rechtlichen Besitz bis 1819: Gottwald,
Schneider, Kienast, Holzendorf, Günther,
Schulze, Themel, Moring, Kersten, meist ohne
grosse Reichthümer zu erwerben und ohne
durch ihre Heilmittel gegen frühes Absterben
sich schützen zu können. Um 1722 eine
2te Apotheke im Markthause No. 9 Zum
goldenen Löwen. Dieses besassen: Werkner,
Rissmann. und Dr. Flemming, nebst Erben
bis 1824, wo es von der ersten Apotheke
aufgekauft ward.
Seite 292, Kloster Zinna.
Amtsschreiber nach Abzug der Aebte:
Samstag, seit 1555, Müller 1557, Stedeleben
1563—1600 Regast, bis 1607, Rindorf bis
1609, Mangreif, bis 1612, Olfenstädt, bis 1614,
Schubach, bis 1628, Falkenberg, bis 1639,
Herzberg, bis 1654, Schulze, bis 1658, Hülse,
bis 1660, Hamel, bis 1680. Bei Letzterem
wird 1678 der Titel Amtmann eingeführt:
Stille, bis 1687, Klos, bis 1705, Vieth, bis 1715,
Vieth d. Sohn bis 1730, Luder, bis 1748,
Schmidt bis 1763, Fähndrich, nur bis 1764.
Die 4 letzten waren eigentlich nur Pächter.
Als landesherrliche Justiz und Rentbeamten
angestellt: Klintzmann 1764, Schmalz
1782, Geschke 1786, Reinike 1801. Rentbeamte:
Küster 1810—27, Neuhaus 1842,
Schlichting 1850.
Seite 203:
1784. Die angesetzten Fabrikherrn, erst Heyl,
dann Grothe, dann Syburg, vermochten kein
blühendes Fabrikwesen zu schaffen.
Seite 224. Verwalter des Nonnenklosters:
1547 Stadtschreiber Spelte, 1551
Wilhelm Uder, 1557 Johann Wertheimer,
1565 Andreas Sandmann, 1578 Jürge von
Löben, 1594 nach Absterben der letzten
Nonne, Balthasar v. Stössel.
Seite 236. Pfarrer an der Dammund
Mönchenkirche: Drosse 1544 45,
Fischer 1547, Schamroth 1560, Held 1570,
Meissner 1573, Menius 1577, Pilichen 1600,
Bonner 1610, Werkner 1636, Redslob 1637,
Graul 1662, Teupitz 1678, Delitsch 1691,
Wonne 1693, Brunner 1695, Wülknis 1702,
Olearius 1705, Crudelius 1724, Crudelius
(Sohn) 1738, Fuchs 1740, Crudelius 1743,
Hofmann 1748, Gutbier 1762, Medike 1770,
72
Arnold 1804, F im Y6ten Jahre, Canzler 1829,
Roth 1841. Dann Längner.
Seite 327, Pfarrer an St. Nicolai:
Bogner 1540—47, Fink 1549, Corverus 1551,
Merula 1565, wegen Calvinismus abgesetzt,
T als Bauer in Langerwisch. — Zorn 1567
Walsdorf 1577, Artus 1585, vorher in Sperenberg
abgesetzt. — Zanack, nur '/, Jahr, Faber
1600, Pilichen 1604, Gallus 1611, Burchard
1615, Berger 1619, wo er wegging und
katholisch ward. — Napel 1634, Liesick
1637, Hannemanu, T 1674, Amberger 1686,
Welırenberg 1698, Dr. Löscher 1701, Wilknis,
t 1712, Oleaerius 1746, Lind 1752, Werner
nur bis 1753, Klotzsch 1767, Bernhard, 7 1790,
Schulze 1796, Tischer 1798, Am Ende, 7 1815.
Weber, T 1827, Balzer 1841. Dann Roth.
Seite 328, Archidiaconen daselbst:
Schmidt (Fabricius) seit 1549, F 1584. Theoderich,
fiel 1588 nach einen beim Stadtrichter
gehabten Trinkgelage von der Treppe
herab zu Tode. Rand, F 1610, Hecht 1629,
Hannemann 1632, Werkner, F 1661, Teupitz,
1663, Scharno, F 1663, Scharno (Sohn) 1701,
Marschall 1762, Olearius 1713, Greifentrock,
T 1724, Finger 1754, Finger (Sohn) 1794,
Am Ende 1799, Finger 1803, Wahn 1809,
Finger 1818. Diaconen: Neundorf, ein vormaliger
Buchbinder, der aber Luthers Schriften
fleissig gelesen hatte, 1553 — 1584, Dionysius,
der Antiquitätenschreiber, bis 1586, Gutterbach
oder Werkner 1610, Rand, F 1614,
Hannemann, Herausgeber der geschicht!.
Jubelpredigt 1624, Schreck 1637, Wollersheim
1638, Werner, F 1639, Teupitz 1649,
Werkner, F 1690, Werkner (Sohn) F 1691,
Scharno 1693, Scharno (Sohn) 1715, König,
welcher wegen Schwängerung seines Kindermädchens
in Untersuchung kam, sich zwar
losschwor, aber bald nachher starb. 1728
Eckhard, Herausgeber des Jüterbocker Schriftsteller,
$ 1752, Medicke 1762, Bernhard 1772,
Menzer 1787, Am Ende 1795, Finger 1799,
Wahn 1804, Finger 1809, Weber 1819, Balzer
1821, Schubert 1846, Wildelau 1849. Dann
Flemming.
Seite 332, Rectoren des neuen Gymnasium,
Pilichen und Scheiner sind als
nachherige Bürgermeister schon erwähnt.