Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfter Band. (5)

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jenen  seiner  Nachkommen  leicht  ausschließen  konnten,  oder
auch  nur  den  Umfang  des  einmal  übertragenen  Rechts  schmaͤ-lerten.


Doch  Gottlob.  daß  nie  der  Fall  eintrat,  wo  Zweifel  dieser
  Art  zur  Frage  gekommen  waͤren;  man  sieht  auch  gleich,
fuͤr  wen  sich  die  Nation  schnell  entschieden  haben  wuͤrde,  sobald
  ein  ungluͤckliches  Beispiel  dieser  Art  die  Frage  rege  gemacht
  haͤtte.

So  war  also  endlich  wahrhaft  alles  vollendet.  Alle  Parthieen
  befriedigt  oder  wenigstens  ihr  Schicksal  so  entschieden,
daß  man  vorerst  sicher  allgemeine  Ruhe,  und  fast  auch  allgemeine
  Zufriedenheit  erwarten  durfte.  6

Letztere  zwar  noch  nicht  ven  dieser  Generation,  denn  so
allgemein  wohlthätig  auch  eine  Revolution  seyn  mag,  nie
wird's  doch  allen,  deren  Verhältnisse  oder  Schicksale  dadurch
geändert  werden,  sogleich  begreiflich  scheinen.

Die  Zufriedenheit  ist  bei'm  größeren  Theile  der  Menschen
weit  mehr  nur  eine  Tochter  der  Gewohnheit  als  der  Ueberlegung.
  Ehe  also  die  volle  Wirksamkeit  jenes  Grundprincipiums
der  Haltbarkeit  der  wichtigsten  menschlichen  Institute  völlig
sich  entwickeln  konnte,  war  auch  an  allgemeine  Zufriedenheit
nicht  zu  denken,  und  so  bleibt's  wohl  bei  jeder  Revolution,  die
sich  erhalten  soll,  immer  das  Finalproblem,  die  gegenwärtige
Generation  zu  bändigen,  und  die  herbeiwachsende  beliebig  zu
erziehen.  Gewiß  mochte  also  auch  Corfiz  Uhlefeld  wirklich
noch  manchen  Correspondenten  und  Freund  haben,  der  ihm
recht  nach  seinem  Sinne  schrieb  *).

*)  Pusend.  Res  Brandenb.  T.  I.  p.  571.  Aus  einer  Unterredung,
  die  der  Chur-Brand.  Obr.  Span.  1662  zu  Brügge  in
Flandern  mit  Uhlefeld  hatte.  Chfst.  Friedr.  Wilhelm  hatte
ausdrücklich  auf  Verlangen  des  letteren  diesen  Offtzier  hinge-Splitler's

  sämmil.  Werke.  V.  Bd.