Full text : Von Luther zu Bismarck. Erster Band. (1)

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geworden.  Damit  war  es,  das  längst  mit  Frankreich
verbündete.  für  Englands  Ententepolitik  reif  geworden
  und  derselben  sozusagen  unrettbar  ausgeliefert.
Selbstverständlich  hatte  sich  im  russischen  Volk
auch  viel  Haß  gegen  die  deutsche  Invasion  und  Konkurrenz
  angesammelt.  Gewiß  war  der  Zustrom  deuter
  Kaufleute,  Ingenieure  und  anderer  Geistesarbeiter
  nach  Rußland  bedeutender  als  nach  den  angelsächsischen
  und  romanischen  Ländern.  „Wohin  er
ommt,  unterbietet  er  (der  Deutsche)  die  Einheiaus

  en  an  Ansprüchen  und  überbietet  sie  an  Leiungen,
  nimmt  den  Handelsangestellten  das  Brot,

errichtet  Monopole  in  der  elektrischen  und  chemien

  Industrie,  im  Bankwesen  usw').“  „Können
Arr  dat,  sagt  Bärwart  in  dem  nämllichen  trefflichen
liuussatz,  „die  Gefühle  russischer  Politiker  so  unbegreifich
  inden,  die  ihr  Vaterland,  wie  ein  russischer  Gehrter
  mit  allerdings  starker  Ubertreibung  sagte,  zu
ner  „HKolonie  Deutschlands“  werden  sehen?“
S.  „Freilich  konstituiert  das  Gesagte  nicht  eine
huld  Deutschlands.  Es  ist  —  ich  will  das  Wichtigste
.5  Bärwart  herübernehmen  —  ein  überaus  emseindlicher
  aber  unvermeidlicher  Gegendruck,  durch  den
rö.r#  eutschland  für  seine  koloniale  Benachteiligung
uacht.  Der  Deutsche  ist  der  unerbittliche  Konkurrent
i  den  Nachbarländern  nur  geworden,  weil  die  Mächgen
  der  Erde  seinem  Bevölkerungsüberschuß  kein
ungemessenes  Siedelungsgebiet  gewährten.  (Habei
und  freilich  die  englische  Opposition  weit  schlimmer
U##e  Unerbittlicher  als  die  russische  und  französische.
leer  allen  Sünden  gegen  den  Geist  der  Kultur

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)  Aich.  Bärwart  in  „Nord  und  Süd“,  Sept.  1915  S.  303.