Full text : Sagenbuch des Königreichs Sachsen

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herabzerrte,  die  dann  zerkratzt  und  halb  besinnungslos  in  ihrer
Heimat  ankam.  In  demselben  Tale  befindet  sich  auch  der  Aixen—
hügel  (bei  der  langen  Brüche  am  Felsen  hin),  der  sehr  tief  und  von
zwei  Wassernixen  bewohnt  ist.

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236.  Das  Fräulein  des  Schlosses  Rabenau.
Köhler  a.  a.  O.,  Ar.  53.

Von  Zeit  zu  Zeit  ließ  sich  auf  dem  Schloßhofe  zu  Rabenau
ein  Fräulein  sehen,  welches  des  Nachts  ruhelos  auf  demselben  mit
einem  hellen,  weitleuchtenden  Lichte  umherwandelte  und  auf  Erlösung
von  dem  Banne  wartete.  Welcher  Art  diese  Erlösung  sein  sollte
und  warum  das  Fräulein  umging,  hat  man  nicht  erfahren  können.

237.  Die  Gespenster  am  Röhrsdorfer  Pfitzteiche.
Mitgeteilt  von  Pfr.  Gg.  Fischer,  Böhrsdorf.

Am  Pfitzteiche  bei  Röhrsdorf  (südlich  von  Lochwitz)  gibt  es
verschiedene  Gespenster.  So  trifft  man  hier  nach  des  Volkes  altem
Glauben  einen  Reiter  ohne  Kopf,  der  sogar  am  hellen,  lichten  Tage
wie  der  Sturmwind  dahergefahren  Kommt;  um  die  Miitternachtsstunde
  aber  stellt  der  „Wolfshund“  den  einsamen  Wanderer.

238.  Die  wüste  Mühle  im  Trebnitzgrunde.
Gräße,  Rd.  J,  Nr.  238;  poetisch  behandelt  bei  Ziehnert,  S.  362  ff.

In  das  in  der  Nähe  von  Lauenstein  liegende  Dorf  Dittersdorf
  ist  auch  das  Dörschen  NMeudörfel  eingepfarrt,  welches  früher  nur
ein  einziges  Vorwerk  war,  zu  dem  der  unweit  davon  im  Grunde
gelegene  Eisenhammer,  jetzt  die  Herrenmühle,  gehörte.  Beide  Grundstüchke
  waren  vor  langen  Jahren  im  Besitz  eines  gewissen  Pessel,
der  ein  zwar  reicher,  aber  ebenso  habsüchtiger  Mann  war,  dem  alle
Mittel  recht  waren,  wenn  sie  nur  zur  Bergrößerung  seines  Alammons
dienten.  Einst  ging  derselbe  in  der  Liebenauer  Kirche,  wohin  das
Vorwerk  früher  gepfarrt  war,  zur  Kommunion,  und  sah,  wie  der