Full text : Rosenheimer Anzeiger. 63. Jahrngang (63)

Uumuer  12

De  Lürkei  im  Bessftrieg

Die  Kämpfe  am  Tigris.

Kon  stantinopel,  19.  Febr.  Amilicher  Beridt.
  Dioric-Front:  Südlich  des  Tigris,  zog  der
Feind  daos  Gros  seiner  Stweitkräfte  10  Kilometler
  zurück  und  ließ  in  den  von  uns  geräumten
  Stellungen  nur  Beobachtungsposten  zurück.
Am  17.  Februar  griff  der  Feind  brach  heftiger
Artülerier  orbereitung  mit  sch#ungs  weise  einer
Zufanterie  Brigade  unsere  Stellungen  bei  Fellahie
  an.  Es  gelang  dem  Feinde  vorüberge-Lend,
  in  unsere  Stellung  einzudringen.  Er
uurde-  aber  nach  Stürmen  mit  dem  Bajonett
und  Handgranatenkämpfen  wieder  vertrieben,
srdaß  wir  nach  Kampfesende  unsere  Stelkung
Frolliommen  wieder  beseten.  Die  Brigade  des
(Gegners  wurde  sast  ganz  vernichtet.  Wir  machten
  1  Offizier,  60  Mamn  zu#Hefangenen  und  erbeuteten
  ein  Maschinengewehr  und  einige  automatische
  Gewehre.  .„

 

das  1.  bayerische  Armeekorps
in  der  Sommeschiachl.

Es  gibt  Namen  von  Orten,  Männern,  Geschehnissen,
  die  erst  im  Laufe  reifender  Erkenn#nis
  historisch  werden.  Es  gibt  solche,  die

wie  ein  Meteor  aufflammen  und  dann  eingeprägt
  bleiben  für  Zeit  und  Ewigkeit.  Wenn
irgend  von  einem  Namen  dies  gilt,  so
gilt  es  von  Dir:  friedlich  dereinst  durch  versumrfte
  Sagdgefilde  Dich  windender,  nun  vom
Blut  der  drei  größten  Kulturnationen  geröteter
  Flufe  vdon  der  Somme.  alnd  wir  Bayern
vom  ersien  Korps  waren  auch  dabei.“

Gerne  zogen  wir  hin:  der  Mam  sagte:

„Aerger  wie  vor  Verdun  wird's  auch  nicht.“
Der  Ofsizier  freute  sich:  kannten  wir  ja  doch
aus  der  Zeit  vom  Spätherbst  1914  is  Spätlerbst
  1915  das  schöne  Land,  hatten  es  lieben
gelernt,  das  Land  mit  den  sanften,  reit  hingelagerten
  Höhen,  den  Uppig  fruchtbaren  Feldern
  und  den  in  mächtigen  Laubbäumen  verstecten
  Dörsern.  Freilicz:  es  war  anders  geworden
  seit  unserem  Abschied  im  Herbst  1915:
das  Land  verwüstet,  die  Bauern  geflohen;  und
nicht  mehr  Kanonendonner  hörte  man  dann  und
wann  wie  dereinn  in  der  „ruhigen  Jeit“,  #ondern
  Rollen  und  Grollen  und  Krachen  ohn'
Unterlaß,  Tag  und  Nacht.  —  Und  noch  einen
Namen  will  ich  heraufbeschwören,  eingeprägt  ist
er,  wie  der  Welt  die  Somme,  so  dem  v  Ersten
bayerischen",  für  ewig:  Sailly-Saillisel.  Um
Dich,  Du  langes,  langweiliges  Rest,  m#  wir
nock  vor  einem  Jahr  um  teueres  Geld  uns
schleckte  Seide  von  den  „Heimarbeitern“  haben
  aufschwänen  laisen,  um  Dich  hat  er  amcheisreiten
  gebrandet  der  Ehrenkampf  des  „Ersten“
links,  von  Dir,  rechts  von  Dir,  in  Dir.  Gineingebissen
  ha#t  Du  Dich,  tapjerer  Franzmann,
aber  durchgebissen  haft  Du  Dich  nicht,  solange
Du  auf  das  „Erste“  bisiest;  dennD  Du  bissest  auf
Granit.  1

Ein  flüchtiges  Geländekroli  muß  die  folgende
  Schilderung  der  Ereignisse  unterstützen.

Auf  breitem.  von  Nord  nach  Süd  streichendem
  Hoenkuckel,  über  dessen  Rückgrat  die
prächtig  gebaute  Straße  Bapaume-Peronne
lauft,  begleitet  die  Straße  wohl  1½  Kilometer
lang  der  Ort  Sailly.

Stell’  Dich  auf  seinen  Kirchturm  (setzt  kannst
Du's  freilich  nicht  mehr,  der  Kirchturm  ist  in
Atome  verwandelt,  und  schau  nach  Westen,  von
m  der  Franzose  kommt,  dann  siehst  Du  vor
Tie-  über  das  Chateau  Saillys  wegschauend,

eine  Muide  nennen  wir  sie  Morval-Mulde
Kemlich  tief,  fie  streicht  westlich,  vereinigt  sich
mit  einem  Ast,  der  nach  Nordost  gegen  le  Trans-RolenLelmet

  Angeger

 

 

loy  züngelt,  und  wendet  sich  dann  südlich  gen
Combles  bekannten  Angedenlens;  rechts  vorwärts
  seitwärts  streicht  der  Blick  über  le  Transloy
  bis  Bepaume,  linls  aber  schmitzt  das  [Dorf
Rancourt  zusammen  mit  dem  St.-Pierre-Vaast-Wald,
  kaum  zwei  Kilometer  südlich  von  Deie
nem  Standpunft.

Hinter  Dir  aber,  senkt  sich's  mählich  wie  eine
gewaltige,  schiese  Ebene  bis  hinunter  zum  la
Tortille=  Grund,  den  ein  großartiges,  leider
unvollendetes  (die  Boches  haben  daran  im  Frie
den  gebaut)  Kanalwerk  benützt,  um  die  Somme

binden  mit  dem  weitverzweigten  Fluß=  und
Kanalsystem  der  Departements  Pas  i  Calais“
und  Nord.

Auf  besagter  schiefer  Ebene  tünnen  sich
nerdöstlich  (zirka  1½  Kilometer)  le  Mesnil  in
eine  tiefere  Mulde,  noch  weiter  nördlich,  aber
wieder  höher  gelegen,  schaut  Rocquigny  berüber,
östlich  ragen  die  Dächer  von  Etricourt  und  Manancourt
  aus  dem  Kanaltal  heraus,  aber  in.

 

 

mittelbar  rechts  daron,  ost-Üd-östlich,  begrenzen
  den  Blick  die  Laubwälder  von  St.[Martin,
von  Vuur  und  vom  schon  genannten  St.=  ierre-Vaast.


Und  gleich  unter  uns,  unter  dem  Krrchturn,
sehen  wir  einen  nach  Olst-Süd-Osten  ragenden
Häuserkropf,  an  Sailly  unmittelbar  angewachsen,
  geber  als  Sailly  selbst:  das  blutgetnänkte?
Saillisel

Mit  diesem  Rundblick  überspamen  wir  das
Schlachtfeld,  auf  dem  Truppen  des  1.  er.
A.--K.  fast  einen  Monat  lang  zäh  gerungen,  geblutet,
  und  soweit  es  die  Verhältnisse  des  huodernen
  Kampfes  überhaugt  hier  zulassen  (was
die  Nachwelt  vielleicht  klarerer  Erkenntnis
  zugeben  wird)  anel  haben.

Am  5.  Oktober  begann  das  1.  bayer.  A.-K.

sein  ruhiges,  planmäßiges  stetiges  Hinüberrol=  5

len  von  einem  südlicheren  Kampsplatze  nordwärts
  an  die  Somme.  Und  ruhig  und  planmäßig,
  mit  Kleinarbeit  beginnend,  war  dort
sein  Einsatz.  Wer  heute  den  Krieg  verstehen
will,  muß  mit  den  alten  Bildern  lbrechen.Muß
sich  nicht  an  das  Ideal  anklammern  der  fliegenden
  Fahnen  und  anstürmenden  Regimentsmaslen
  nit  Sffbian  zu  Pferd  an  der  Spitze
vo  Weniger  malerisch,  weniger  poe-Uth
  *  die  Schlacht  —  aber  grausam  u.  fürchterlich
  und  ewigdauernd:  und  die  sie  bestehen,
das  sind  die  modernen  Heldentruppen.  Wir
werden  im  Schlußwort  noch  auf  diesen  wesentlichen
  und  in  der  Heimat  oft  recht  #mißverstandenen
  Punkt  kommen.  So  ging  auch  für
die  Divisionen  des  1.  bayer.  A.-K.  mit  nüchterner

  Kleinarbeit  die  große  Schlacht  au:  es

über  den  Canal  de  la  Sensee  1½—  zu  verwurde

  von  den  zuerst  eintreffenden  Bataillonen

  hinter  den  vorne  Kämpfenden  und  Abzulösenden

  gegraben,  Material,  Munition  beigesch
  leppt.  Unterdessen  begann  seitens  der  Stäbe
ein  eifriges  Vorarbeiten:  die  Stellungen,  in  die
mir  rücken  sollten,  wurden  besichtigt,  erkundet

die  Karten  hiefür  richtig  gestellt,  in  engste
Fühlung  getreten  mit  jenen  Stäben,  die  nun
scon  Wochen  lang  hier  gute  Arbeit  geleistet
Datten,  das  Zusammenairten  von  Insanterie,
Artillerie,  technschen  Woffen  festgelegt  und
sicher  gestellt,  und  o  das  erteicht,  was  das
Ideal  der  Ablösung  während  der  modernen
Schlacht  islt,  nämlich,  daß  unvermerkt  für  den

Gegner,  ohne  Unterbrechung  der  Widerstandskraft,

  ohne  Lücke  in  der  Untemme  mungslust  und

im  Zusammenspielen  aller  Waffen  plöglich  ein

nagelneues  Korps  da  auftaucht,  wo  mudgekämpfte

  Truppen  Ablösung  verdient  hatten.

Glatt  ist  diese  Leistung  dem  1  lbayer.  A.-K.

gelungen.

Am  14.  Oktrober  konnte  die  eine,  am  16.  Oktober
  die  andere  Infanterie-Dioision  des  Korps
melden,  daß  sie  richtig  abgelöst  hätten.  Was
dies  sagen  will,  welche  Größe  der  Urbeitsleistung.
  welche  Füne  von-  n  und  pon  Einzeltschlüssen
  und  -Taten  darin  in  ffen  ist,

*  weiß,  nur  der  Führer,  der  die  Nacht  Aber

Fernsprecher  auf  die  Meldung  des  letzten

1  Batchiron  noch  harrt,  das  versteht  nur,  wer
diesen  Führer  dann  aufatmen  sieht,  wenn  der
Fernsprecher  wrveruinder-Störung

  abgelbft.“
7  Die  nach  den  Ablösungsnächten  vom  1.  baherischen

  A.  R.  eingenommenen  Stellungen  schlossen
  eine  dritte  deutsche  Division  ein.  Während
nordwestlich  von  Sailly  (man  erinnerr  sich  an
die  Geländebeschreibung)  auf  dem  gegemn  le
Transloy  hinüberstreichenden  Buckel,  vorgeschoben
  gegen  Südwesten  bis  nahe  an  die  in  Feindeshand
  befindlichen  Dörfer  Lesboeufs  und
Morval  in  einer  balkonartig  vorspringenden
Stellung  die  eine  unserer  Dioisienen  sich  festgesetzt
  hatie,  Sailly  selbst  aber  von  michtbayerischen
  Regimentern  verteidigt  wur  begam
am  Südzipfel  von  Sailly  die  Stellung:  der  anderen
  Diossion  und  zog  sich  I#drost  süolich  bis
zum  St.--Pierre-Va-  Woaß  #aa  Id.  Wir  waren  gerade
  an  der  Grenze  des  englischen  und  französischen
  Kampfgebietes  und  so  kam  es,  daß  unsere
  rechte  Dioisoon  mit  den  Eng  ländern  und
Franzosen,  die  linke  bloß  mit  icinnn  sich  Zu
messen  hatten.

Es  war  eben  von  „Stellungen“  die  Rede.
Hier  an  der  Somme  waren  dle  wordersten  mehr
ein  symbolischet  Begriff.  Granatlöcher  in
Schlamm  und  zerwühlter  Erde,  mit  Regenwasser
  angefüllt,  manchmal  mit  dem  Versuch  eines

„Alles  richtig  u.  ohne

 

 

mittsoh,  2.  Febk####  vöun

Gräbchens  verbunben,  ohne  Unterstände,

S7
a  n  immer  er  uO

Mer  ins  —  i  S.

Toage,  Nächte,  monche“  at  s  hmal  24

eim  J4  in  GSouten  ·
nheit  “W*  Mum-#
  mi  int#en,  geschweite  w#n  Laumaterinl.
  Was  der  Mang  mit  siene
nen,  Handgranaten,  Konserven,  etwas  Was-8
  und  Kaffee:  darauf  ist  er  angewiesen,  all
ie  Tage  und  Nächte;  und  das  Granatloch,
das  ihm  zugewiesen,  das  ist  seine  Stellung,
da  wacht  er  und  lämpft  und  stirbt  er.

Weit  hinten  kann  natürlich  mehr  geschehen  für
Stellungsban;  aber  bis  weit  zurück  in  die  sogen.
Nutzequartiere,  reicht  der  Granatüberfluß  des
Feindes  und  stört  Arbeit,  Bewegungen  und  die
lnappen  paar  Ruhestunden,  die  an  der  Somme
ulcht  eimmal  für  alle  heraussprangen.

Bel  Betrachtung  der  zwei  Stellungsabschnitte
des  e#ngen  ein  paar  wesentliche  Punkte
ins  Auge:  die  Bedeutung  von  Sailly,  dessen
Verluste  4a  linke  Flanke  der  einen  und  die  rechte
der  anderen  Division  gefährden  mustte;  die  Gefahr,
  die  die  in  Feindesbesic  befindliche  Morvalmulde
  mit  ihren  zwei  Fangarmen  nach  Nord
und  Ost  bereutete,  ind  die  Notwendigteit  des
Festhaltens  des  St.  Pierre-MWast-Wildes.  Der
Verlauf  der  Kämpfe  sollte  beweisen,  daß  unsere
  Gegner  auch  ihre  Taktik  studiert  hatten.
Noch  bevor  die  linte  Division  in  threm  Abschnitte
  das  Kommando  übernommen  hatte,  erfuhren
  ihre  vorausgesandten  Organe,  daß  es  in
Sailly  nicht  panz  uber  sei;  man  war  jauf
der  Hut;  am  15.  Oktober,  nachdem  der  Gegner
uns  gut  zweimal  24  Stunden  nach  [Herzenslust
vertrommekt  hutte,  nachdem  ein  paurmal  seine
Angriffslust  in  unserem  Sperrfeuer  verraucht
war,  ##  er  endlich  morgens  vor  -#aber  glatt
schickte  ihn  das  rechte  Regiment  der  Dioision
heim.  Nun  trommelte  er  weiler  und  wieder
holte  seinen  Besuch  abends  7  Uhr,  aber  mo
dieser  wurde  nicht  angenommen,  wohl  abe
fand  der  Franzose  in  Sailly  selbst  ein  Hintertürchen
  und  wollte  sich  breit  „machen.  Rasch
entschlossen  warf  ihm  der  rechte  Flügel-Bataillons-Kommandeur
  der  Dioision  entgegen,  was
er  zur  Hand  hatte,  säuberte  den  Ort,  machte
Gefangene  und  reichte  der  preußischen  Reben-Division
  wieder  die  Hand,  in  richtiger  taktischer
Erkenntnis,  daß  es  ihrem  Abschnitt  auch  um
sein  eigenes  Wohl  und  Wehe  gehe

Aber  der  Franzose  läßt  sich  durchs  Abweisung
der  ersten  Werbung  nicht  abschrecken:  weiter
sucht  sein  Trommelfeuer  uns  mürbe  zu  häm.
mern  und  am  16.  mittags  findet  der  wieder,
durch  den  Ostarm  der  Moroal.  Mulde  heranpürschend,
  nahe  bei  dem  ihm  bekannten  Hintertürchen
  einen  Eingang  in  Sailly.  Der  rechte
Flügel  der  Division  war  in  einer  üblen  Lage:
von  vorne,  rechts  und  rechts-räckwärts  gepackt
erlitt  die  dortige  Kompagnie  schwere  Verluste:
aber  sie  hielt  wacker  aus,  machte  einen  Hakken
  und  wußte,  daß  man  sie  nicht  im  (Stiche
lassen  werde.  Wußte  es  mit  Recht.  Durch  die
umfassenden  sofortigen  Mafnahmen  der  Dinvision,
  wie  der  Brigade  und  des  Regiments  wurden
genügend  frische  Kräfte  zum  Vorgehen  in  Sall-Iy
  bereitgestellt  und  der  Gesechteraum  der
Division  mit  dem  der  Neben-Division  am  krilichen
  t  verschmolzen,  also  um  Bedeuten-Norden

  verbreitert.

reon  nun,  teilweise  gemeinsam  mit  dem
rechts  anschließenden  Regimente,  versuchte  das
rechte  Flügelregiment  der  Division  den  Süd.
teil  von  Sailly  zu  säubern.  Der  Franzose  sah
den  Ernst,  setzte  r8  Parade  zum  Hieb  ian  ·  Und
griff  am  Abend  des  16.  die  Stellung,  des  Regiments
  südlich  Sailly  an.  Er  wurde  abgewiesen.
  Endlich,  am  17.  früh,  beim  drilten

 

De  Tochler  der  Heimallofen.

Kriminalroman  vo#n  A.  Oftland.
39  Machbrud  verboten)

Der  seltene  Name  kam  ganz  geläufig  von
den  Lippen  des  jungen  Muillers.  Und  Doltor
Huber  dachte:  Ter  spricht  dieses  schwierige
Wort  oft  aus,  wenn  auch  nur  in  Gedanken!
Laut  sagte  er:

„Ja  —  was  macht  nun  aber  der  Baron
dort  in  der  Einsamieit?“

Lorenz  Weagner  zauderte.

„Er  —  *  -gelt“  ,  jagte  er  dann.
Er  zie

„Ja.  Erl  *  einen  Pesten  bei  der  großen
Ciche,  rechts  vom  Haus.  Dort  steht  er  und  hebt
die  Flinte,  so  wie  probeweise,  gegen  die  Türe
des  Wuldhäterhauses.  Aber  er  drückt  nicht  los.“

Doltor  Huber  schürelte  den  Kopf.

„Sonderbares  Vergnügen  für  den  Masoratsderrn
  der  Richtings!  ja!  Große
Verren  haben  Maronen!  Na  —  und  was  tut
er  dann

r  geht  wieder  heim.  Wenigstens  vorgeiun
  war's  so.“

„Hm.“

Da  müisen  Sie  sich  irren,  Lorenz“,  sagte
Jee  bin  zutretend.  „Vorgestern  war  Baron
Felig  überhaupt  nicht  fort!  Er  zog  nch  gleich
nach  dem  Abendessen  auruck,  weil  er  sich  unwohl
  füblte.
ber  um  elf  Uhr  war  er  droben  bei  der
Walbbitte.  Ich  bin  lang  hinter  ihm  gestanden,
ohne  daß  er'  gemerkt  hat.  Ich  hab  dort

 

Schlingen  gelegt  für  einen  seltenen  Walnpoge.
Das  dürtt  er  nicht  willen.  Derbalb  bisn  ich

ganz  zuhng  Leblieben.“
Was  macht  denn  der  neue  Waldhüter?-keger
  Doltor  Huber.
Ich  mein  der  macht  net  viel.  Vom
’.  8  Foritwesen  versteht  der  aber  schon
gar  nichts.  Lebt  halt  da  droben  in  der  Einöd'
ruhig  fort.  Die  Frau  sitzt  im  dem  Garterl  und
spinnt.  Sle  ist  jetzt  ganz  ruhr  Und  er  ist
*ßêßv  gut,  mit  ihr.  9Pn  -o#mm’  *—  hin,  und
66  kenm  ibn  geht  schon
—  ich  kenn'  ihn  nicht,  den
Hans  mt  Aber  ein  Stück  von  seiner  Vergangenheit
  kenn“  ic.  Und  merkwürdig  ist  es
schon,  daß  der  Freiherr  von  Nichting  diesen
Menschen  just  da  hinauf  setzt  als  Waldhüter.“
Ja.  Es  war  überhaupt  vieles  recht  merkwürdig
  in  dlesem  neuen  Haushalt!  Fee  dachte
es,  als  sie  im  Abenddunkel  bergan  stieg,  dem
Schlosse  entgegen.  Am  merkwürdigsten  abFuF

war  wohl  dieses  Brautpaar:  Felig  und  Olga.
Der  sonst  so  e#loläg  verschlossene  Wann  warb
um  sch##  Mäd  m.  big·
teit,  welche  %  eeinahe  es  Mted  erregte,
denn  man  sah  es  jetzt  schon  deutlich:  Olga
würde  kaum  l  eal  lese  Liebe  oder  Leidenschaft
  erwidern.  Für  sie  war  diese  Verdinbung
nichts  als  ein  Rechenexempel.  Und  für  ihn
schien  sie  immer  mehr  zur  Erfüllung  eines
Lebenowunsches  zu  werden.

Aber  Fee,  die  chen--  durch  die  langen
Cänge  des  alten  Schlase,  schritt,  ko####
L  mohr  nachdenken.  nz  4  veretwas:

  eine  eSunn  le  se  lange

nit  an  ihr  Ohr  pet  ten.  eine  Stimme,
u  5  liebte  üÜber

4—  rdr½6  #  utntn  8

 

Richting.  ubml  „Nein  Das  tue  ich  nicht.  Ich  wil
nicht  wieder  nach  Amerika  zurück!  Ich  stamme
von  hier,  und  ich  will  in  Oesterreich  leben  und
einst  sterben.  Ueberdies  würde  ein  solches  plötzliches,
  grundloses  Mbreigen  einer  Flucht  sohr
ähnlich  sehen.  Ich  habe  aber  keinen  Grund,
mich  ua  flüchten.

Felix  von  iichung  stand  neben  dem  Lehn-Hendt,
  in  dem  der  alle  Baron  zusammengekauert

saß.  Noch  fahler  erschien  Fee  sein  Untlitz
als  sonst,  Olga  sebmte  an  dem  hoben  Fenster
b#neln  in  das  Gold  des  Abendr“m—

  eligen  traurig  sah  dieses  schöne,
siolze  Bädchengesicht  aus  in  **  Moment.
„S  elnen  Grund,  von  hier  fortaugeben
  7-  abagte  Felr  gan  zurück.  „Oh
mich  !  Ehrenmann  lebt

das  wu
melst  n  nigen  d  an  hn  Orte,  wo  mon
aost  Nagern  nach  ihm  “
Walter  wollte  auffehren,  aber  er  bezwang
  sich.

„Meime  Kollegzen  legen  mir  jetzt  nichts
mehr  in  den  Wen“,  sagte  er  stolz.  „Und  mich
interesflert  im  #ee  nur  elnes:  mein  neues

ir
boffe  mir  bovon.  einen  vollen  Er  **
Ze  Iuchting  winkte  ohrend  mit

„G#n  nug.  1½%  wor  el  an  —

helteuss—
ten  eln  le
ein,  6#D  26  4  s  aus  W—  "*n
unten  t  W1%
nach  gion  zuruückkehre“,  schältrte  Waller
bitter  ein.
Feli#  nickte.

 

„Gewiß.  Nur  unter  dleser  Bedingung.
Ich  —  —  ich  liebe  keine  Verwandtscha  ast  an
welcher  ein  Makel  haftet,  in  der  Nähe.“
offe  mich  ne  in  diesem  Makel
zu  eeien  “  rief  Walter  aufonmnee
e  Mann  sah  sehr  swmön  aus  mit
dem  11.  Goast  in  den  Zügen,  über  welche  die
ebendeV  Sente  goldene  Lichter  warf.  Und
eime  eln  orte  wirkten  überzeugend.
ur  ni  n  ennct  an  sie  zu  glauben.
tut  ,  er  sehr  ruhlg.
„Aber  falls  Sen  0  *  2  Vorschlag  en
ehen,  dürsten  Ste  wohl  auch  kaum  die  Fertigsenkern
  Iberen  Werkes  abwarten  können,  denn
ich  habe  bereits  mit  dem  Ditektor  des  Eisen  ·
dehrtaug  gesprochen  und  versügt,  daß  ein
anderer  Ingenieur  das  Begonnens  vollendet.
Sie  haben  noch  keinen  Konteakt  mit  der  Bahn.
bauge  elellsoa.  Auf  meine  Veranlassung  wird
A#n  ein  B  *  lerteljahragahalt  auabezahli,  und

alter  von  an  war  tlef  erbloßt;  ein
Zittern  bes  Jornes  durch  selne  schlanke.
hohe  Gestalt.  Und  gr  3n  Herr  erhob  sich
mühsam.  Er  raffte  alle  seine  Energie  zu-*



 

tust  du  das,  Velie  4  8  er.
Fikcher  soh  er  aulf  den  S
te  es  betti  Wh  will
nicht.  dahefd  eser  Richting  hler  in  unserer
Nähe  bleibt!  .  Iist  ein  *  auf  dem  Namen!“
Walter  wollie  antw  ber  er  vergenblicke

der,  In  ihrem
slee  des.

 

 

net  i  ihn  L

 

bört  -  ren

ko#tprüen!