Metadaten : Spittler’s sämmtliche Werke. Vierzehnter Band. (14)

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mir,  die  Königin  habe  sich  seit  der  letzten  Parlamentsbirte
zum  Heirathen  entschlossen.

So  weit  ist's  nichr,  fiel  Cecil  ein.  Ich  selbst  habe  ihm
auch  nicht  mehr  geschrieben,  als  daß  es  mir  höchst  leid  thuc,
daß  die  Traktaten  mit  dem  österreichischen  Prinzen  Karl  abgebrochen
  worden,  und  daß  jetzt  vielleicht  mehr  als  jemals
ein  geschickter  Zeitpunkt  wärc,  dieselben  von  Neuem  anzufangen.

Wie  ist,  antwortete  ich,  vom  Prinzen  Karl  zu  sprechen,
so  lange  die  Königin  alles  Heirathen  verwirft?  Ihre  gestrige
Rede  und  Unterhandlung,  war  Cecil's  Antwort,  wurde  sehr
gelobt  von  der  Königin;  bei  Gott  und  bei  dem  Glücke  dieses
Reichs  bitte  ich  Sie,  anhaltend  fortzufahren.  Sie  haben  es  zwar
in  der  rechten  Ordnung  angefangen,  daß  Sie  die  Königin  erst
nur  zum  Heirathen  überhaupt  zu  bewegen  suchten,  aber  oft
gelingt  doch  mit  den  Damen  nach  der  verkehrten  Ordnung,
was  nach  der  geraden  und  rechten  nicht  gelingen  wollte.  Er
bat  mich  also  sehr,  ihr  die  Parlie  des  Prinzen  Karl  dringendst
  zu  empfehlen.

Alinga.  Das  kann  ich  nicht  thun.  So  würde  ich  die
Grenzen  meines  Auftrags  überschreiten,  denn  weder  der  Prinz
selbst,  noch  sein  Herr  Vater  weiß  von  dieser  Umerhandlung.
Mein  Herr  schickte  mich  bloß  für  sich  als  Privatmann,  um  die
vorläufige  Einwilligung  der  Königin  zur  Vermählung  mit  dem
Prinzen  Karl  und  die  Bedingungen  dieser  Vermählung  zu  erkundigen.
  Alsdann  erst  wird  er  sich  alle  Mühe  geben,  die
Sache  durchzutreiben,  und  zu  Vollendung  der  Sache  mögen
alsdann  gemeinschaftliche  Kommissarien  irgendwo  zusammenkommen.
  -
Cecil.  So  ist  Alles  vergeblich.  Nie  wird  sich  die  Koͤ-nigin
  vorläufig  erklären.  Soll  denn  die  Koͤnigin  den  Braͤutigam
  suchen.  Ich  bitte  Sie  sehr,  dieser  Punkie  gar  nicht
zu  gedenken  gegen  die  Königin.