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Weiter haben die Genossenschaftsmitglieder nach § 48 der Satzung die in ihren Betrieben
bezw. Nebenbetrieben beschäftigten versicherungspflichtigen Betriebsbeamten Snn Facharbeiter
auf Grund der von dem Gektionsvorstande erlassenen besonderen Anordnungen diesem mit Namen,
Art nund Dauer ihrer Beschäftign#ng anzumelden. Veränderungen in den Personen dieser Betriebsbeamten
und Facharbeiter sind binnen 3 Monaten gleichfalls anzumelden.
Ferner wird auf Grund des eben erwähnten § 48 angeordnet und hlermit bekannt gemacht, daß die
Unternehmer binnen 2 Wochen nach Ablauf des jetzigen Geschäfts. (Kalender-) Jahres dem Sektionsvorstande
nach einem von dlesem zu bestimmenden Vordruck einen Nachwels darüber einzureichen haben werden, wieviel
teder der namentlich zu bezeichnenden versicherten Betriebsbeamten und Facharbeiter im abgelaufenen Geschäftsfahr
an Entgeld bezogen hat und wie longe er beschäfttat war.
Hierzu und zum Zwecke der Feststellung der Entschädigung für Betriebsbeamte und Facharbeiter
bei eingetreten Unfällen haben die Unternehmer nach 9 40 der Satung Lohnbücher
(Lohulisten) zu führen, aus denen sich die Namen, die Act und die Zeit der Beschäftigung sowie
der Entgelt der einzelnen Betriebsbeamten und Facharbeiter für jeden Arbeitstag ergeben. Wird
der Entgelt nach arößeren Zeitabschnitten (Wochen, Monaten) bemessen; so ist er für diese anzugeben.
Schlteßlich wird mit Rücksicht auf die große Anzahl der alljährlich immmer noch wegen verspäteter beziehungsweise
nnterlassener Unfallanzeigen zu verhängenden Geldstrafen (im Jahre 1910 54, 1911 52, 1912 56,
darauf hingewiesen, daß zur Vermeidung von Strafen von jedem Unfalle, durch welchen eine im Betriebe bezw.
Nebenbetriebe beschäftigte Perfon getötet oder so verletzt worden ist, daß sie stirbt oder für mehr als 3 Tage völlig
#oder teilweise arbeitsunfähig wird, seitens des Unternehmers bezw. seines Stellvertreters gemäß § 1552 der Reichsversicherungsordnung
birnen 3 Tagen, nachdem er davon Kenntnis erlangt hat, bei der Ortspolizetbehörde schriftlich
oder mündlich Anzetge zu erstatten ist. Auch dem Sektionsvorstand= ist binnen der gleichen Frist nach 8 39 der
Satzung schriftlich oder mündlich Anzeige zu erstatten.
In allen oben erwähnten Fällen kann der Genossenschaftsvorstand gegen Zuwiderhandelnde
nach § 13 der Satung bezw. §8 1043, 1044, 1556 nnd 1581 der Reichsversicherungsordnung
Geldstrafen bis zu 500 M. bezw. 300 M. verhängen.
Stettin, den 5. Januar 1914.
Der Vorstand der Pommerschen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.
von Elsenhart-Rothe.
Ober-Ersatz-Geschäft im Kreise Rummelsburg.
Unter Bezugname auf meine Verfügung vom 28. v. Mts. — Krelsblatt Nr. 44 — betr. das am
19. und 20. Juni d. Is.
bei dem Restaurateur Mielke (Gesellschaftshaus) hterselbst stattfindende Aushebungsgeschäft, ersuche ich die
Herren Ortsvorsteher des Kreises, die Gestellungsbefehle die Ihnen inzwischen übersandt worden find, den
Mannschaften gegen Empfangsbeschetnigung auszuhändigen.
Zu diesem Zweck ist sofort nach Eingang dieses Kreisblattes eine Nachweisung nach dem hierunter
beispielsweise ausgefüllten Schema aufzustellen. In Spalte 4 haben die Milttärpflichtigen durch Namensunterschrift
(Vor-- und Zuname) den Empfang des Gestellungsbefehls anzuerkennen.
Der Rufname ist zu unterstreichen.
Aus den übersandten Gestellungsbefehlen geht hervor, wann die Leute sich zugestellen haben; auch ist
die Nummer der Vorstellungsliste daraus ersichtlich.
Die NMachweisungen müssen mir bis Montag den .
Juni d. J. bei Dermeidung der Abholung durch besonderen
Boten auf Kosten der Säumigen eingericht werden.
Diejentgen Herren Ortsvorsteher, denen Gestellungsbefehle nicht zugegangen sind haben gegebenenfalls
anzuzeigen, das Gestellungspflichtige nicht vorhanden find.
Nach dem Musteruagsgeschäft zugezogene bezw. bis zum Aushebungsg'schäft noch zuziehende Militärpflichtige,
über deren Milttärverhältnis die Kgl. Ober-Ersatz-Kommisston in diesem Jahre zu entschetden hat, sind
soweit dies noch nicht geschehen ist unter Vorlegung ihrer Militärpapiere (Musterungsausweis)
ungesäumt anzumelden. Diese Personen sind zur Aushebung vorzuführen, auch wenn denselben ein Gestellungsbefehl
nicht zugegangen ist.
Die gestellungspflichtigen Leute find schon bei der Beorderung nach ihren Musterungsausweisen (Losungsscheine)
zu befragen Falls solche verloren gegangen find, sind Duolikate bei mir zu beantragen. Insbesondere
ist auch darauf zu achten, daß die in den Händen der Leute befindlichen Scheine in brauchbarem Zustande sind,
weil dieselben der Kgl. Ober-.Ersatz-Kommtssion auf Verlangen vorgelegt werden müssen. An dem Geschäftstage
selbst werden den Mannschaften die Musterungsausweise (Losungsscheine) beim ersten Verlesen vor Beginn des
Geschäfts abgenommen werden. Die Ortsvorsteher mache ich für das Vorhandensein der Scheine verantwortlech.