dieser Richtung datierte von der souveränen Machtstellung,
die der Große Kurfürst von Brandenburg inmitten der norddeutschen
Ebene begründet hatte, die es seinem Sohne ermöglichte,
sich die preußische Königskrone aufs Haupt zu setzen.
Indem die Preußen v. Ketteler und Mallinckrodt gegen diese
preußisch-deutsche Politik Bismarcks Front machten, wollten
sie nichts geringeres, als die Geschichte bis hinter die Tage des
Großen Kurfürsten zurückschrauben, stellten sie tatsächlich die
Existenz Preußens in Frage. Wenn sie dabei sich für ein ‚‚Deutsches‘‘
Reich begeisterten, wie es tausend Jahre hindurch, seit
den Tagen Karls des Großen bis 1806 bestanden hatte, so hüteten
sie sich, dieses bei seinem wahren Namen zu nennen. Als sei
das Heilige Römische Reich deutscher Nation ein ‚deutsches‘
Reich gewesen! In Wahrheit war schon das fränkische Reich,
wie eingangs klargelegt worden ist, seit den Tagen Chlodwigs
von Papstes Gnaden, nur mit Hilfe der römischen Hierarchie
zusammengeschweißt worden. Wenn der Papst Karl den Großen
zum Imperator ausgerufen hatte, so nur, um ihn und seine
Nachfolger zu seinem Werkzeug zu machen. Otto der Große
holte sich seinerseits die Krone aus Rom. Seither waren die
deutschen Könige allesamt nur die Träger der römischen Kaiserkrone
und als solche Lehensmänner des Papstes. Wo blieb da
die nationale Unabhängigkeit ?
Wenn Bismarck selbst trotzdem die Zeit der fränkischen,
sächsischen und schwäbischen Kaiser als eine große Zeit für
das deutsche Volkstum gelten ließ, so nur insoweit dieses zur
Kraft gekommen war und das deutsche Schwert auch den Dreifachgekrönten
im Vatikan unter seine Botmäßigkeit gezwungen
oder wenigstens in Schranken gehalten hatte. Mit dem Untergange
der Hohenstaufen war diese ‚große Zeit‘‘ unwiederbringlich
dahin. Kaiser Rotbart schlummerte im Kyffhäuser, des
Recken gewärtig, der ihn und sein Kaisertum zu neuem Leben
erwecken werde. Rudolf von Habsburg, der Burgherr am Oberrhein
ohne eigentliche Hausmacht, war ein rechter und echter
Piaffenkönig von Papstes Gnaden gewesen. Dadurch, daß er
die habsburgische Hausmacht an der Donau begründete, indem
er Tschechen und Magyaren seinem Zepter unterwarf und die
außerdeutschen Habsburger bei der deutschen Krone blieben,
verlor der deutsche Nationalstaat seine Basis. Kein Habsburger
ist im deutschen Nationalstaat aufgegangen. Keiner bis auf