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Gültbtichlein. 385
waisso vor mit vier schwartzen federbuschen. Es leit einer zu
Comberg bey dem capitelhauss begraben.
4. Das schloss Reinsperg der edelleut von Reinolz- oder Reinsperg,
ist oberhalb Scheffaw, hbinder dem dorff Reinsperg gelegen,
das man noch den burgstadel nennt, darvon die bawren vill sehr
schön gehawen stain zu kellern gefürt haben und die badstub mit
gebawet. Der letzt dises geschlechts ist zu Hall gesessen, hat die
hofistatt zu dem frumesshauss zu Scheffaw geben, den brieff hab
ich gelesen, schreibt und nennt sich Hanns von Reinsperg, burger
zu Hall etc. Der schilt ist im wachs gleichförmig eines schmidthammers
uffrichtig im schilt, was aber für farb und helm, ist mir
unwissend,
5. Hinder dem dorff Reinsperg ist auch ein wasserhauss gestanden,
das vergangen, also das man yetzo nit mer dan den graben
und bühel, daruff das bauss gestanden, sicht; sein darrinnen edelleut
gesessen, die Müller genant, deren wappen ein gelb mühlrad in
einem schwarzen feld, uff dem helm ein mülrad, daruff ein grüner
busch, und wie etlich wöllen, seins die edelleut, die sich hernach
die Spiessen genant haben; sein an disem ort yetzo äckher, das
Hertlisdorff ') genant und zween hoff gewesen.
In obernante pfarr Reinsperg gehört
1. erstlich das dorff Reinsperg, darinuen der pfarrhoff
stebet, darnach die hernach genanten fleckhen:
2. Die müll undern dorff (leit yetzo wüesst), leit
zwischen Ober- und Under-Scheffaw, mit seiner zugehör,
3. Under-Scheffaw das dorff, so weit ir marck ist.
4, Hopfach das weiler, mit aller seiner zugehör, so
weit ir marck gehet.
5. Kröffelbach, das dorff sambt dem burgstadel
Billerrith ete. (darinnen ein pfrüend gestanden, die haben
die von Hall in sant Michels kirchen transferirt*), nachdem
sie das schloss zerbrochen haben), soweit ir marckh gehet,
obn underhalb der undern kelter, da die kling ist, da gehet
ein strich von Zimmern biss gen Hohenberg°’) über das
thal herüber, also das soweit der strich gehet ist der zehend
1) Hertlinsdorf, alg., OAHall $. 324.
%) Der Translationsbrief von 1405 (oder wahrscheinlicher 1445?) ist in
einem Kopialbuch des (Gem. Arch. Hall, „Pfründ- und Stiftungshrief über die
Kirchenaltär* Bl. 103 noch erhalten.
») OAHall S 320,
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