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es unserer Industrie in weitem Umfange geluugen ıst, für ausländische
Rohstoffe Ersatz zu schaffen. Ich darf das nur mit einem
Beispiel belegen. In wenigen Monaten wird Deutschland seinen
ganzen landwirtschaftlichen, industriellen und Kriegsbedarf an
Stickstoffverbindungen — das sind mehr als eine Million
Tonnen pro Jahr! —, einen Bedarf, der bisher zur weil überwiegenden
Hälfte aus dem. Auslande importiert worden ist, durch
die einheimische deutsche Industrie voll und ganz decken können.
Das ist eine Leistung, die uns kein Land auf der ganzen Welt
nachmachen kann. Meine Herren, Sıe wissen schliesslich so gut
wie ich, dass wir dank der hohen Stufe unserer landwirtschafllichen
Entwicklung, dank der Tüchtigkeit unserer Landwirte aus eigener
Kraft werden durchhalten können, wenn nur jeder einzelne die
nötige Sparsamkeit und den nötigen Gemeinsinn walten lässt und
sich willig und verständnisvoll fördernd den Massnahmen fügt,
die zur vollen Ausnutzung und zur richtigen Verteilung der vorhandenen
Bestände erforderlich sind. Jedes Opfer und jede Entbehrung,
aber auch jede Meinungsverschiedenheit im einzelnen
muss klein erscheinen gegenüber dem Gedanken, dass es bisher
gelungen ist und weiter gelingen muss und wird, ein Volk von
‘0 Millionen, das mit tausend Fäden ın die Weltwirtschaft verflochten
war, auf sich selbst zurückzuführen, ein Volk von 70
Millionen durch die Mittel wirtschaftlicher und sozialer Organisation
ohne Elend und Verschmachten durch den grössten Krieg
in der Weltgeschichte hindurchzuleiten, durch einen ruchlosen
und kulturlosen Krieg, den cin kalt und erbarmungslos aufs Ganze
gehender Feind nicht als einen Krieg der Waffen dem deutschen
Heere, sondern als einen Hunger- und Vernichtungskrieg dem
ganzen deutschen Volke angesagt hat.
Meine Herren, wir alle können uns der Grösse der Zeit nur
würdig zeigen, wenn wir uns Tag für Tag und Stunde für Stunde
von dem ganzen schweren Ernst der dem deutschen Volk auferlegten
Prüfung bıs ins Innerste durchdringen lassen, wenn jeder
sich als Mitkämpfer fühlt, wenn jeder täglich und stündlich sich
das grosse Ziel vor Augen hält und täglich und stündlich bereit
ist, sein Bestes für das grosse Ziel herzugeben. Wir haben das
leuchtende Beispiel an unseren braven Soldaten, die zu Lande und zu