er wollte fellstellen,
ob das Personal noch die roten Lichter
sehe. Diese Weinprobe aber haben die wackeren
Pfälzer Eisenbahner glänzend bestanden. Gegen
solche Beweislraft mußten die Vedenken der
Pfälzer Bahndirektion rerstummen. Und so kam
es, daß selbst angesichts des schweren Jahrganges
1915 die Direktion kein Bedenken trug,
die Weinzüge ohne jede Vorsichtsmaßregel einzuführen.
Der Weltkrieg.
Die Rreie. slage
WIB. Grohe# Hauptquartiet,
28. Okt., vormittags. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschanplenz
####“ #G#leleorto#s.
von Bindesbao
Nordöstlich des Ortes Garbunowko sind neue
Fortschritte gegen russische Angriffe behauptet.
Der Kirchhof von Szaszali ist wieder in unserem
Besitz. 2 Ossiziere und 150 Mann wurden
gefangen genommen. Unser Artilleriefeuer
lieh einen feindlichen Angriff nicht zur Entwilung
kommen.
N#########e des V#e#c#alf
Oeimen Caorolb von Bavern
Bei Schtscherssy (am Njemen nordöstlich von
Nowo-Grodel scheiterte ein starker russischer Angriff.
Heeresnaruppe des Senerals von Cinsingen.
Westlich von Czartorysk wurde Rudka genommen.
Balkan-Kriegsschauplagz.
Die Armeen der Generale v. Koeveß und v
Gallwitz sind in weiterem Vordringen.
Die Aemee bdes nls v. Gwis
hoat feit dem 28. Oesober 2.033 (6#%
„eugene gemacht nud mehrere Maschinen
gewehre erbentet.
die Atmee des Genertals Bojad
jef hat Sojelar genommen.
Nördlich von Kujazevoc wur
der Timol in breiter Front ub
schritten.
sinjazevac ist in bulzatlsch. Hũnde
Nehrer#e Geschütze wurden erbent
den
eich eunden. * Brille und eine Hals-
Umgebung unseren redlichen Teil abbekommen.
l
straettschen Gescktjlenftxthr FWU mwgi
Pfalz.NordbayemstärkereBe-Mszekt
via-se Miderschläge, Südbayern uorersts %
Die Ste von Drensbva- # (
km nerbwestlich von PBir#t) ist hafen#.
Oberste Heereslettumg.
#e — —
zurin
Ener
der
Farle
Eng#
sagte
nun
Det
Bi
gem
Eclol
weld
Ichat
D
B.
deutht
den!
Zenti
staate
nicht
sonde
Die
Verbi
land
lomm
die M
nach
bünde
gen u
deten
heure
große
peihlit
Die