Full text : Die Gefahren des Geburtenrückganges.

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sehr  ungleichmäßig  aus  jungen  und  alten  Leuten,  verheirateten
  und  nicht  verheirateten,  zusammengesetzt  ist.
Auf  1000  Frauen  zwischen  dem  15.  und  dem  45.  Lebensjahre
  entfielen  nun  durchschnittlich  jährlich  Lebendgeborene:


1876  bis  1880:
im  Staat:  in  der  Stadt:  auf  dem  Lande:

174,60  160,64  182,93
1906  bis  1910:
142,94  117,61  168.77.

Dieser  Unterschied  ist  sehr  auffällig.  Jedenfalls  enthüllt
  er  uns  bereits  eine  Ursache  des  Geburtenrückgangs.
  Wir  waren  bei  der  Reichsgründung  noch  in  der
Hauptsache  ein  Landvolk.  Nur  ein  Drittel  wohnte  damals
  in  Städten.  Heute  sind  es  zwei  Drittel,  und  die
Hälfte  davon,  also  ein  Drittel  des  ganzen,  sind  Großstadtmenschen.


Allerdings  wird  die  Linie  Stadt  und  Land  noch  von
anderen  durchkreuzt.  Zum  14.  Internationalen  Kongreß
  für  Hygiene  und  Demographie  1907  gab  das  Kaiserliche
  Statistische  Amt  eine  Denkschrift  heraus,  worin  die
Geburtenziffern  für  die  einzelnen  Bezirke  genau  berechnet
  sind.  Da  ergeben  sich  folgende  Zahlen  berechnet  auf
1000  Geburten  im  Durchschnitt  der  Jahre  1898/1902.
Kreise  mit  den  höchsten  Geburtenziffern  sind:

Ldkr.  Beucthen  538.7
Bezirksamt  Nürnberr  5707
Kr.  Posen  Ost..  646,8
Kr.  Hindenburg  566,4
Ldkr.  Gelsenkirhdhhen  556,.1
Bezirksamt  Ingolstat  53322
Kr.  Recklinghausen  53411
Ldkr.  Kattomi  53300
Amtsbezirk  Schwetzingen  52,2

Stkr.  Königshüuüte  520