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EGGs“
Aummer 152
tiger, noch heherischer und noch schamloser seien.
als jene in den letzten Tagen. Man ist darum
genötigt, so schreibt das Blatt, als sicher anzunehmen,
daß Pajitsch leine Mittel zur Verfügung
stehen, um die auch nach seiner Ueber-Feugung
den Interessen Serbiens und dem serbischen
Ruf so sehr widersprechenden Erxzesse
der Belgrader Presse einzudämmen. Daraus erheben
sich zwei wichtige Folgerungen, nämlich,
daß die serbischen Publizisten überzeugt sind,
ihrem Lesepublilum zu Gefallen zu schreiben
und daß die fast allgemein erhobenen Anklagen,
welche von vornherein den Ursprung der
Serajewoer Bluttaten auf serbischem Boden suchten,
nachträglich durch die:Haltung der serbischen
Presse und der von ihr mitl leider nur 5 Venauer
Treuc zum Auedruck gebrachten össent
lichen Meinung des serbischen Konigreichs vollauf
gerechtsertigt werden. Die Loffnung, daß
der Eindruck der zur uropäischen Kenntnis 64
brachten Letzartilel die serbische R
tionalen I#uppen in Skulari, nicht streuge Vorsichtsmahregeln
ergreift.
Den Nachrichten der italienischen Presse über
die Lage in Albanien muß man sleptisch gegenüberflehen.
So meldet die „Agenzia Stefani“
aus Durazzo unterm 8. Juli: „Infolge odes Einschreitens
der inkernalionalen Kontrolllommis-Hen
haben die Aufständischen die holländischen
Gefangenen nach Schial gebracht. Sie huden
megen des Austausches der Gefangenen an die
Kommission geschrieben und gleichzeitig ein Beschwerdeschreiben
wegen der in den letzten Tagen
vorgelommenen Morde an sie gerichtet. Ste er-Uärten,
daß sie die Absicht hätten, sich zu rächen.“
Dage gen lient aus Durazzo solgende Meldung
vor: „Die beiden von den Ausffländischen
an die internalionale Kontrolikommission
und die holländischen Ossiziere gerichteien Briefe
betrefsen die Kesangenen holländischen Offijiere
in Elbassan. sowie d deren Freilassung. Die
d die fremden Staats
einer berubigenden Altion veranlassen werde, hit
sich pwar erfüllt, aber die Erwartung, daß die
Artion erfolgreich sein werde, muß angesichte
der Tattachen der bittersten Entläuschung Platz#
machen.
„Der Verliner Lolalanzeiger veröffentlich= unter
dem Titel „Europas Solidaritäl“ einen anscheinend
offizibs inspirierten Artikel gegen die
großserbische Propaganda. Am Schluß des Artikels
heißt es: „Falls ider Verdacht gegen
Serbien sich als wahr erweisen sollte, würde
in Deutschland jeder Schritt, den man von Wien
aus gegen die Schuldigen unternimmt, volle
moralische Unterstützung finden, und auch das
amtliche D Deutschland würde hiebei gewiß nicht
nachstehen. Hier müßte sich unsere Nibelungentreue
aufs neue beslätigen.“
Solisische Kundschau.
Bapern.
Die baperischen Staatspensionen.
Bei der Beratung des Etats der Pensionen
und Unterstützungen im Finanzausschuß der
Reichsratskammer, bemerkte der Referent Graf
v. Crailoeheim, die stets steigende Pensionelast
sei für 1914 und 1915 auf über 39 Millionen,
mithin auf mehr als die Hälfte der direkten
Steuern veranschlagt. Es sei ein Beharrungszustand
noch nicht eingetreten und deshalb
mit einer weiteren erheblichen Steigerung
zu rechnen. Der Grund für diese hohe Pensionslast
f#ege darin, daß eine sehr erbebliche Zahl
elatsmäßiger Stellen vorhanden sei. Namenllich
bei den Verkehrsanstalten sei belanntlich die
Jahl der elatsmäßigen Siellen verhältniemäßig
viel größer als bei anderen Verwaltungen. Dies
sei zwar für das Personal eine große Wohnat,
habe ader, wie ersichtlich. huch seine Schattenseiten.
Mit dem Abstrich einiger weniger höherer
Stellen sei nicht viel zu erreichen. Man
müsse vielmehr auf eine Verminderung der groben
Masse der unteren etatsmäßigen Stelien
hinstreben.
Deutschland.
Kolonialreisen.
Herr und Frau Krupp von Bohlen-Halbach,
stellten der deutschen Kolonialgesellsch aft 17 500
dark zur Verfügung, um damit die von der
Kolonialgesellschaft veranstaltete Ferienreise
nach Deutsch-Ostafrika umfangreicher und nutz-Uringender
zu gestallen. Dem Wunsche der Geber
entsprechend, vergrößerte die Kolonialgesellschaft
die Reisegesellschaft nach Ostafrika um
sechs aus den Arbeiterkreisen stammende Mitglieder,
so daß diese nunmehr aus 37 Persoren
bestehlt.
Ausland.
Tie Peiriser Bombenaffäre.
Die Bombenassäre, in welche zwei Russen
verwickelt sind, scheint eine andere Wendung
nehmen zu wollen. Es wird mitgeteilt, daß die
Bomben nicht für den Zaren, sondern für
Poincare bestimmt gewesen seien. Die Zusammensetzung
der Bomben zeige, daß sich das
alerjal bis September, der Ankunft des Zaren,
nicht hätte halten können, vielmehr sollen
alle Anzeichen darauf hindeuten, daß die beiden
Anarchisten die Absicht hatten, die Bomben
unter den Zug u werfen, der den Präsidenten
am 14. ds. Mts. nach Cherbourg bringen
solle, wo er sich nach Rußland einschifsen
wird
Die Lage in Asbanien.
Durazzo, 9. Juli.
Die Lage in Albanien wird immer prelärer.
Hatte der Fürst es noch vor wenigen Wochen nur
mit den mittelalbanischen Aufftändischen von
Schiak zu tun, so steht heute ganz Mittel= uno
der größte Teil non Südalbanien gegen ihn.
Die aufständischen Mohammedaner haben sich
mit den Epiroten verbündet und sie „periecen
nun gemeinsam gegen die Negierungsteuppen.
Dazu kommt, dahß Koritza in die Hände der
Aufstänoischen gefallen ist. Skutari ist vom internationalen
Truppenkontingent beherrscht.
Aber auch in Skutari regt sich der Aufruhr unter
den Mohammedanern, die augenschcinsich überall
im Lande mit dem Fürsten Wilhelm nicht
pal##ieren wollen. — In der Stadt herrscht große
Erregu man befürchtet Mordtaten, falls
Oberkt P#eure, der Kommandant der interna-
angehörigen, sollen nach hier eingetrossenen Berichten
von den Aufständischen sehr gut behandost
werden. Heute findel unter dem Vorsitz
des Fürsten ein Kriegorat slatl, in dem über
weitere Schritte beraten werden joll.-Velannllich
slammte die unrichtige Meldung über die Abreise
der Fürstin auch aus italienischer Queile.
Ferschledene Kachrichlen.
Frankfurt, 9. Juli. Hier sind die Joillinge,
die im Gegensatz zu den siamesischen
Zwillingen an den Köpfen zusammengewachsen
waren, Donnerstag früh an den Folgen eines
Katarrhs gestorben. Das eine Kind starb in den
frühen Morgenstunden, elwa drei Stunden später
folgte ihm das andere in den Tod. Die
beiden Kinder hatten ein Alter von 30 Monaten
erreicht. Jedes von ihnen bildete einen
selbständig lebenden Organiemus für sich. Gemeinsam
hatten sie nur die Schädeldecke.
Johannisthal, 9. Juli. Heute morgens
3 Uhr 15 Min. stieg der Rumpler-Pilot Linmelogel
auf einem Rumpler-Eindeer auf, um
den Angriff auf den Höhenrelkord zu unternehmen.
Linnelogel erreichte die Höhe von 6600
Metern. Den Höhenweltrekord hatte der vor
einigen Tagen töolich verunglückte Flieger Legagneux
mit 6100 Metern inne.
Breslau, 9. Juli. Bereits gestern zirkulierte
das Gerücht, daß der Dircklor Löffler der
Firma Ohles Erben verschwunden sei. Löffler
reiste schon am letzten Samstag, wahrscheinlich
nach London, da er vorgeogen hatte, den Ausgang
der ihn schver welastenden Untersuchung
nicht abzuwarten. Die Slaatsanwaltschaft wurde
sofort von dem Verschwinden Lösssers bemachrichtigt.
«
Mailand, 9. Juli. Furchtbare Gewitter
mit Stürmen und Hagelschlägen sind über die
kombardische Tiesebene niedergegangen. Die
Temperatur sank innerhalb weniger Stunden
bedeutend. Eine große Reihe von Wrinbergen
wurde kurch den Hagel zerstört. Die Hagel
lörner hatten die Größe eines Taubeneies. Die
Stadt Aiti it teilweise überschwemmt. Nach
Beendigung des Unwetters bot die Landschaft
den Anblick eines Winterbildes.
harkow, 9. Juli. Die rusiische Polizei
stellte fest, daß Angestellte der Eisenbahn, wie
Weichensteller, Wächter, Schlosser usw., sich zu
einer Räuberbande zusammengetan und auf der
Katharinen= und Südbahn auf Züge bewaffnete
eberfälle ausgeführt haben. Die Fahrgäste
wurden beraubt, und wer sich den Näubern
widersetzte, ermordet. Einmal hat die Vande in
einer Bank 58.000 Rubel, ein andermal 40 000
Rubel erbeutet. Ein Mann, der ihnen mit der
Anzeige bei der Polizei gedroht hatte, wurde m
Zuge ermordet und seine Leiche wurde aus
dem Wagen geworfen. Die Untersuchung it noch
nicht abgeschlossen.
·
AUntergang einer arktischen Gepeditlon.
London, 9. Juli.
In den Regionen des ewigen Eises hat ich
wieder eines der düsteren Dramen abgesypielt
an denen die Forschungsgeschichte so reich it.
Ach1 Mitglieder der Expedition Stefanson sind
im Norden von Alaska umgekommen.
Die Erpedition unter Führung von Stefanson
wollte die Existenz einer großen Landstrecke
nördlich von Alasla ermitteln und für England
sichern. Diese Expedition war im Monat April
bezwungen, mit einigen Gefährten von dem
Schiffe „Harluk“, an die Nordlüste von Alasla
an Land zu gehen, um nach frischer Nahrung
zu suchen. Durch einen Wettersturz brach das
Schiff vom Eise los und ließ den Führer und
seine Gefährten in trostlosem Zustande zurüt.
Nachdem das Schiff einige Zeit umhergetrieben
war, sank es. Die Mannschaft hatte sich noch
rechtzeitig genug auf das Eis retten können und
war mit Lebensmitteln genügend versehen. Sie
tennte dann die Insel Wrangel an der sibirischen
Küste erreichen. Die Expedition teille
sich dann in drei Züge. Zwei Züge ginge:
voran; der eine unter Kapitän Bartlett landete
alũdiich auf der Insel Wrangel, fand aber
keine Spur von den anderen, die vorangegangen
sind. Es scheint unzweifelhaft, daß die acht
Mitglieder dieses Zuges umgekommen sind.
Wie ein Telegramm aus Ottawa in Sana
berichtet, find die verlorenen acht Man
zehn Stunden nach dem Schiffbruch n
—ECCCCCA
. Gerüsles
w
Seitdem aber sehlt jede Nachricht
Der Leiler der Rettungsexpedidiese
Nachrichten stammen,
daß ihm beide Fühe erfroren
worden.
von ihnen.
lion, von dem
teute noch mit,
sind.
Mänchener Neuigkeilen.
München. 9. Juli. Abg. Schubert tritt von
seiner Stelle als 1. Vorstand des Vayerischen
Vollsschullehrervereins zurück. Er vollendet am
29. Juli sein 67. Lebensjahr und steht seit 25
Jahren an der Spitze des Vereins.
München, 9. Juli. Ein schwerer Bauunfall
creignele sich heute Bormittag an einem Neubau
an rer Antonienstraße infolge Einsturzes eines
S, wobei zwei Maurer abstürzten. Der
eine wurde so schwer verlegtzt, daß er ins Kranlenhaus
Lebracht werden mußte, der andere
mußte in seine Wohnung trausportiert werden.
München. 9. Juli. Von Gemütskrankheit
bejallen wurde nunmehr die Frau des Oberschässtere
Henn aus der Tegernseerlandstraße,
der seinem Leben auf den mitgeteilten mysteriösen
Einbruch hin durch Deffnen der Pulsadern
am Dirnstag freiwillig ein Ende beteitet hat.
Die Krau, die im Verdachte steht, die ganze
Acheimnisvolle Einbeuch-gesc ichte ersunden zu
haben, weil sie jedensalls das aus der Kasse
sehlende Geld für sich verwendet hatte, hat sich
nun den Tod ihres Mannesso zu Herzen genommen,
daß sie in die Psychiatrische Klinik eingebracht
werden mußte.
München, 9. Juli. Gestern meldete der
Polizeibericht, daß am Rechen einer Fabrik an
der Pestalozzistraße die Leiche eines Sjährigen
Knabens aufgefunden wurde. Anfangs vermutete
man einen Unglücksfall; jetzt stellte es
sich aber als eine Berzweislungotat eines Familienvaters
heraus. Die Leiche wurde von der
Vorsicherangeinsprltorsgalm May aus Augsburg
als jene ihres Kindes festgestellt. In
einem Brief hatte sie von ihrem Manne die
Mitteilung bekommen, daUß er sich wegen der
mißlichen Verhältnisse, in denen er sich besinde,
mit seinem Knaben das Leben nehmen wolle.
Ob er diesen Entschluß ganz ausgeführt hat,
konnte noch nicht festgeslellt werden, da man
seine Leiche, welche möglicherweise in die Isar
getrieben wurde, noch nicht ausgefunden hat.
Bowerische Nachrichlen.
LCandshut, 9. Juli. Die Elektrizilätsversorgung
des Kreises Niederbayern soll in einer am
Montag, 13. Juli, stattsindenden Versammlung
erörtert werden. Nach Absicht de; Lgl.
Slaatsministeriums soll die Versorgung des
Kreises mit Elektrizität im Zusammenschlusse
mit der Oberpfalz durch die Allgemeine Eleltrizitäts-esellschaft
bezw. deren Tochter-Gesellschaft,
die Elektrizitätslieferungsgesellschaft
in Berlin, auf Grund von Verträgen erfolgen,
die zwischen dem bayerischen Staate und der
Kreisgemeinde und sodann den Oistrikten und
Gemeinden einerseits und den Elektrizitätsfirmen
anderseits abgeschlossen werden. An Stel!e
der in Ober= und Unterfranken von den Landräten
übernommenen Geldvermittlung soll demn
Kreise Niederbayern wie der Oberpsalz lediglich
die Uebernahme einer Bürgschaft gegenüber
den Anlehensgläubigern des künftigen Ueberlandwerles
bis zu einem noch zu bestimmenden
Beklrag angesonnen werden.
Vurgau, 9. Juli. Als die 26 ähr. Se chlos
sersehefrau Marie Strobl in Bischofshojen einen
Bienenichwarm einfangen wollte, wurde sie von
den Bienen überfallen und so gestochen, daß
sie schon nach einer halben Stunde verschied.
Uürnberg, 9. Juli. Gestern wurde auf der
Lolalbahn bei Siegelsdorf das mit einem Pferde
bespannte Fuhrwerk des Mehgers Gernbacher
von Burgfarrunbach Lon dem Lokalbahn-=zug
erfaßt und zertrüummert. Dem Futrwerkslenker
Ammon von Burgsarrubach wurden beide
Beine abgefahren. Der Verletzte, der auch
noch eine schwere Kopsoerletzung erlitten hatie,
wurde in das Krankenhaus nach Fürth gebracht.
Das Pferd wurde nur leicht verletzt.
Geenzlande.
Innsbruck, 9. Juli. In der vergangenen
Nacht ist das g oßhe Bauernanwesen des H.
Nohrmoser in deuberg aus bisher noch unbelannter
Ursache volllommen eingeäschert worden.
Dabei fand eine Frau Anna Schweigerer,
Mutter von vier Kindern, den Tod in den
Flammen. "
manche-Neuaus.
Hrutting, 9. Juli. Gestohlen wurde äm
25. Juni 1914, kurz vor 11 Uhr, vom., ans
dem Hausgange der Maierschen Gastwirkschaft
dahier ein Fahrrad „Erquisit“. Sachdienliche
Milteilungen wollen an die nächste Polizeibehèrde
gemacht werden. Der Täter ist noch unbekannt.
Brannenburg, 9. Juli. Gefunden wurde
am 24. Mai 1914, nachts 12 Uhr, in der Bahnhofrestauration
zu Brannenburg ein herrenloses
Fahrrad, Marke: „Nordland“ Nr. 78 117. Am
braunledernen Sattel ist die Nr. 35 angebracht.
Das Nad ist vermutlich gestohlen und in Brannenburg
stehen gelassen worden. Sachdienliche
Mitteilungen ollen an die nächste Polizeibehörde
gemacht werden.
Samskag, 7 7. Juli 79171
Oberaudorf, 9. Juli. Höfcrs Marioneltentheater
gastiert oon Sonntag, den 12. Juli
in Lambachers Sommerkeller. Am Somnlagnachmittag
ist Kinder= und Familienvorstellung, um
8 Uhr folgt Abendvorstellung. Zur Aufführung
gelangt an diesem Tage das Nitterschaufpiel
„Königin u. Bauer“. Höfers Marionettentheater
erfreute sich noch überall groser Beliebtheit.
Wir erinnern vor allem an seine Ga#tspiele in
Rosenheim, wo seine Vorstellungen Kels überfüllt
waren. Jedenfalls wird er auch hier allgemeines
Interesse finden.
MKirchdorf a. H., 9. Juli. Koadsutor Jakob
Prähuber wurde zum Kooperator in Jarztl befördert.
Koadjutor Joh. Högl in Moosen an
der Vils nach Kirchdorf a. H. angewiesen.
Irschenberg, 9. Juli. Der 27jälr. Mesnerssohn
Martin Stadler von hier verbeiratete
sich nicht glücklich mit einer Bauerstochter. Staoler
verließ seine Familie türzlich und slüchtete m
die Schweiz, wurde aber in Lindau nicht über
die Grenze gelassen. Hierauf machte er einen
Selbstmordversuch. Er schoß sich eine Nevolverkugel
unter das Kinn und ist nun zeitlebens
im Angesicht entstellt.
Holzkirchen, 9. Juli. Im Konkurs= Seidl,
Buchberger u. Co., ist die Vornahme der Schlunverleilung
genehmigt. Nach Wegsertigung der
Masseschulden und Massekosten und nach Befriedigung
der Vorrechle zu 5730.05 Mark sle L
zur Verteilung unter die im Gesamtbetrage von
80 709.08 Mk. zu berückichtigenden vorrechtlosen
Forderungen ein Massebesland von 17723
Marl zur Verfugung.
Mühldorf, 9. Juli. Ein schwerer Unglüch
fall ereignete sich geslern nachm. in der Pfanstraße
dahier. Der 9jähr. Sohn des Taglöhners
Joh. Windisch sturzte von einem elma
drei Meler hohen Dach herab und sching mit
der rechten Stirnseite auf das Pflaster ans.
Der Knabe erlitl bei dem Sturze eine grone
Fleischwunde, en einen Schädelbruch.
Tittmoning, 9. Juli. Um der ftarlen Ein
fuhr fremden Biere entgegenzumirten, bildele
sich in Tittmoning eine Brauereigeosfenschaft
Titunoning und Umgebung.
Kommunales.
Sitzung des Magistrats-Mollegiums
ANofen heim
Freitag, den 10. Juli
vormittage 9 Uhr.
Vorsihender: KN. Hofrat Bürgermeister Wun.
Der Vorsitzende gibt das Danktelegramm der
Königin fur die Beglückwünschung zum Geln
feste belannt. 2
1914,
Weiter liegen Dantschreiben der
Primizianten für die Ueberlassung der Lorele#:
wiese und der Lehrerschaft für Erhöhnng
der Mietentschädigung vor. Die Freiw. Saui
tlätslolonne ladet zur Hauptübung am näch'iten
Sonntag ein. )r
Mehrere Urlaubsgesuche wurden erinnerung?
los genehmigt.
Für Ninnenpflasterung vor der Vrauerei#
Krichbaumer werden 360 Mark aus der Aflasterzolllasse
bewilligk.
Von dem Visitationsbericht über den zeichenunterricht
in der Höheren Mädchenschule wird
Kenntnis genommen.
Die Seltion Rosenheim des Deutschen Ton
ringklubs will einen Nadfahrerweg von der àu
ßeren Rathaus straße zum Kufsteinernleis in
Inntal über Happing anlegen. Happing hai dar
Projelt bereils gefordert. Elwa 130 Mcter
sallen auf Sladtgebiel, welche die Stadt in Unlerhalt
nehmen soll. Der Weg sotl 1,10 Meker
breit werden. Weil auch Grund des Kunstmullbesitzers
Oswald in Betracht kommt, sollen Unterhandlungen
darüber eingeleitet werden. Eine
Besichtigung durch das Stadtbauamt wird noch
erfolgen.
Die Firma Aicher beabsichtigt, den Bau eines
Wohnhauses in der Junseitenstraße bei der Sonnenstraße.
Die Pläne wurden genehmigt.
Der Stadel Ellmaierstraße 8, früher Huber
Metzger, jetzt im Besitz des Briefträgers und
Hausbesitzers Rasp, soll in ein Wohnhaus umgebaut
werden. Auch hierzu wurden die Pläne
genehmigt. Die Perlohnerstallung i in der Eberebergerstraße
erhält eine neue Einfriedung. InU-Anwesen
des Kupferschmieds Voggenauer wird
eine Reparatur-Werkstätte erbant. Die Auerbrauerei
erneuert ihr Gesuch um Errichlung einer
Faßhalle. Man erfährt dabei, daß für
später die Errichtung eines Beamtenwohnhause
geplant ist. Einschlägig ist eine Grundabtretung
zu einer Straßenöffnung. Da em Abstand
von 22 Meter in Betracht kommt. wird vorgeschlagen,
für jetzt von der Grundabtrelung abzusehen.
Mit dieser Modifikation wurde das
Baugesuch heute genehmigt.
Der Bericht über die Maul= und Klauensuche
ergibt eine Weiterausbreitung der Seuche
ayern.
d Brunnen im Anwesen des Kart offelhänd.
lers Huber ist gesperrt worden. Der Magistrat
bestätigte heute diesen Beschluß.
Stadtbaurat F. Schlögl wurde Urlaub vom
15. Juli bis 1. August und vom 15. Septemder
bis 1. Oltober bewilligt.
Die Malerarbeiten im Stiegenhaus der Mädchenschule
wurden dem Malermeister Schluttenboser
mit einem Angebot von 350 Mk., die in
eer greichen Höhe auch im Etat eingeseht sind,
übertragen. Malermeister Probst, machte ein Angebot
von 366 Mk.
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