Full text : Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913.

Aumnmer  300

dern  Schadenersatz  geleistet  ist,  vie  Exiĩtenz  der
lleinen  Nationen  gesichert  und  ein  neuer  Weltirteg
  unmöglich  gemacht  sein  wird.  Prokow#ky
E“—  nene  astars  Maßnahmen  an,  um

—  dernden  griechsschen  Politik  eln  baloiges
  machen.

Petersbure  27.  Dez.  (Meldung  der
Petersburger  Telegraphenagentur.)  Dumaprafdent
  Rodzianko  erllärt  in  bezug  auf  Wilsons
Note,  der  Augenblick  sei  noch  nicht  gekommen,
in  Verhandlungen  zum  Abschluß  eincs  Friedens
einzutreten.  Von  solchen  könnte  eillt  nach  einer
völligen  Niederlage  Deutschlands  die  Rede
sein,  wenn  sich  die  Möglichleit  biete,  einen  Frieden
  zu  schließen,  der  die  Weit  gegen  ein
beues  Blutrergießen  für  die  Zukunft  sichert.

er  Duma-Adgeordnete  Miljukoff  sagte.  un-#er
  den  gegenwärtigen  Bedingungen  könne  Uine
Rede  von  irgend  einer  Interven##on  oder  Vermittlung
  sein.  Die  Vorschläge  Rußlands  an
Deutschland  und  die  deutschen  Vorschläge  an
Rußland  könnten  zu  keinem  Resultat  führen,  da
sie  für  beide  Parteien  unannehmdar  leien.  Der
Abgeordnete  Schimgareff  innt:,  die  Handelsinteressen
  Amerikas  übernögen  seine  militärischen
  Ziele.  Ein  Anschluß  Amerilas  #n  eine
der  kriegführenden  Parteien  sei  wenig  wahrscheinlich,
  das  dies  Ver#lungen  zwischen
Amerika  und  Japan  herbeiführen  lönnte.

mn

Es  ist  zu  bemerken,  daß  auch  hier  wieder,
wie  bei  der  Beantwortung  des  Friedensvorschlages
  der  Mittelmächte,  Rußland  als  erster
soricht.  Natürlich  ist  das  kein  Zufatll,  oenn  die
Antwort  an  Deutschland  und  die  un  Wil'o#rgehören
  dem  Sinne  nach  zusammen,  lsodaß  der
Führer  des  ersten  WMortes  der  geeich:  hier  wie
dort  zu  sein  hatte.  Allerdings  auch  mit  der
gleichen  Ablehnung,  denn  es  ist  zweifellos,  daß
sich  wie  bei  dem  Vorschlage  vom  12.  Dezember
auch  hier  die  nachfolgenden  Antworken  der  übrigen
  Mächte  mit  der  russischen  decken  werden.
Auch  auf  Milsons  Vorschlag  hat  die  Entente
porläufig  nur  Ablehnung.

 

Mlgemeines  vom  Reieg.

Joffre,  Marschall
von  Frankreich.

Paris.  27.  Dez.  (Agence  Havas.)  Die  Regierung
  besclo.  Joffre  in  Anerkennung  selner
bervorragenden  Dienste  die  Werde  eines  Marschalls
  von  Frankreich  zu  verleihen.

Die  Würde  eines  Maischalls  non  Frankreich
war  mit  dem  Kalserreich  en  Ende  gegangen.
Nach  der  Marneschlacht  wurde  sie  durch  Parlamentsbeschluß
  für  die  Nedublit  nen  errichtet.
Um  Marschall  von  Frankresch  zu  werden,  muß
ein  Feldherr  in  zwei  Sttachen  siegen  oder  eine
große  Festung  einnehmen.  Da  der  zweite  Sieg
für  Joffre  sich  so  wenig  einstellen  wollte  wie
die  eroberte  Festung.  mußte  er  auf  die  Marschallw
  ürde  warten  bis  jetzt,  bis  zu  seiner  —
Verabschiedung.

Französische  Kriegssleuer.

Paris,  27.  Dez.  (Havas.)  Die  Kammer
nahm  die  Kriegssteuer  auf  die  nicht  zum
Heere  Eingezogenen  an,  die  den  feslen  Satz  von
12  Francs  und  einen  Zusch  lag  von  25  v.  H.
öur  Einsommensteuer  sestictzt.  Die  Kriegssteuer
erstretkt  sich  auf  die  vor  dem  Kricse  wegen
Dienstuntauglichkeit  Erklassenen  und  die  nicht
mobilgemachten  Hilfsdienste.  Von  der  Steuer
sind  ausgenommen  die  Kriegsverletzten  um
Familsienväter,  von  denen  ein  Sohn  eingezogen
  ist.

   

 
   

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Ein  Ausfuhrverbot  Amerikas
für  Kriegsmaterial?'

Genf,  27.  Dez.  „Evening  World“  meldet,
im  Kongreß  sei  eine  Zwei-Dritter=  Vvlehcheit  für

materjal  nach  Curopa,  falls  die  Friedensaktion
des  Präsidenten  ohne  jeden  Erfolg  bleibe.
Auch  der  „Herald“  spricht  von  Andeutungen
Lansings,  die  man  als  Erlaß  eines  Ausfuhrverbotes
  der  Union  gegenüber  dem  Kriegsmaterial

auffassen  müsse.  .

Der  Lafstlen.

Ersolgreiche  Luftkämofe.

Ber  lin,  27.  Dez.  Am  26.  Dz.  schossen
unsere  Flieger  neun  Flugzeuge  ab,  hiervon
sind  sechs  hinter  unseren  Linien  aogestürze#  oder
zur  Landung  gezwungen  worden,  ein  weiteres
liegt  zertrüimmert  etwa  50  Meler  vo#r  unserer
vordersten  Linie.  Der  Absturz  und  die  Zertrümmerung
  der  restlichen  zrei  hinter  den
feindlichen  Linien  konnte  einwandfrei  durch  Beobachtung
  auch  von  der  Erde  aus  festgesteilt
werden.  Eine  Reihe  weilerer  A####hüsse  ist  noch
gemeldet.  Sie  sind  in  dieser  Aufstellung  noch
nicht  berücksichtigt,  meil  nähere  Einzebeiten

 

den  Erlaß  eines  Ausfuhrverbotes  von  Kriegenoch

  ausstehen.  Wir  verloren  zwei  Flucgzeuge.
eines  im  Luf  of,  eines  durch  Adllurz.  Die
Hauptkampftätigkeit  der  Flieger  syielle  sich  in
der  Sommegegend  ab.  Die  Leistung  der  deutschen
  Flieger  ist  um  so  bemerkenswerier,  als
die  Witterung  durchaus  ungün'ig  war.  An  der
·  gastngen  Westfront  herrichte  Negen  und  Schnec-——□———



Auszeschnuna.

Berlin,  27.  De.  Der  Kaiser  hat  dem  Kanitängalarn
  Ma  Valentiner,  Kommandanten
eines  U-Bootes,  In  Anerkennung  seiner  hervorragenden
  Erfolge  im  U-Bootkriege  den  Orden
  Pour  le  merite  verliehen.  «

Kapitänleutnant  Max  Valentiner  hat  mit  selnein
  U-Boot  „U  38“  nicht  weniger  als  128
Schiffe  mit  2  2000  Tonnen  versenkt.  Unter
diesen  befindet  sich  ein  franz.  Kandnenboot,
ein  Truppentransportdampfet,  vier  Kriegs
materialientransportdampser,  cein  französisches
Unterseeboottransportschiff  („Ränguruh“  und
14  beladene  Kohlendampfer.  Auf  seinen  vielen
  Unternehmungen  hat  er  als  Kommandant
des  U--Bootes  mit  zahlreichen  bewaffneten

 

Morgeurot!

Reman  von  Wilbelm  vos  Trothe:
49  ####  veet.

Aber  wailei  n#,  ir  n  «  Ic,  euch  wollen

 

 

wir  das  Handwe  legen
Rausgeholl,  zuns  #  baon  und  dabei  crwischt
wurde,  an  die  Wand  gestellt  und  niedergeknallt,
  das  ging  jehr  schneil,  war  aber  für

jeden  deutschen  Teilnehmer  ein  widerliches
Stück  Arbeit!

Nun  lamen  die  anderen  Bataillone  und
Meegimeenter  beran.  Tcils  Warschterten  sie  durch

tadt,  teils  ausien  her't  In  dichten
de  bcr  draunen  die  Weldgrauen  durch
die  Weinberge  und  Garten  vor.

langen  Linien  zeichneten  sich  die
franzölischen  Schügengrüäben  an  den  sich  allmählich
  zu  Tal  neigenden  Hängen  der  Berge
ab,  und  nun  suchten  die  Rothosen  durch  emen
Vorstos,  aus  ihren  Feldschanzen  die  unaushaltsam
  vordringende  deusche  Infanterie
Stehen  zu  bringen.
deutschen  Feldgrauen  hin,  wo  sie  standen,  und
empkfingen  die  Franzosen  mit  einem  Feuer,  daß
denen  gar  bald  ihr  „en  avam“  in  den  Kehlen
steckenblieb  und  die  dichten,  vorstürmenden
Haufen  nocklen,  sich  hinwarsen,  zu
ver  aber  dann  so  schneil  als
wieder  schütenden  Gräben  ousfs
Meisterhoft  hatten  hie  die  angelegt,  und  n
##4  sühlten  sie  sich  wieder  einigermaßen  licher.
wer  kennm  die  deut  tsche  Insanterle?

 

 

a#er  es  für  überhaupt  ein  Hindernis?
Nein!

Hinwerfen  und  den  Femd  unter  Feuer
nehmen  war  eins

Doch  horch!  Die  Töne  kannten  sle  doch!  —
O  ja.  Das  war  die  deutsche  schwere  Lrlillerie!
Endlich  hatten  sie  die  Schützengräben  der  Franzosen
  gesunden,  und  nun  flogen  krachend  die
15-Zentimeter.Granaten  hinein  und  brachten
Tod  und  Verderben!

Kralsch!  saß  wleder  lon,  Zugchut  und
meterhoch  slogen  die  Erdschollen.  Wo  soich-  ein
Schuß  saß,  blieb  nichts  —  rin  großes  Loch
d  so  dagte,  die  deutsche  Artlllerie

uf  Schuß  in  die  französischen
Stellungen.  5%
ber  ließ  Ih  die  Insanterte  nicht
mehr  gaten  das  Sign
WWl  „Seitengewehr
#ers  usls  schmetterten  die  Hörner  die  langen
ihen  hinunter,  und  nun  brachen  sie  hervor,
mit  senem  unpeesteen  und  der  deutschen  Soldaenengerlul

raust  ein  Ruf  wie  Donnerhall!“  so
jauchte  4  ble  Kethen  entlang,  und  mit  vorgestreckten
  Hälsen,  ede  scharsen  Gesichter  unter
den  grünen  Helmen  wild  funkelnd  in  helliger
——  46%  sie  mit  wonteltoecktem
i  Jenes  aum

einen  k4  n  —iri
s  Fra#n
drin  n

nttat  dachte  kelner

—  Bä#  Sie

Die  furchtbare  Kanonade  hatte  get  ndn“  »

gemacht.  Den  Granaten  sollte  mal  e
genn  widerstehen!

„Pardon.,  vardon  !“  schrien  sle  nur  in  wilder

Angst  und  neßen  sich  nun  ehne  Gegenwehr
emmainen  und  gefangennehmen.

So  tobte  die  Schlacht  Tag  und  Nacht,
bald  grisen  die  Franzosen  noch  einmal  und  von
neuem  an.  dann  wieder  warien  die  Deutschen
sie  mit  zäher  Ausdauer  und  wildem  Ungestüm
  zurück  und  über  den  zausen.  hinaus
aus  ihren  Schütengräben  und  hinein  in  den
düsteren,  rauschenden  Wald.

var  es,  dahinein  zu  folgen,  ja
sast  unzugänglich  war  der  dunkele  Tann.  Bon
allen  Seilen  kaßte  es  vorne  und  hinten,  links
und  rechts!  e  schossen  auf  alle  und
Rothosen  zogen  4  zurücck,  Schri
Unheimlich  war  das  Piatzen  der  Ger
links  und  rechts  %  von  auen  Selten  bineinwubren!
  re  dicken  Rauchmassen  ba  *  zu
mächtigen  Flocken  zusommen,

Enten  ins  infiel,  e
inenpsellenden  Schrapnnsilkucng
ein  wildes,  veröwesleltes  Ringen,  denn  plöplich
begannen  auch  anzöslschen  anen-Lewehre
  wie  toll  und  w-  6,  scheßen,
unter  —  Volle

"2  W%  r  bend  l  )1

Botalllons  ne  U  aß

Larn  so  b
Köpfe  Len  *
In  dem  rasenden

bis  zum  Einbruch  der  Dämmern

wurde  es

 

dann
u  dieche  gleit#ess
lerien  feuerten  ·  fa  -ast.  die  ganze  Nacht  dindurch.
  Schlaflos,  mit  fault  ampften  Gewebren
  latzen  die  deutsche  Idgrauen  in
ihren  schneli  Wlri  chüßengrüben.

 

Schifsen  Gefechte  bestehen  müssen.  Alss  Trohhäe
  hat  er  von  diesen  beraifneten  Schiffen
zwei  Geschütze  mit  in  die  Heimat  bringen  konnen.
  Auch  hat  er  mit  seimem  Unterseebot  den
glänzenden  Ueberfall  auf  den  Hasen  von  Funchal
  ausgeführt.  Dabei  ba  er  in  nur  10  Minnten
  drei  frang.  Sch  ffe,  un:  seinenzit  Kimeldet,
eim  Kanonenboot,  ein  U.  Booi-Transportschiff
unc  einen  bewaffneten  franz.  Truppentransrortdampier
  in  verfenkt.

¾  r□  #

—  —————

Das  dankbare  Kronbabt.
Budapest,  27.  Dez.  Die  Stadtvertretung
ron  Kronstadt  wird  das  im  Jahre  1212  vom
Deutschen  Rttterorden  geschaffene  herrliche
Schloß  Törzburg  samt  der  d#a#m  gebörigen
Waldung,  das  drei  Jahrhunderite  hindurch  den
ungaris  en  Königen  gehortt  später  von  Mldislaus
  II.  an  die  Siadt  Kronstadt  überotben
und  in  deren  Besitz  geblieben  waor,  dem  Nönig
Karl  in  dankbarer  Erinnerung,  daß  er  der
Kommandierende  der  Krionssadt  befreienden
Truppen  war,  zum  Geschenk  machen.  Gleichze#
tig  wird  auch  der  Führer  der  deutlichen  Trappen,
  General  von  Falkenhayn,  um  Ehte  bu  ger

 

von  Kronstadt  ernamt  weroen.

Fiebrige  Augen,  die  der  Schlas  selt  Tagen  hatte
fliehen  müssen.  stierten  wicd  und  zornig  ins
unkle.  Sie  wollten  vorwärts,  sie  mußten
vorwärts,  ein  Ende  mußte  milt  dieser  Riesenschlacht
  gemacht  werden,  denn  selbst  der  Startste
und  Kräftigste  sieht  in  einem  beselmmten  Augen.
am  Ende  selner  pbysischen  Krast,  und
dann  bilft  ihm  kein  noch  lo  ernster  und  eiserner
Will-  wee-  er  weicht  alamn,
en  kricgsmäßig  en
nicht  Lom  %  au  elan  u/½
ietzen.  graben,  schießen,  marschleren,  das  halm
der  Teufel  ous!  Also  deshalb:  Ran  an  den
Feind,  und  ihn  S  Lewanfen!.
So  kam  das?
den  Deutschen
Schultern  gekrochen.
über  die  Köpje  der  Gnleinen,  *½  ie  15
und  21.  Zeulimeter-Granaten,  rissen  gze
Mulden  in  den  Waldbaden  und  die  eit,
rasierten  die  diekflen  Tannen  binweg,  die  wie
Stleichbe  brachen,  dann  aber  fiutete  das
gelbe  Licht  der  Augusssonne  in  den  gerietzten
Wald,  und  ins  scheidende  Morgemof  biheb
schmetterten  die  deutschen  Hornipen  den  Sturm.
rut:  Ganze  Lavancierenlkvtu


Ith  bin  ein  Rcauht-—

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