und die englischen Anschauungen zusammen. Im September
war darauf der englische Kriegsminister Mr. Haldane unser
Gast. Er kam, um die deutsche Militaͤrorganisation zu studieren,
und man hat ihm jedes denkbare Entgegenkommen dabei gezeigt.
In den Reden, die er nach seiner Rückkehr nach England
hielt, ist er mehrfach auf seinen Berliner Aufenthalt zurückgekommen.
Er sagte dabei, daß die Beziehungen Englands
zu Frankreich enger und intimer geworden seien als je, zu Rußland
seien sie freundliche, zu Deutschland bessere geworden als
vor kurzem. Wir wissen jetzt, was übrigens damals schon die
„Liberté“ verriet, daß um diese Feit eine englisch-französische
Militärkonvention im Hinblick auf Jukunftsmöglichkeiten vereinbart
worden ist. Die Taksache ist sofort bestritten worden,
aber es handelte sich dabei um eine Wortklauberei; es war
allerdings von der Regierung keine Konvenrion abgeschlossen
worden, wohl aber hatte der fengere Kreis“ des Kabinetts sich
darüber verständigt, daß „Gespräche"“ zwischen den beiderseitigen
Militärautoritäten stattfinden sollten, und diese militärischen
Unterhaltungen sind bis zum Ausbruch des jetzigen Krieges,
gleichsam als bestände ein geheimes Bündnis, regelmäßig fortgeführt
worden. Parallel diesen politischen Vorbereitungen
gingen Bestrebungen, die in scharfem Gegensatz zu der aufreizenden
Tätigkeit standen, die von der obengenannten deutschfeindlichen
Presse, die wir unter dem Namen Pearson= und
Harmsworthpresse zusammenfassen, ohne jede Unterbrechung
betrieben worden ist. In England sowohl wie in Deutschland
bildeten sich Verbände, die sich das Ziel stellten, die Mißverständnisse
und Gegensätze, die zwischen beiden Nationen bestanden,
zu mildern und womöglich ganz zu beseitigen; das waren die