Persisch 5—8 397
Titel und Verfasser sind nirgends genannt. Die Handschrift enthält
das unter dem Titel a«5&\i, bekannte Matnawi-Gedicht des Faridal-din
‘Attär (F 627), oder wie er nach H. Hal. II 68 no. 1940 heisst:
Bang , 1203] AN Au. a Ay, (noch ausführlicher bei Eihe
Oxford. Cat. no. 622). ol. über sein ” Leben die Angaben Daulat-Säh’s
in der Ausgabe des Pand- Nämah von Silvestre de Sacy (Paris
1819), ferner Sprenger, Oudh Cat. 346 und Rieu, Cat. Brit. Mus. I 344;
dazu Pertsch’s Berliner Catalog no. 749.
Der Text unserer Handschrift stimmt im Ganzen mit dem in de
Sacy’s Ausgabe überein; nur folgende Abweichungen sind hervorzuheben:
es fehlen die Stücke de Sacy 8.16 u) Jwol (las 0, 8.101
8 wre sleinde „und 8.114 Any Au, un 2. Kus de Dacy
S.57 und 8. 66 sind zwei gemacht, dagegen sind die Stücke de Sacy
3.70 und 73, 8.80 und S1, 8.92 und 93, 8.95 Mit (steile „las zo
und (yänlyd wel la z3, 8.96 und 99, 8.105 und 106, 8. 112
0 lan 0 und 8.116 „Ib Js} Jlu>), „late ars Als ‚0 und
endlich die letzten drei auf S. 123—128 in je eins zusammengezogen.
Bei de Sacy nicht vorhanden ist ein kleines Stück auf Bl. 25°, welches
sich aber in der Ausgabe von Hindley (London 1809) 8.101 findet
und daselbst die Überschrift „SI wu, „las „o trägt.
Die Abschrift stammt aus dem Jahre 1042 (beg. 19 Juli 1632).
Auf den Deckblättern vorn und hinten befinden sich Citate aus persischen
Dichtern.
Pers. 8 (orient. 137) europ. und orientalisches Papier; 237 Bl.;
3l cm hoch, 194 cm breit; 20 Zeilen geschrieben in den Jahren
1676-80
Grosses und schönes Taflik.
Der Titel, von Hadrian Reland’s Hand geschrieben, lautet: ‘ .‚LimIs
sive Rosarium Politicum auctore Scheich Sady lingua Persica conscriptum
cum versione Belgica Cornelii Mutteri’. Der allbekannte
Rosengarten des (s;jl,a% (sAxw (über seinen vollständigen Namen und
sein Leben vgl. Rio, Cat. Brit. Mus. II 595°). Die Übersetzung des
sonst unbekannten Mutter (vgl. cod. Pers. 5 und 9) reicht bis zum Anfang
des 7 Buches; sie befindet sich auf eingeschobenen Blättern europäischen
Fabrikates, während der persische Text zumeist auf orientalischem
Papier geschrieben ist.
Entgegen dem sonstigen Gebrauch orientalischer Handschriften
folgen die Blätter von links nach rechts auf einander. Dies, so wie
der Umstand, dass einigemale der persische Text auch auf das curopäische
Papier geschrieben ist, legen die Vermutlung nahe, dass beide
zu gleicher Zeit niedergeschrieben sind. Die UÜbersctzung der Vorrede
ist datirt vom 9(?) 1677, die des 6. Buches vom 13 Januar 1680;
die Niederschrift, welche in einem Zuge eıfolgt ist, mag etwas später
anzusetzen sein. Anfang: 3 ze Ila> orie. Siehe auch Pertsch,
Berl. Cat. no. 784 und Rieu a.a.0.
Das Manuscript war seinerzeit Eigenthum Reland’s (1676—1718)
‘ex legato Muttert”.