Contents : Deutsche Soldatenbüchlein. Band 6. Anekdoten von Bismarck für unsere Soldaten. (6)

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irgendwie  in  Trägheit  oder  Versumpfung  zu  ge—
raten.  Er  hat  uns  die  kriegerischste  und  unruhigste
Nation,  die  Franzosen,  an  die  Seite  gesetzt,  und  er
hat  in  Rußland  kriegerische  Neigungen  groß  werden
lassen,  die  in  früheren  Jahrhunderten  nicht  in  dem
Maße  vorhanden  waren.  Die  Hechte  im  euro—
päischen  Karpfenteich  hindern  uns,  Karpfen  zu  werden,
  indem  sie  uns  ihre  Stacheln  in  unseren  beiden
Flanken  fühlen  lassen  .  .  Sie  zwingen  uns  zu
einem  Zusammenhalten  unter  uns  Deutschen,  das
unserer  innersten  Natur  widerstrebt.  —  —

Was  uns  kein  Volk  in  der  Welt  nachmachen
  kann:  wir  haben  das  Material
  an  Offizieren  und  Unteroffizieren,
  um  diese  ungeheure  Armee
zukommandieren.  Das  ist,  was  man  nicht
nachmachen  kann.  Dazu  gehört  das  ganz  eigentümliche
  Maß  der  Verbreitung  der  Volksbildung  in
Deutschland,  wie  es  in  keinem  andern  Lande  wieder
vorkommt.  —  —  Wenn  andere  Armeen  gleiche
Truppenmassen,  wie  wir  sie  hiemit  zu  schaffen  beabsichtigen,
  mit  Offizieren  und  Unteroffizieren  besetzen
  sollen,  so  werden  sie  unter  Umständen  genötigt
sein,  Offiziere  zu  ernennen,  denen  es  nicht  gelingen
  wird,  eine  Kompanie  durch  ein
enges  Tor  herauszuführen,  und  noch  viel
weniger,  die  schweren  Obliegenheiten  zu  erfüllen,  die
ein  Offizier  seinen  Mannschaften  gegenüber  hat,  um
sich  deren  Achtung  und  deren  Liebe  zu  bewahren.

.  .  In  einem  Krieg,  in  dem
wir  angegriffen  werden,  wird

das  ganze  Deutschland  von  der