Full text : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

Begrenzung  hat  zu  manchem  ungerechten  Urtheil  gefuͤhrt.
Wie  schon  Dohm  sich  beschwerte,  daß  Spittler  die  Geschichte
  des  großen  Friedrich  mit  einer  halben  Seite  abgefertigt,  so
hat  noch  ganz  neuerlich  ein  Recensent  in  den  „Berliner  kritischen
  Jahrbuͤchern“  (aus  Anlaß  einer  Ausgabe  der  Werke
Friedrichs  II.)  jene  Kargheit  bitter  getadelt.  Beide  aber
haben  uͤbersehen,  daß  nur  bei  Gelegenheit  des  eigentlichen
Preußen,  nicht  der  preußischen  Monarchie,  von  dem  grossen
König  die  Rede  ist,  und  daß  in  Beziehung  auf  jenes  nicht
wohl  mehr  von  ihm  gesagt  werden  konnte,  als  von  ihm,  dem
Erwerber  von  preußisch  Polen,  wirklich  gesagt  wurde.

Auch  in  der  Reihenfelge  der  Aufsätze  wurde  die  dort  befolgte
  Anordnung  beibehalten,  und  es  wurden  hier,  wie  bei
den  Recensionen,  die  einen  und  denselben  Staat  betreffenden
Nummern  chronologisch,  nach  der  Zeit  ihres  Erscheinens,  zusammengestellt.


Die  Abhandlungen  sind  sämmtlich  dem  Göktingischen
bistorischen  Magazin,  die  Recenssonen  den  Görtingischen  gelehrten
  Anzeigen  entnommen.  Die  Jahl  der  ersteren  hätte
sehr  vermehrt  werden  können;  allein  der  Herausgeber  glaubte
außer  den  bloßen  Aktenstücken,  die  Spittler  ohne  eigene  Zuthat
  mittheilte,  auch  die  bloßen  Uebersetzungen  und  Auszüge,
zumeist  von  Schriften  und  Urkunden  von  vorübergehendem
Interesse,  ausscheiden,  und  von  jenen  nur  solche  aufnehmen  zu
müssen,  die  durch  freie  Bearbeitung  oder  durch  Benützung
auch  sonstiger  Quellen  ein  eigenthümliches  Gepräge  erhalten