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ebenso Ries (Papier). Jedoch bleibt das inlautende s
vor einem t der Biegung, z. B. (er) liest, reist, wächst;
b) aller Endungen, auch der Nachsilbe -nis, z. B. Kindes,
Gleichnis;
e) solcher Wörter, die vor einer mit einem Selbstlaut beginnenden
Nachsilbe nicht vorkommen, z. B als, bis (bisher), das,
es, was usw. (vgl. unter 20). Man unterscheidet das
als Geschlechts= und Fürwort und daß als Bindewort;
ch in Zusammensetzungen, z. B. Freiheitskrieg, Ordnungsliebe;
Dienstag, Donnerstag, Samstag.
Insbesondere sind zu unterscheiden: bis — der Biß; die Fliese
(Steinplatte) — das Fließ (Bach) — das Dlies (Fell); der Geisel
(Leibbürge) — die Geißel (Peitsche) — die Geiß (Ziege); gleißen
(glänzen) — Gleisner (Heuchler), gleisnerisch; die Hast — du hast
(haben) — du haßt (hassen); er ist (sein) — er ißt (essen); Nieswurz
(ogl. niesen) — Nießbrauch (vgl. genießen); er reist (reisen) —
er reißt (reißen); weiß (Farbe), weißlich — Weisheit (vgl. weise),
wohlweislich, naseweis, weissagen.
In lateinischer Schrift steht s für s und s, ss für ss,
B (besser als ss) für ß; für B tritt in großer Schrift sz ein,
z. B. MASZE (Maße), aber MASSE (Masse).
IV. Über die Bezeichnung der Kürze und Länge
der Selbstlaute (Vokale).
A. Die Kürze des Selbstlautes 8 13.
wird überhaupt nur in betonten Silben, die nur auf einen
Mitlaut ausgehen, bezeichnet, und zwar dadurch, daß dieser
Mitlaut doppelt geschrieben wird.
1. Dies geschieht in Stammsilben sowohl im Inlaut als
auch im Auslaut, z. B. fallen, Fall, fällt, aber Falte, weil
hier die Stammsilbe auf mehrere verschiedene Mitlaute (l und t)
ausgeht; hemmen, hemmt, Hemmnis, aber Hemdes: schaffen,
schafft, Schaffner, aber Schaft; treffen, triffst, trifft, aber Trift,
nimmst, nimmt; trittst; am schlaffsten.