Metadata : Kaiser Wilhelm II als Schloßherr auf elsässischem und auf lothringischem Boden.

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in  Lothringer  Mundart),  über  Lothringer  Wappen=  und  Siegelkunde
  in  anregendster  Weise  plaudern  zu  hören.

Bei  derartigen  Anlässen  und
Empfängen  unterließ  es  der  Herrscher
nie,  auf  die  Vorzüglichkeit  der  elsässischen
  und  lothringischen  Weine  hinzuweisen,
  die  ihm  da  oder  dort  von
einer  aufrichtig  begeisterten  Bevölkerung
  als  Ehrentrunk  angeboten  wurden.
  Nie  vergaß  er  alsdann  in  leutseligster
  Art  über  Stand  und  Ertrag
der  Gelände  und  insbesondere  in
Lothringen  über  die  Verwendung  der  Clairet-Weine  bei  der
Champagnerfabrikation  sich  berichten  zu  lassen.

Den  höchsten  Beitrag,  den  der  Inhaber  der  Krone  zur  Förderung
der  Altertumskunde  wie  zur  Entfaltung  der  genannten  kulturgeschichtlichen
  Bestrebungen  in  Lothringen  hat  leisten  können,  den  gewährte
er  durch  die  Abernahme  des  Protektorats  über  die  Gesellschaft  für
lothringis  che  Geschichte  und  Altertumskunde.  Eine  Reihe  von  Arbeiten,
die  dieser  Verein  unkernahm  und  ausführte,  verdanken  ihre  Vollendung
dem  fürstlichen  Mäzenat  ihres  hohen  Protektors.

So  ist  der  Lebensgang  des  Kaisers  als  Schloßberr  auf  elsässischem
und  lokhringischen  Boden  nicht  der  eines  uns  fremden,  unnahbaren
Fürsten.  Im  Gegenteil,  er  wollte  werden  wie  einer  von  uns,  dem
die  kulturelle  Vergangenheit  seiner  Heimat  innige  Herzenssache  ist,
dem  die  Denkmäler  einer  wechselvollen  Geschichte  heilig  sind  und
deren  Erhaltung  ihm  eine  der  ersten  Pflichten  bedeutet.  Man  wird
es  unserm  Schloßherrn  aber  allzeit  hoch  anrechnen  müssen,  daß  er
stets  die  Hauptaufgabe  aller  Erhaltungsbestrebungen  darin  erblickte,
dem  Leben  zu  dienen  und  in  der  Gegenwart  anregend  und  nützlich
zu  wirken.  Darum  hat  er  mit  größter  Ankeilnahme  hochherzig
helfend  eingegriffen,  ohne  dabei  jemals  die  Dinge  und  Menschen