Full text : Bei den Fahnen des III. Armeekorps von Metz bis le Mans.

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Stärke,  wie  mir  dasselbe  erscheint,  taxiere  ich  den  Ballon  nicht
über  500  Schritt  weit.  Da  können  Sie  Recht  haben,  aber
die  ganzen  Leute  laufen  mir  zusammen.  „Ach  lassen  Sie  ihn
doch  schießen,  Exzellenz,  warf  Hauptmann  W.  ein,  K.  ist  ein
alter  Schießschüler,  Waffentechniker  u.  s.  w.,  wenn's  einer  fertig
bringt,  dann  kann  der  es.  „Na,  denn  meinetwegen,  aber  blos.
ein  paar  Schüsse.“  Ich  nahm  nun  das  Gewehr  des  Postens.
und  machte  mich  fertig,  aber  leider  hatte  der  Ballon,  dessen
Insassen  vielleicht  unsere  freundliche  Absicht  ahnen  mochten,
auf  den  Ausgang  unserer  Auseinandersetzung  nicht  gewartet,
sondern  war  rapide  gestiegen,  so  daß  mir  die  Sache  nun  allerdings
  auch  aussichtslos  erschien,  wie  ich  dem  General  auch  sofort
  sagte.  Indessen  ich  hatte  so  manchen  Raubvogel  mit  der
Büchse  aus  der  Luft  geholt  und  wollte  nun  wenigstens  doch
den  Versuch  wagen;  so  ein  Ballon  bietet  ja  immerhin  eine
hübsche  Zielscheibe.  Ich  that  drei  Schuß  indessen  ohne  anscheinenden
  Erfolg,  der  Ballon  entschwebte  bald  ganz  unsern
Blicken,  ich  bin  aber  heute  noch  der  Ansicht,  daß  ich  ohne  die-Bedenklichkeiten
  des  Generals  seiner  Reise  ein  Ende  gemacht
haben  würde.

Zur  Sylvesterfeier  hatte  der  Major  von  Br.  unser  Kleeblatt
  bei  sich  versammelt,  und  begrüßten  wir  dort  das  neue  Jahr
mit  vergnügtem  Gläserklang.  Die  trübe  Weihnachtsstimmung
hatte  einer  ungleich  hoffnungsvolleren  Platz  gemacht,  denn  es
war  die  Nachricht  eingetroffen,  daß  man  endlich  anfange  mit
der  Beschießung  von  Paris  ernst  zu  machen  und  das  Feuer
auf  den  Mont  Avron  eröffnet  habe.  Wir  hatten  in  unserm
beschränkten  Unterthanen-Verstande  das  Zögern  schon  lange  nicht
begreifen  können  und  nach  Kräften  darüber  räsoniert,  jetzt  endlich
  schien  uns  nun  der  Anfang  vom  Ende  gekommen.  Sehr
stimmungsverbessernd  wirkte  ferner  das  Eintreffen  einer  ganzen
Serie  von  Paketen  und  Briefen  aus  der  Heimat,  die  teilweise
monatelang  unterwegs  geblieben  waren,  da  durch  Sprengung
einer  Brücke  bei  Toul  der  Eisenbahntransport  lange  gesperrt
war.  Durch  freundliche,  obwohl  nicht  ganz  gesetzmäßige  Beihilfe
  von  hoher  Stelle  war  es  meinen  Angehörigen  gelungen,
was  auf  dem  gewöhnlichen  Wege  schon  längst  nicht  mehr  gestattet
  war,  recht  umfangreiche  Sendungen  von  Strümpfen  für