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zurückging. Die Bank hat also nur noch so viel Gold wie bei Kriegsausbruch,
während wir seitdem unseren Goldbestand verdoppelt haben.
Und trotz dieser Verminderung des Goldbestandes und Schwächung der
Notenunterlage sehen wir ein ständiges Steigen der ausgegebenen Noten,
von denen im Umlauf waren:
am 22. Juli 1914 M. 3830 Millionen
„ 4. Februar 1915 „ 8483 „
„ 31. Dezember 1915 , 10647 „
„ 28. Dezember 1916 „ 13342 „
„ 15. November 1917. . „ 17877 „
Heute übertrifft uns also Frankreich noch in der Höhe des Notenumlaufs.
Dabei hat es eine viel kleinere Bevölkerung und hat seine besten, industriell
und wirtschaftlich entwickeltsten Provinzen an uns verloren, das Umlaufsgebiet
seiner Noten hat sich also verkleinert, nicht wie bei uns vergrößert.
Sie werden sagen, es sei ein schlechter Trost, daß es auch unseren
Gegnern schlecht geht. Aber es geht denen — ich sage hier mit vollem
Herzen „leider“ — eben in Bezug auf die Regelung ihres Geldumlaufs
ebensowenig wirklich schlecht wie uns. Der hohe Notenumlauf ist auch
für diese Länder mißlich, ohne aber darüber hinaus störende Folgen zu
haben.
Denn bei dem Banknotenumlauf ist immer zu beachten, daß in
einem wirtschaftlich und geldlich gesunden und richtig eingerichteten Staatswesen
niemals mehr Geld, mehr Zahlungsmittel im Verkehr sein können,
als der Verkehr verträgt und wirklich braucht. Es gibt natürlich auch
heute noch leider bei uns Menschen, die viel mehr Geld zu Hause haben,
als nötig ist, die Geld hamstern wie Lebensmittel und denken, sie hätten
es besser als andere, wenn sie auf Haufen von Banknoten sitzen. Aber
im allgemeinen werden Sie weder selbst mehr Geld zu Hause haben als
vor dem Krieg, noch feststellen können, daß Ihre Bekannten mehr Geld
im Hause haben als früher. Also nicht darum ist der Notenumlauf gestiegen,
weil der einzelne mehr Geld hätte und an einem Überfluß von
Banknoten litt, die etwa die Reichsbank künstlich in den Verkehr gepumpt
hätte, sondern weil an allen Ecken ein verstärkter Bedarf an Geldmitteln
aufgetreten ist, der befriedigt werden mußte, wenn nicht der Zahlungsausgleich
ins Stocken geraten sollte.
Damit Sie nicht denken, dies sei eine leere Behauptung, will ich
Ihnen noch kurz beweisen, daß sie den Tatsachen entspricht. Wäre der
Verkehr und wären die Banken übersättigt mit Banknoten, dann müßten
sie unbedingt der Reichsbank in großen Mengen zufließen, wenn große