Befreiung
8
1904
1917
813
Diese Vorschriften finden keine Anwendung,
wenn der Vater im Falle
der Minderjährigkeit des Mündels
zur Vermögensverwaltung nicht berechtigt
sein würde. 1897, 1904.
Ist die eheliche Mutter des Mündels
zum Vormunde bestellt, so gilt für
sie das Gleiche wie nach § 1903 für
den Vater.
ein Gegenvormund zu bestellen, wenn
ne die Bestellung beantragt oder wenn
die Voraussetzungen vorliegen, unter
denen ihr nach § 1687 Nr. 3
ein Beistand zu bestellen sein würde.
Wird ein Gegenvormund bestellt, so
stehen der Mutter die im § 1852
bezeichneten B. nicht zu. 1897.
Für den benannten Pfleger kann der
Erblasser durch letztwillige Verfügung,
der Dritte bei der Zuwendung die in
den §§ 1852— 1854 bezeichneten B.
anordnen. Das Vormundschaftsgericht
kann die Anordnungen außer Kraft
setzen, wenn sie das Interesse des
Pflegebefohlenen gefährden.
Befriedigung.
Bereicherung s. Verjährung 222.
Bürgschaft.
277
Der Mutter ist jedoch
770 Der Bürge kann die B. des Gläu-771
bigers verweigern, solange dem Hauptschuldner
das Recht zusteht, das seiner
Verbindlichkeit zu Grunde liegende
Rechtsgeschäft anzufechten, oder solange
schuldners befriedigen kann.
Der Bürge kann die B. des Gläubigers
verweigern, solange nicht der Gläubiger
eine Zwangsvollstreckung gegen den
Hauptschuldner ohne Erfolg versucht
hat (Einrede der Vorausklage).
772 Steht dem Gläubiger ein Pfandrecht
oder ein Zurückbehaltungsrecht an
einer beweglichen Sache des Haupt-
–—. –
8
773
774
941,
974
1000
sich der Gläubiger durch Aufrechnung
gegen eine fällige Forderung des Haupt-1003
Befriedigung
schuldners zu, so muß er auch aus
dieser Sache B. sucken. 773, 777.
Die Einrede der Vorausklage ist ausgeschlossen:
1.
4. wenn anzunehmen ist, daß die
Zwangsvollstreckung in das Vermögen
des Hauptschuldners nicht
zur B. des Gläubigers führen
wird.
In den Fällen der Nr. 3, 4 ist
die Einrede insoweit zulässig, als sich
der Gläubiger aus einer beweglichen
Sache des Hauptschuldners befriedigen
kann, an der er ein Pfandrecht oder
ein Zurückbehaltungsrecht hat.
Soweit der Bürge den Gläubiger
befriedigt, geht die Forderung des
Gläubigers gegen den Hauptschuldner
auf ihn über. 776.
Mitbürgen haften einander nur nach
§ 426.
Eigentum.
945 s. Verjährung 209.
Mit dem Ablaufe der für die Erklärung
der Empfangsberechtigten über
die dem Finder nach den 88§ 970 bis
972 zustehenden Ansprüche bestimmten
Frist erwirbt der Finder das Eigentum
und erlöschen die sonstigen Rechte
an der Sache, wenn nicht die
Empfangsberechtigten sich rechtzeitig
zu der B. der Ansprüche bereit erklären.
976—978.
Der Besitzer kann die Herausgabe der
Sache an den Eigentümer verweigern,
bis er wegen der ihm zu ersetzenden
Verwendungen befriedigt wird. Das
Zurückbehaltungsrecht steht ihm nicht
zu, wenn er die Sache durch eine
vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung
erlangt hat. 972, 1007.
Der Besitzer kann den Eigentümer
unter Angabe des als Ersatz verlangten
Betrags auffordern, sich innerhalb
einer von ihm bestimmten an-