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nur das Reich in Ruhe bleibe. Aber er bat, daß man ihn fortan
nicht geringer tractiren wolle, als andere Könige und ihm manierlicher
schreiben möge als zuvor.
Hier schlug abermals die Doppelstellung herdurch. Friedrich
Wilhelm, der im deutschen Reiche nicht König, sondern Markgraf
und Kurfürst von Brandenburg war, der als solcher dem Kaiser
und dem Reiche den Eid der Treue schwor, wollte im Reich behandelt
sein, wie ein souveräner König. Wenn auch in seinem
Kopfe diese Vorstellungen sich kreuzten und wirr durch einander
liefen: wie durfte ein Gleiches erwartet werden von richterlichen
und anderen Behörden, wo die Form mit dem Wesen so innig
verwachsen ist, wo die Form damals häufig an die Stelle des
letzteren zu treten schien? Aber Friedrich Wilhelm ging so weit
auf dieser Bahn, daß er das ehemalige Herzogthum Preußen mit
England gleichzustellen suchte.) Man wolle ihn doch als König
von Preußen nicht geringer behandeln, verlangte er, als die Krone
England. Er könne dem durchlauchtigen Kaiserhause hoffentlich
eben so gute und noch bessere Dienste thun, als England erweise.
Und wenn es nur endlich, sagte dieser neue König, der eben die
letzten Reste der einstigen Kriegsflotte seines Großvaters verkauft
hatte, wenn es nur endlich auf Schiffe und Flotten ankäme,
würden sich bei ihm auch Mittel finden dergleichen anzuschaffen.
Ob Friedrich Wilhelm nach seiner Knabenzeit jemals wieder in
die Lage gekommen ein Kriegsschiff zu sehen, wissen wir nicht anzugeben.
Prinz Eugen bemüht sich diese Gesinnung zu erhalten, ohne
dem Kaiser und Reiche etwas zu vergeben. Er erinnert den König,
wie scharf die Wahlbedingung von dem Kaiser die Rechtspflege fordere.
Er erinnert daran, wie diese Gerichtsbarkeit des Kaisers das
hauptsächliche Band des Reiches sei, und wie die Meinungen der
1) Förster a. a. O. S. 63.