Metadata : Kolonialpolitik. Mein politisches Vermächtnis.

Diese  Fälschung,  die  sofort  im  Unions-Parlament  festgestellt
wurde,  liefert  vollen  Beweis  dafür,  daß  von  einer  Verletzung
englischen  Gebietes  durch  Besetzung  von  Nakab-Süd  keine  Rede
sein  kann.

Um  die  Abneigung  der  burischen  Kreise  Südafrikas  gegen  den
geplanten  Angriff  auf  Deutsch-Südwestafrika  zu  überwinden,
hat  die  Regierung  Bothas  die  Bevölkerung  Südafrikas  durch  die
wahrheitswidrige  Behauptung  deutscher  Angriffsabsichten  zur
Aufnahme  der  Waffen  zu  bestimmen  gesucht.  Der  wahre  Sachverhalt
  ist  aber  inzwischen  in  weiten  Kreisen  Südafrikas  bekannt
geworden.

Der  Tag  der  englischen  Kriegserklärung  war  für  unsere  Kolonien
  ein  dies  ater.  Unsere  Kolonisten  waren  lange  genug  über
See,  um  voraussehen  zu  können,  aus  welchen  Arsenalen  sich
Großbritannien  die  Waffen  nimmt,  um  unserer  Kolonien  Herr
zu  werden.  Sie  wußten,  entfernt  von  der  Heimat,  daß  sie  auf
den  Schutz  unserer  Flotte  nicht  rechnen  konnten.  Sie  wußten,
daß  sie  auf  den  Schutz  der  kleinen  bewaffneten  Schar  angewiesen
waren,  die  lediglich  für  die  Aufrechterhaltung  der  Ruhe  und  Ordnung
  unter  den  Eingeborenen  und  zur  Bekämpfung  des  Sklavenhandels
  bestimmt  und  bemessen  war.  Und  doch  haben  sich  alle
draußen,  alle  ohne  Ausnahme,  Beamte,  Schutztruppen  und  Ansiedler,
  bis  über  das  Maß  des  Denkbaren  hinaus  gegenüber  einer
Übermacht  von  Feinden  und  von  militärischen  Machtmitteln  gehalten.
  Ich  nehme  hierbei  auch  die  Eingeborenen  nicht  aus;  ich
muß  dieses  Lob  auch  den  Eingeborenen  spenden.  Treu  haben
sie  sich  um  die  deutsche  Fahne  geschart  und  todesmutig  sind  sie  für
unsere  Sache  in  den  Kampf  gegangen.  Das  ist  der  beste  Beweis,
daß  England  es  nicht  nötig  hat,  die  armen  Eingeborenen  vor

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