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von Villars selbst Stuttgart besetzt hielt, wie manche Andere
von Hof, nach Baden in die Schweiz geflüchret. Der Herzog
eilte ihr nach, sobald er nur himwegkonnte von den Reichstruppen,
die den französischen Feldherrn schnell wieder zum
Abmarsch zwangen.
Sie kam auch sogleich wieder mit ihm nach Wirtemberg
zorück, und bei der Rückkunft war zu Oberhausen, ohnweit
Rothenburg am Reckar — im eigenen Hause der Frau von
Nuth — die priesterliche Trauung. Man hatte einen
nilhtswürdigen jungen Geistlichen, einen gewissen M. Pfähler,
von Tübingen holen lassen, der den Segen sprechen mußte.
Miemand war dabei, als Frau von Ruth, der Fürst von
Jollern, ein gewisser Herr von Hornberg und noch einige wenige
vertraute Personen. Die Trauung selbst war zur Rechten
geschehen, wic der Herzog schon bei der ersten Erôffnung, die
er seinen Geheimen Räthen davon machte, auf ausdrückliches
Befragen derselben versicherte.
Es ging übrigens aber bei der ganzen, durch dieses Faktum
nun höchst kritisch gewordenen Geschichte, wie es gewöhnlich
zu geben pflegt, wo Leichtsinn und Bosheit ihr Spiel
zusammen treiben. Erst nur getraut, und alsdann wollte man
sich noch weiterhin besinnen und entschließen und Rath finden,
welche Formen und Namen die Sache haben sollte.
Bald dachte man daran, ob sich's wohl nicht durchsetzen
lasse, daß Wilhelmine — Herzogin werden könnte.)
*) Einigen Nachrichten von Forsinern zufolge, ist dieß wirklich
zur Proposition gekommen; auch mögen diese Projekte viel zu
den damals bei der Gegenpartie cirkulirenden thörichten Nachrichten
beigetragen haben, daß man die Herzogin in einer Chokolade
habe vergisten wollen, in die man kleine verstoßene
Diamanten hineingethan habe.