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mier dem Namen: die Seligmacher, bekannt, erwarben sich bei jenen entsetzlichen
Gewaltthaten das Verdienst, die treuesien Werkzeuge der katholischen Reaction
zu sein. Durch alle Arten von Grausamkeiten zwang man die Gemeinden,
Keverse zu unterzeichnen, durch die sie wie zum Hohne ihren freiwilligen
Rücktritt zum katholischen Glauben bekunden mußten. Der Kaiser selbst kannte
wahrscheinlich dies Uebermaß der Gräuel nicht, denn sein Herz war nicht gegen
alles menschliche Gefühl verhärtet, aber er befand sich in den Händen von
Fanatikern oder gewissenlosen Egoisten, welche seine Macht für ihre verwerflichen
Zwecke ausbeuteten.
Bisher hatte Ferdinand II. nur auf den Kriegsschauplätzen durch sein
faktisches Uebergewicht gegen den Protestantismus gewüthet, jetzt, da der König
von Dänemark zum Frieden gezwungen war (1629), und kein Gegner mehr
mit gewaffneter Hand drohte, versuchte er den Weg der Gesetzgebung, um mit
einem Schlage alle Protestanten zu treffen, und der römischen Kirche ihre volle
Macht wiederzugeben. Zu diesem Zwecke verkündete er das Restitutionsedikt
(1629), welches verordnete, daß alle von den Protestanten, seit dem Passauer
Vertrage eingezogenen mittelbaren Bisthümer, Prälaturen und Pfründen wieder
herausgegeben, die unmittelbaren, trotz des geistlichen Vorbehaltes reformirten
Stifter wieder mit katholischen Bischöfen und Prälaten besetzt, und nur die
Bekenner des augsburgischen Glaubensbekenntnisses als Theilnehmer an dem
Religionsfrieden angesehen werden sollten; auch dürfe jeder katholische Fürst
seine Unterthanen zur Annahme seines Bekenntnisses zwingen. Reichsacht traf
nach diesem Edict nicht nur die Widersetzlichen, sondern auch die im Gehorsam
Säumigen, und die kaiserlichen Heere schritten unverzüglich zur Ausführung
des unerhörten Gewaltbefehls. Brandenburg allein hätte bei strenger Vollziehung
desselben seine drei märkischen Bisthümer nebst anderem Besitz verlieren
müssen, und außerdem war es auch in Bezug auf das Erzstift Magdeburg
betheiligt. In Deutschland überhaupt waren drei Erzbisthümer, zwölf Hochstifter
nebst unzeahligen Klöstern den Protestanten entrissen worden.
Von Schrecken gelähmt, schwiegen alle evangelischen Stände, nur Magdeburg,
welches schon zu Zeiten des Interims der kaiserlichen Willkühr Trotz
geboten hatte, fügte sich auch jetzt der schroffen Gewaltmaßregel nicht. Vergebens
versuchte auch hier Wallenstein seine Macht, denn die Bürger wollten
weder die kaiserliche Besatzung einnehmen, noch die dafür zum Ersatz geforderten
150,000 Gulden Kriegssteuer zahlen, welche bald der Weigerung halber auf
das Doppelte gesteigert wurde. Nach siebenmonatlicher fruchtlosen Belagerung
war er, um nicht eine eben so kränkende Demüthigung wie vor Stralsund zu
erfahren, mit 50,000 Gulden zufrieden.
Dafür mußte Halberstadt desto schwerer leiden. Mit Tilly vereint überwältigte
Wallenstein die Stadt, und führte das Restitutionsedict mit aller
Strenge aus. Dasselbe Schicksal dachten die beiden Feldherrn mit ihrer vereinten
Macht auch wohl dem ganzen übrigen Deutschland zu, — da zeigten
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