Aumnmer 300
dern Schadenersatz geleistet ist, vie Exiĩtenz der
lleinen Nationen gesichert und ein neuer Weltirteg
unmöglich gemacht sein wird. Prokow#ky
E“— nene astars Maßnahmen an, um
— dernden griechsschen Politik eln baloiges
machen.
Petersbure 27. Dez. (Meldung der
Petersburger Telegraphenagentur.) Dumaprafdent
Rodzianko erllärt in bezug auf Wilsons
Note, der Augenblick sei noch nicht gekommen,
in Verhandlungen zum Abschluß eincs Friedens
einzutreten. Von solchen könnte eillt nach einer
völligen Niederlage Deutschlands die Rede
sein, wenn sich die Möglichleit biete, einen Frieden
zu schließen, der die Weit gegen ein
beues Blutrergießen für die Zukunft sichert.
er Duma-Adgeordnete Miljukoff sagte. un-#er
den gegenwärtigen Bedingungen könne Uine
Rede von irgend einer Interven##on oder Vermittlung
sein. Die Vorschläge Rußlands an
Deutschland und die deutschen Vorschläge an
Rußland könnten zu keinem Resultat führen, da
sie für beide Parteien unannehmdar leien. Der
Abgeordnete Schimgareff innt:, die Handelsinteressen
Amerikas übernögen seine militärischen
Ziele. Ein Anschluß Amerilas #n eine
der kriegführenden Parteien sei wenig wahrscheinlich,
das dies Ver#lungen zwischen
Amerika und Japan herbeiführen lönnte.
mn
Es ist zu bemerken, daß auch hier wieder,
wie bei der Beantwortung des Friedensvorschlages
der Mittelmächte, Rußland als erster
soricht. Natürlich ist das kein Zufatll, oenn die
Antwort an Deutschland und die un Wil'o#rgehören
dem Sinne nach zusammen, lsodaß der
Führer des ersten WMortes der geeich: hier wie
dort zu sein hatte. Allerdings auch mit der
gleichen Ablehnung, denn es ist zweifellos, daß
sich wie bei dem Vorschlage vom 12. Dezember
auch hier die nachfolgenden Antworken der übrigen
Mächte mit der russischen decken werden.
Auch auf Milsons Vorschlag hat die Entente
porläufig nur Ablehnung.
Mlgemeines vom Reieg.
Joffre, Marschall
von Frankreich.
Paris. 27. Dez. (Agence Havas.) Die Regierung
besclo. Joffre in Anerkennung selner
bervorragenden Dienste die Werde eines Marschalls
von Frankreich zu verleihen.
Die Würde eines Maischalls non Frankreich
war mit dem Kalserreich en Ende gegangen.
Nach der Marneschlacht wurde sie durch Parlamentsbeschluß
für die Nedublit nen errichtet.
Um Marschall von Frankresch zu werden, muß
ein Feldherr in zwei Sttachen siegen oder eine
große Festung einnehmen. Da der zweite Sieg
für Joffre sich so wenig einstellen wollte wie
die eroberte Festung. mußte er auf die Marschallw
ürde warten bis jetzt, bis zu seiner —
Verabschiedung.
Französische Kriegssleuer.
Paris, 27. Dez. (Havas.) Die Kammer
nahm die Kriegssteuer auf die nicht zum
Heere Eingezogenen an, die den feslen Satz von
12 Francs und einen Zusch lag von 25 v. H.
öur Einsommensteuer sestictzt. Die Kriegssteuer
erstretkt sich auf die vor dem Kricse wegen
Dienstuntauglichkeit Erklassenen und die nicht
mobilgemachten Hilfsdienste. Von der Steuer
sind ausgenommen die Kriegsverletzten um
Familsienväter, von denen ein Sohn eingezogen
ist.
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Ein Ausfuhrverbot Amerikas
für Kriegsmaterial?'
Genf, 27. Dez. „Evening World“ meldet,
im Kongreß sei eine Zwei-Dritter= Vvlehcheit für
materjal nach Curopa, falls die Friedensaktion
des Präsidenten ohne jeden Erfolg bleibe.
Auch der „Herald“ spricht von Andeutungen
Lansings, die man als Erlaß eines Ausfuhrverbotes
der Union gegenüber dem Kriegsmaterial
auffassen müsse. .
Der Lafstlen.
Ersolgreiche Luftkämofe.
Ber lin, 27. Dez. Am 26. Dz. schossen
unsere Flieger neun Flugzeuge ab, hiervon
sind sechs hinter unseren Linien aogestürze# oder
zur Landung gezwungen worden, ein weiteres
liegt zertrüimmert etwa 50 Meler vo#r unserer
vordersten Linie. Der Absturz und die Zertrümmerung
der restlichen zrei hinter den
feindlichen Linien konnte einwandfrei durch Beobachtung
auch von der Erde aus festgesteilt
werden. Eine Reihe weilerer A####hüsse ist noch
gemeldet. Sie sind in dieser Aufstellung noch
nicht berücksichtigt, meil nähere Einzebeiten
den Erlaß eines Ausfuhrverbotes von Kriegenoch
ausstehen. Wir verloren zwei Flucgzeuge.
eines im Luf of, eines durch Adllurz. Die
Hauptkampftätigkeit der Flieger syielle sich in
der Sommegegend ab. Die Leistung der deutschen
Flieger ist um so bemerkenswerier, als
die Witterung durchaus ungün'ig war. An der
· gastngen Westfront herrichte Negen und Schnec-——□———
Auszeschnuna.
Berlin, 27. De. Der Kaiser hat dem Kanitängalarn
Ma Valentiner, Kommandanten
eines U-Bootes, In Anerkennung seiner hervorragenden
Erfolge im U-Bootkriege den Orden
Pour le merite verliehen. «
Kapitänleutnant Max Valentiner hat mit selnein
U-Boot „U 38“ nicht weniger als 128
Schiffe mit 2 2000 Tonnen versenkt. Unter
diesen befindet sich ein franz. Kandnenboot,
ein Truppentransportdampfet, vier Kriegs
materialientransportdampser, cein französisches
Unterseeboottransportschiff („Ränguruh“ und
14 beladene Kohlendampfer. Auf seinen vielen
Unternehmungen hat er als Kommandant
des U--Bootes mit zahlreichen bewaffneten
Morgeurot!
Reman von Wilbelm vos Trothe:
49 #### veet.
Aber wailei n#, ir n « Ic, euch wollen
wir das Handwe legen
Rausgeholl, zuns # baon und dabei crwischt
wurde, an die Wand gestellt und niedergeknallt,
das ging jehr schneil, war aber für
jeden deutschen Teilnehmer ein widerliches
Stück Arbeit!
Nun lamen die anderen Bataillone und
Meegimeenter beran. Tcils Warschterten sie durch
tadt, teils ausien her't In dichten
de bcr draunen die Weldgrauen durch
die Weinberge und Garten vor.
langen Linien zeichneten sich die
franzölischen Schügengrüäben an den sich allmählich
zu Tal neigenden Hängen der Berge
ab, und nun suchten die Rothosen durch emen
Vorstos, aus ihren Feldschanzen die unaushaltsam
vordringende deusche Infanterie
Stehen zu bringen.
deutschen Feldgrauen hin, wo sie standen, und
empkfingen die Franzosen mit einem Feuer, daß
denen gar bald ihr „en avam“ in den Kehlen
steckenblieb und die dichten, vorstürmenden
Haufen nocklen, sich hinwarsen, zu
ver aber dann so schneil als
wieder schütenden Gräben ousfs
Meisterhoft hatten hie die angelegt, und n
##4 sühlten sie sich wieder einigermaßen licher.
wer kennm die deut tsche Insanterle?
a#er es für überhaupt ein Hindernis?
Nein!
Hinwerfen und den Femd unter Feuer
nehmen war eins
Doch horch! Die Töne kannten sle doch! —
O ja. Das war die deutsche schwere Lrlillerie!
Endlich hatten sie die Schützengräben der Franzosen
gesunden, und nun flogen krachend die
15-Zentimeter.Granaten hinein und brachten
Tod und Verderben!
Kralsch! saß wleder lon, Zugchut und
meterhoch slogen die Erdschollen. Wo soich- ein
Schuß saß, blieb nichts — rin großes Loch
d so dagte, die deutsche Artlllerie
uf Schuß in die französischen
Stellungen. 5%
ber ließ Ih die Insanterte nicht
mehr gaten das Sign
WWl „Seitengewehr
#ers usls schmetterten die Hörner die langen
ihen hinunter, und nun brachen sie hervor,
mit senem unpeesteen und der deutschen Soldaenengerlul
raust ein Ruf wie Donnerhall!“ so
jauchte 4 ble Kethen entlang, und mit vorgestreckten
Hälsen, ede scharsen Gesichter unter
den grünen Helmen wild funkelnd in helliger
—— 46% sie mit wonteltoecktem
i Jenes aum
einen k4 n —iri
s Fra#n
drin n
nttat dachte kelner
— Bä# Sie
Die furchtbare Kanonade hatte get ndn“ »
gemacht. Den Granaten sollte mal e
genn widerstehen!
„Pardon., vardon !“ schrien sle nur in wilder
Angst und neßen sich nun ehne Gegenwehr
emmainen und gefangennehmen.
So tobte die Schlacht Tag und Nacht,
bald grisen die Franzosen noch einmal und von
neuem an. dann wieder warien die Deutschen
sie mit zäher Ausdauer und wildem Ungestüm
zurück und über den zausen. hinaus
aus ihren Schütengräben und hinein in den
düsteren, rauschenden Wald.
var es, dahinein zu folgen, ja
sast unzugänglich war der dunkele Tann. Bon
allen Seilen kaßte es vorne und hinten, links
und rechts! e schossen auf alle und
Rothosen zogen 4 zurücck, Schri
Unheimlich war das Piatzen der Ger
links und rechts % von auen Selten bineinwubren!
re dicken Rauchmassen ba * zu
mächtigen Flocken zusommen,
Enten ins infiel, e
inenpsellenden Schrapnnsilkucng
ein wildes, veröwesleltes Ringen, denn plöplich
begannen auch anzöslschen anen-Lewehre
wie toll und w- 6, scheßen,
unter — Volle
"2 W% r bend l )1
Botalllons ne U aß
Larn so b
Köpfe Len *
In dem rasenden
bis zum Einbruch der Dämmern
wurde es
dann
u dieche gleit#ess
lerien feuerten · fa -ast. die ganze Nacht dindurch.
Schlaflos, mit fault ampften Gewebren
latzen die deutsche Idgrauen in
ihren schneli Wlri chüßengrüben.
Schifsen Gefechte bestehen müssen. Alss Trohhäe
hat er von diesen beraifneten Schiffen
zwei Geschütze mit in die Heimat bringen konnen.
Auch hat er mit seimem Unterseebot den
glänzenden Ueberfall auf den Hasen von Funchal
ausgeführt. Dabei ba er in nur 10 Minnten
drei frang. Sch ffe, un: seinenzit Kimeldet,
eim Kanonenboot, ein U. Booi-Transportschiff
unc einen bewaffneten franz. Truppentransrortdampier
in verfenkt.
¾ r□ #
— —————
Das dankbare Kronbabt.
Budapest, 27. Dez. Die Stadtvertretung
ron Kronstadt wird das im Jahre 1212 vom
Deutschen Rttterorden geschaffene herrliche
Schloß Törzburg samt der d#a#m gebörigen
Waldung, das drei Jahrhunderite hindurch den
ungaris en Königen gehortt später von Mldislaus
II. an die Siadt Kronstadt überotben
und in deren Besitz geblieben waor, dem Nönig
Karl in dankbarer Erinnerung, daß er der
Kommandierende der Krionssadt befreienden
Truppen war, zum Geschenk machen. Gleichze#
tig wird auch der Führer der deutlichen Trappen,
General von Falkenhayn, um Ehte bu ger
von Kronstadt ernamt weroen.
Fiebrige Augen, die der Schlas selt Tagen hatte
fliehen müssen. stierten wicd und zornig ins
unkle. Sie wollten vorwärts, sie mußten
vorwärts, ein Ende mußte milt dieser Riesenschlacht
gemacht werden, denn selbst der Startste
und Kräftigste sieht in einem beselmmten Augen.
am Ende selner pbysischen Krast, und
dann bilft ihm kein noch lo ernster und eiserner
Will- wee- er weicht alamn,
en kricgsmäßig en
nicht Lom % au elan u/½
ietzen. graben, schießen, marschleren, das halm
der Teufel ous! Also deshalb: Ran an den
Feind, und ihn S Lewanfen!.
So kam das?
den Deutschen
Schultern gekrochen.
über die Köpje der Gnleinen, *½ ie 15
und 21. Zeulimeter-Granaten, rissen gze
Mulden in den Waldbaden und die eit,
rasierten die diekflen Tannen binweg, die wie
Stleichbe brachen, dann aber fiutete das
gelbe Licht der Augusssonne in den gerietzten
Wald, und ins scheidende Morgemof biheb
schmetterten die deutschen Hornipen den Sturm.
rut: Ganze Lavancierenlkvtu
Ith bin ein Rcauht-—
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