Full text : Bei den Fahnen des III. Armeekorps von Metz bis le Mans.

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wie  sich  der  2c.  K.  vom  12ten  Regiment  befindet,  um  Seiner
Exzellenz,  dem  Ober-Hofmarschall  Sr.  Majestät  des  Königs,
Grafen  Pückler,  telegraphisch  Auskunft  geben  zu  können.

gez.  Friedrich  Karl.

Korpsbefehl  zur  Berichterstattung  an  die  S„te  Division
und  weiter  an  das  12te  Regiment  u.  s.  w.“

Natürlich  war  die  wichtige  Berichterstattung  eben  so  eilig
ihren  Weg  zurückgegangen,  und  der  Graf  hatte  dann  sofort  an
meinen  Bruder  die  beruhigende  Nachricht  weiter  telegraphiert.

Es  war  mir  ein  sehr  süßes  Gefühl,  nun  die  Angst  der
meinigen  beseitigt  zu  wissen,  wie  ich  aber  nachher  erfuhr,  waren
schon  vor  Eintreffen  der  Depesche  alle  meine  Briefe,  ein  ganzes
Paket  auf  einmal,  an  ihren  Bestimmungsorten  angelangt.

Fast  täglich  trafen  nun  Tagesbesehle  vom  Oberkommando
ein,  welche  die  Erfolge  auf  den  anderen  Teilen  des  Kriegs—
schauplatzes  verkündeten.  So  brachte  einer  dieser  Befehle  uns
zugleich  die  Nachricht  von  dem  Siege  bei  St.  Ouentin  und
dem  Zurückschlagen  eines  Ausfalls  aus  Paris,  den  größten
Jubel  aber  erregte  der  Armeebefehl  Sr.  Majestät  vom  18.  Januar
  1871,  der  die  Annahme  der  Kaiserkrone  aussprach.  Helle
Begeisterung  lohte  auf  in  jedem  Grenadier  bei  dem  Gedanken,
daß  es  auch  ihm  vergönnt  gewesen,  mitzuschaffen  an  diesem
größten  Werke  nationaler  Einigung,  dem  Sehnen  jedes  Deutschen
seit  den  Zeiten  der  Ohnmacht,  bei  dem  Gedanken  an  unsern
hehren  Kaiser,  wie  er  in  dem  Königsschlosse  von  Verseilles,
im  Angesicht  der  von  dem  eisernen  Ninge  des  Heeres  umspannten
feindlichen  Hauptstadt,  die  Kaiserkrone  auf  sein  ehrwürdiges
Haupt  setzte.

Wenn  schon  es  sicher  schien,  daß  auch  die  Entscheidung
bei  Paris  nicht  lange  mehr  ausbleiben  könne,  so  wurden  uns
doch  die  in  fieberhafter  Erwartung  zugebrachten  Tage  lang,
sehr  lang.

Endlich  am  27.  nachmittags  wurde  uns  von  der  Division
eine  Depesche  vom  Oberkommando  mitgeteilt,  nach  der  vor
Paris  Unterhandlungen  angeknüpft  seien,  und  dieser  Botschaft
folgte  am  Nachmittage  des  29.  folgende  Depesche  unseres  Divisionskommandeurs: