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Das Land, welches also durch Elend und Bettelei vor allen
anderen deutschen Ländern ohne Ausnahme hervorragte, war die
Kurmark Brandenburg. Wir heben dies hervor, um nachher darauf
zurückzukommen.
Es könnte nun doch scheinen, als müßte von solchen Berichten
die offizielle Zusammenstellung durch einen Minister, der das Ganze
überschaut, immer eine höhere Glaubwürdigkeit verdienen, als die
Berechnungen eines Privatmannes, selbst auch wenn diese, wie hier,
keineswegs das Gepräge des Uebelwollens gegen eine Regierung
oder eine Person derselben an sich tragen. So allerdings könnte
es scheinen, wenn die Berichte des Ministers Herzberg ihrerseits
den Stempel der Glaubwürdigkeit an sich trügen. Und diesen eben
haben sie nicht. Es ist derselbe Minister Herzberg, der von demselben
Jahre 1786 berichtet: Die Nationalproduction der preußischen
Fabriken betrage 34 Mill. Thaler, für 1785 nur 30 Mill.
Thaler. Es ist derselbe Minister Herzberg, der ausdrücklich hervorhebt,
daß die gesammte Production der Länder des Königs von
Preußen nur 40 Mill. Thaler betrage, mithin für Korn, Holz,
Salz u. s. w. nur 6 Mill. Thaler rechnet. Wir haben früher dargethan,
daß demnach, wenn alles für Herzbergs Angaben günstig
berechnet wird, ein Unterthan des Königs von Preußen durchschnittlich
das Jahr hindurch von noch nicht einem Thaler habe
eristiren müssen. Ein Mann, der solche Ungereimtheiten niederschreibt,
der solche Ungereimtheiten mit Zahlen belegt seinem Könige
vorbringt, hat auf Glaubwürdigkeit irgend welcher Art auch nicht
den leisesten Anspruch. Die Tendenz vielmehr liegt klar vor Augen.
Weil der König Friedrich II. glaubte, daß in Fabriken das Heil
seines Staates bestehe, das heißt, daß durch Fabriken Geld und
Menschen zu seinen Kriegszwecken sich vermehren: deshalb reichte
ihm sein Minister Herzberg derartige Tabellen ein, deren Unwahrhaftigkeit
der König zu durchschauen nicht im Stande war.
Diese Anklage gegen Herzberg ist nicht neu. Sie ist von